„Gewalt gegen Männer: wenn Frauen ihre Fäuste einsetzen“

Von den bekannt falschen Zahlendarstellungen abgesehen erkennt einmal mehr auch die „Zeit“ das Defizit an Versorgungsstrukturen für von partnerschaftlicher Gewalt betroffene Männer:

„“Männer haben keine Opfer-Identität“, sagt Waldmann. Sie fürchteten, „als Weichei“ stigmatisiert zu werden, wenn sie zugeben, dass sie von ihrer Frau geschlagen oder in anderer Weise drangsaliert werden.  

Kaum verlässliche Zahlen

Hinzu kommt aber auch: Spezielle Beratungsangebote für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, sind selten. Bundesweit kennt Waldmann nur fünf andere Beratungsstellen, die sich gezielt dieser Opfergruppe annehmen. 435 Frauenhäusern stünden nur drei Männerhäuser gegenüber. 

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„Mehr Hilfe für geschlagene Männer: Stuttgart will Tabu aufbrechen“

„… Mit einem Pilotprojekt will die Stadt Stuttgart nun aber Männer gegen Frauengewalt schützen und bundesweit das Tabu aufbrechen. Bei der Initiative „Gewaltschutz für Männer“ bekommen Männer Hilfe und Beratung, die von ihren Partnerinnen bedroht oder geschlagen werden. Auch drei Schutzwohnungen sollen eingerichtet werden, in denen Männer in Sicherheit gebracht werden können, kündigte Projektleiterin Ursula Matschke von der Stabsstelle für Chancengleichheit am Donnerstag an. Bundesweit gebe es bisher nur wenig Anlaufstellen für geschlagene Männer, hieß es. Zudem würden diese meist ehrenamtlich betreut. Stuttgart plane ein Angebot mit einem festen Beratungsteam. …“

Quelle / gesamter Artikel: Focus
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„Zum Familienrat statt vors Familiengericht“

„… Es gibt viele Krisen, in denen Familien stecken können. Mit einem ungewöhnlichen Angebot versucht das Jugendamt (Stuttgart, d. Verf.) den Betroffenen zu helfen, selbst zu Lösungen zu kommen: Es beruft Familienräte ein, die von Bürgern organisiert werden. Eltern, Großeltern, Kinder, Tanten, Onkel, Freunde und weitere Vertraute kommen im Idealfall zusammen, um einen Plan zu entwickeln.

„Es geht um eine gute Lösung für das Kind, das steht im Mittelpunkt und nicht das Vergangene“, erklärt Heike Hör vom Jugendamt, die das Angebot koordiniert. Je mehr Menschen dabei seien, desto mehr Ideen würden auch entwickelt. Der selbstverantwortliche Ansatz ist so erfolgreich, dass die Stadt den Familienrat nach einer vierjährigen Pilotphase im April ins Regelangebot überführt hat. Rund 140 Familienräte sind abgehalten worden. Einer früheren Evaluation zufolge beurteilten die Fachkräfte des Jugendamts den Familienrat in 90 Prozent der Fälle positiv. Auch 80 Prozent der Beteiligten würden ihn weiter empfehlen. …“

Quelle / gesamter Artikel: Stuttgarter Zeitung

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