RTL sucht von häuslicher Gewalt betroffenen Mann aus Mitteldeutschland

Eine Mitarbeiterin des RTL Landesstudio Ost rief vorhin bei unserer Initiative an mit dem Gesuch eines von häuslicher Gewalt betroffenen Mannes für eine Sendung zum Thema. Der Betroffene sollte aus Mitteldeutschland sein und wird selbstverständlich völlig anonymisiert. Interessenten möchten sich bitte mit Frau Laura Koch unter 0341 / 21 34 -118 bzw -135 oder laura.koch@lso-tv.de in Verbindung setzen.

Herzlichen Dank!
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Interview: geschönte Faktenlage zur häuslichen Gewalt in Thüringen

Ende vergangener Woche erschien in der „Thüringer Landeszeitung“ ein Interview mit Ellen Van Hoof als Mitarbeiterin einer der vier Thüringer Interventionsstellen, welches einige befremdliche Aussagen enthält (unsere Kommentierung nachfolgend am Ende dieses Artikels):

„… Gibt es darüber eine Statistik?

Ja, im vergangenen Jahr suchten in den Interventionsstellen 997 Gewaltopfer Hilfe. 74 davon waren Männer. Das heißt, mehr als 90 Prozent der Opfer sind Frauen. Diese Frauen erleben zumeist Gewalt, die auf Macht und Kontrolle durch den Partner aufbaut. Werden Frauen gewalttätig, ist es häufig eher die Unfähigkeit der gewaltfreien Kommunikation.

Gibt es darüber aussagekräftige Studien?

Nein, hier wird noch viel zu wenig geforscht. Zwar gibt es eine bundesweite repräsentative Studie zu Gewalt gegen Frauen. Doch man hat versäumt, im selben Atemzug über die Gewalt gegen Männer Antworten zu finden. Derzeit haben wir lediglich eine kleine Deutschlandstudie mit 170 Männern, die nicht repräsentativ ist. Danach sind sie eher von Gewalt im öffentlichen Raum denn von häuslicher Gewalt betroffen.

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„Trauma-Ambulanzen für Opfer von Gewalttaten“

„Mit mittlerweile neun Trauma-Ambulanzen für die Opfer von Gewalttaten existiert in Thüringen ein flächendeckendes Netz. Eine frühzeitige fachärztliche Betreuung von Gewaltopfern erhöht die Chancen auf eine vollständige Genesung. Die Trauma-Ambulanzen ergänzen nach Angaben von Sozialministerin Heike Werner (Linke) die Arbeit der ehrenamtlichen Organisationen, die im Freistaat die Opfer von Gewalt betreuen. Die Trauma-Ambulanzen befinden sich in Altenburg, Erfurt, Hildburghausen, Jena, Mühlhausen, Nordhausen, Saalfeld, Stadtroda und Weimar. Um die Leistungen der Ambulanzen in Anspruch nehmen zu können, bedarf es zunächst lediglich eines Kurzantrages. Dieser Antrag ist Teil eines Info-Flyers, der unter anderem bei der Polizei, dem Weißen Ring, den Jugendämtern, den Frauenhäusern, der Opferhilfe Thüringen sowie in den Trauma-Ambulanzen ausgelegt wird. Durchschnittlich stellen jährlich 300 Gewaltopfer in Thüringen einen Antrag auf Opferentschädigung. Von ihnen sind rund 50 Personen als Folge der Gewalttat traumatisiert.“

Quelle / gesamter Artikel: Newsletter Der PARITÄTISCHE Thüringen 10 / 2016

Der Flyer des Thüringer Landesverwaltungsamtes mit allen Kontaktdaten der Trauma-Ambulanzen ist hier hinterlegt.
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„44.011 Kinder leben in Thüringen von Hartz IV“

„44 011 Kinder leben in Thüringen nach der jüngsten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung gegenwärtig von Hartz IV-Leistungen – für den PARITÄTISCHEN Thüringen ist das eine erschreckende Zahl…

„Jedes Kind, das in Armut leben muss, ist eines zu viel“, zu der Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN, Reinhard Müller. Die Zahl zeige, dass der wirtschaftliche Aufschwung an vielen Kindern in Deutschland vorbeigehe. Nach den Untersuchungen der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung beträgt die Armutsgefährdungsquote für Kinder in Thüringen 23,7 Prozent.

Das bedeutet, dass fast jedes vierte Kind in Thüringen in Familien mit so wenig Geld lebt, dass die Mädchen und Jungen als armutsgefährdet gelten. Nach diesen Untersuchungen ist die Gefahr für Kinder und Jugendliche, in Armut oder an der Armutsschwelle leben zu müssen, seit 2013 sogar leicht gestiegen.

[…]

Armen Kindern werden schon früh Lebenschancen verbaut. Sie sind bei der Einschulung häufiger auffällig, was Motorik und Körperkoordination anbelangt, sie können sich schlechter konzentrieren als ihre Altersgenossen und sprechen schlechter Deutsch und können auch schlechter rechnen. Präventive Angebote erreichen sie kaum. Auch bei vielen Aktivitäten Gleichaltriger wie Sport im Verein oder musischer Bildung bleiben sie ausgeschlossen, weil ihre Eltern sich die Vereinsbeiträge nicht leisten können.

Daran ändere auch das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder im Hartz IV-Bezug wenig. Es ist nach Einschätzung des Verbandes überbürokratisiert und auch unzureichend. …“

Quelle / gesamter Artikel: NNZ online
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Thüringens neue Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder: „Es gibt noch viel zu tun“

Wir verweisen nachfolgend und ohne Bezugnahme auf die Vielzahl der männlichen Bedarfs- und Problemfelder auf den Newsletter des PARITÄTISCHEN Thüringen zum Amtsantritt der neuen Thüringer Gleichstellungsbeauftragten Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke):

„In Thüringen gibt es noch einen hohen gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf. Darauf wies die neue Gleichstellungsbeauftragte des Landes, Katrin Christ-Eisenwinder, nach ihrer Ernennung hin. Christ-Eisenwinder folgt auf Johanna Arenhövel, die im Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde. Sie verwies darauf, dass Frauen in Thüringen weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen. „Frauen sind seltener in Gremien, Aufsichtsräten oder Führungsetagen vertreten. Frauen sind diejenigen, die die Hauptlast der Familienpflichten übernehmen und somit den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen müssen.“ Hier müssten Fortschritte erzielt werden. Das sehe sie als ihre Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte an. Zu Beginn ihrer Tätigkeit möchte sie sich vordringlich der Überarbeitung des Thüringer Gleichstellungsgesetzes, der Entwicklung der Gendermedizin sowie der Überarbeitung des Maßnahmeplans gegen häusliche Gewalt widmen.“
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Redakteur sucht dringend Scheidungsverlierer aus Ostdeutschland

Wir hatte bereits am 14. August vom durch den ISUV e. V. veröffentlichten Medienaufruf berichtet, in dem auf das Gesuch eines MDR-Redakteurs nach Menschen hingewiesen wurde, die durch Scheidung in Ostdeutschland sehr viel verloren haben. Der Redakteur Cezary Bazydlo bat uns aufgrund der Dringlichkeit um erneute Veröffentlichung des Aufrufes, dem wir gerne nachkommen. Sollte für Sie diese Situation zutreffen und sollten Sie bereit sein, darüber im Rahmen einer TV-Reportage zu berichten, wenden Sie sich bitte kurzfristig unter 0341-300-4805 (Bürozeiten meist 10-18 Uhr), 0170 / 752 67 57 oder Cezary.Bazydlo[at]mdr.de an Herrn Bazydlo. Vielen Dank.
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ISUV e. V. sucht Scheidungsverlierer aus Ostdeutschland

„… Gesucht werden Menschen aus den östlichen Bundesländern mit zumindest einem der folgenden „Merkmale“: Vermögen und Immobilie verloren durch Scheidung? Wer bekommt keinen Unterhalt? Wer hat am Monatsende weniger als den Selbstbehalt? Vergleich der Familienbudgets: Dem Unterhaltsverpflichteten bleibt trotz Vollzeitarbeit nicht mehr als der Selbstbehalt – der Unterhaltsberechtigte hat mit Unterhalt erheblich mehr zur Verfügung?

Hintergrund und Konzept der Sendung:

In Zusammenarbeit mit dem polnischen Fernsehen bereitet der MDR eine Reportage-Serie vor, die das Leben in Deutschland und Polen vergleicht. In vier Folgen geht es um verschiedene Lebensbereiche, darunter das Thema Ehe / Familie / Scheidung. (mehr …)

„Thüringer sind gegen die Abschaffung des Landeserziehungsgeldes“

„… Ginge es nach den Befragten, würde das Landeserziehungsgeld nicht abgeschafft. Zugleich gibt es unter den fünf Kernthemen der Regierungskoalition die beste Bewertung für die Einführung eines beitragsfreien Kita-Jahres – und dies just in dem Moment, da die Grünen genau dieses Projekt infrage stellen (siehe unten). Die Thüringer hätten gerne beides: Landeserziehungsgeld und beitragsfreies Kita-Jahr – das zeigt die TLZ-Umfrage, die vom Erfurter Insa-Institut in den ersten Juli-Tagen durchgeführt wurde. …“

Quelle / gesamter Artikel: TLZ
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Verfassungsklage: Mann will Gleichstellungsbeauftragter werden

Im Februar 2013 debattierte der Thüringer Landtag auf Vorschlag der CDU hin die Besetzung des Gleichstellungsbeauftragten* auch durch Männer, im September 2013 wurde in Nordrhein-Westfalen die Klage eines Mannes auf diese Position abgewiesen, nunmehr liegt eine Klage in Sachsen-Anhalt vor:

„… Beim Landesverfassungsgericht ist eine ungewöhnliche Klage anhängig: Die Richter müssen über die Beschwerde eines Mannes verhandeln, der sich diskriminiert fühlt – er darf nicht Gleichstellungsbeauftragte werden. Der Kläger moniert, ihm werde wegen seiner „Geschlechtszugehörigkeit der Zugang zum öffentlichen Amt der Gleichstellungsbeauftragten versagt“. Dabei geht es konkret um einen Posten in einer Verbandsgemeinde im Kreis Mansfeld-Südharz.

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Pilotprojekt zur Ausspähung von Arbeitslosen und Kindergeldempfängern* startet

„Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will künftig eingehende Briefe und Papierakten von der Deutschen Post einscannen lassen. Die Digitalisierung soll Arbeitsprozesse in der Behörde vereinfachen und beschleunigen. Das Erwerbslosen Forum Deutschland sieht dagegen den Datenschutz außer Kraft gesetzt.

[…]

Das Projekt „Elektronische Akte“ (eAkte) soll vom 1. Oktober an zunächst in Sachsen-Anhalt und Thüringen erprobt werden, sagte BA- Vorstandsmitglied Raimund Becker. Nach seinen Worten geht es um 35 Millionen Akten der Arbeitslosenversicherung und der für das Kindergeld zuständigen Familienkassen. Speziell geschulte Mitarbeiter der Post in Halle und Berlin sollen die Briefe von Arbeitslosen öffnen, elektronisch erfassen und per Datenleitung an die Bundesagentur schicken. […] Das Projekt wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.

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