„Schwangerschaftsabbruch betrifft auch Männer“

Ein weiterer Blick in die Schweiz:

„… Frauen sind komplett frei, ob sie dem möglichen Vater des gemeinsamen Kindes schon überhaupt nur von der Schwangerschaft erzählen mögen. Der Mann und seine Bedürfnisse spielen nicht einmal eine untergeordnete Rolle, sondern bleiben gänzlich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Obwohl er in die Entscheidung überhaupt nicht involviert werden muss, steht der Vater umgekehrt hundertprozentig, unausweichlich und lebenslänglich in der Verantwortung gegenüber dem Kind (und je nachdem auch der Frau).

Diese kulturell und rechtlich verankerte Unsichtbarkeit des Vaters trifft die engagierten Väter am stärksten und ist eine denkbar schlechte Voraussetzung, wenn wir Gleichstellung realisieren und die Erwerbs­kontinuität von Frauen ebenso wie das Betreuungsengagement von Männern zur gesellschaftlichen Selbst­verständlichkeit machen wollen (wie das die Bundesverfassung vorgibt).

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„Familiengericht soll über Trennungen entscheiden“

Ein Blick in die Schweiz:

Gehen Eltern getrennte Wege, sollen geschulte Richter über die Zukunft der Familie entscheiden. Dafür setzen sich Väterverbände ein – notfalls per Volksinitiative.

Väter- und Elternorganisationen aller Landesteile fordern, dass ein neues Gericht über Trennungen entscheidet. Sie treiben deshalb die Einführung eines sogenannten Familiengerichts voran, berichtet die «Schweiz am Sonntag». In den nächsten Wochen und Monaten will eine Taskforce das Familiengericht in die öffentliche Debatte einbringen – über die Medien oder mithilfe von Parlamentariern.

Erste Gespräche wurden bereits geführt. «Wir überlegen uns verschiedene Varianten», sagt Oliver Hunziker, Präsident des Dachverbands für gemeinsame Elternschaft, «auch eine Volksinitiative ist denkbar.» Dabei kämen nur Richter zum Einsatz, die speziell auf Familienrecht, Mediation und Psychologie geschult sind.

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„Männerzeitung“ startet als Printmagazin

Nachdem bereits im Januar 2015 das Onlinemagazin „Unrasiert“ sowie im Oktober als Printmagazin „Men´s Health Dad“ lanciert wurden, wird Anfang März 2016 die erste internationale deutschsprachige „Männerzeitung“ als Printmagazin auf den Markt kommen, an der nicht zuletzt der Präsident unserer Schweizer Partnerorganisation „Verein für elterliche Verantwortung“ Oliver Hunziker mitwirkt:

„Es ist soweit: die erste internationale deutschsprachige Männerzeitung ist im Druck und wird ab 1. März ausgeliefert. Im Schwerpunkt »Verletzlich und stark« geht es um die Kölner Sylvesternacht, um Co-Elternschaften, Callboys und deren Seele, um Treue, Beschneidung und die Frage der Würde. Darüber hinaus informieren gesonderte Länderteile über Aktuelles in Österreich, Deutschland und der Schweiz. …“

Quelle / gesamte Info: Männerwege.de
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„Väterrechte: Doppeltes Risiko“

Ein Blick in die Schweiz:

Keine Generation vor ihnen hat sich so intensiv um den Nachwuchs gekümmert wie die heutigen Väter. Dennoch sind sie den Müttern in der Familie noch lange nicht gleichgestellt.

Keine Generation vor ihnen hat sich so intensiv um den Nachwuchs gekümmert wie die heutigen Väter. Viele nehmen eine grössere Rolle im Familienalltag wahr und betreuen die Kinder mit. Es zeigt sich, dass auch Männer bei der Vereinbarkeit mit dem Beruf zunehmend in der Zwickmühle stecken.

[…]

Statt staatlicher Gleichstellungsprogramme, die auf Frauen ausgerichtet sind, wäre männliche Unterstützung vonnöten. Denn nur, wenn der Vater seiner berufstätigen Partnerin auch einmal den Rücken freihält, kann ein gleichgestelltes Familienmodell gelingen. Der Einsatz der Männer ist hoch. Einerseits verzögert sich ihr berufliches Weiterkommen wegen des häuslichen Engagements, andererseits hört die familiäre Gleichberechtigung in der Regel bei einem Scheitern der elterlichen Liebesbeziehung auf. Auch Vätern mit hohen Anteilen an der Kinderbetreuung wird im Streitfall meist die Obhut entzogen und der Mutter zugeteilt.

An dieser richterlichen Praxis hat sich trotz neuen gesetzlichen Grundlagen, die eine gemeinsame Obhut auch gegen den Willen des anderen Elternteils erlauben würden, nicht viel geändert. Nicht selten werden Männer zu Zahlvätern mit minimalem Besuchsrecht degradiert. …“

Quelle / gesamter Artikel: Neue Zürcher Zeitung
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„«Das Fehlen einer Papi-Zeit ist beschämend»“

Ein Blick in die Schweiz:

Markus Theunert plant eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub. Im Interview kritisiert er die heutige Familienpolitik.

[…]

Nun lanciert Männer.ch zusammen mit anderen Organisationen eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub (siehe Box). Was erhoffen Sie sich davon?
Es wäre nicht nur eine unverzichtbare finanzielle Unterstützung für die junge Familie, sondern ein Signal an alle: Der Vater ist heute im Leben des Kindes selbstverständlich von Anfang an dabei. Die Gesellschaft gibt ihm Zeit – erwartet aber auch, dass er diese nutzt, um sich Kompetenzen anzueignen und seine Frau zu unterstützen. In einer leistungsorientierten Gesellschaft ist es wichtig, auch Beziehungs- und Betreuungsarbeit zu würdigen und zu fördern.

Die zuständige Nationalratskommission lehnte am Freitag einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub mit der Begründung ab, die Familiengründung sei «eine private Angelegenheit», in die sich «der Staat nicht einzumischen habe».
Das ist ein Scheinargument. Der Staat kann sich gar nicht aus dem Privatleben der Menschen heraushalten. Mit dem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub schafft er heute Anreize, dass die Frau zu Hause bleibt. Der Kampf gegen den Vaterschaftsurlaub ist rein ideologisch motiviert: Man will nicht, dass sich Männer und Frauen die Hausarbeit 50:50 teilen, getraut sich aber nicht, das zu sagen. Deshalb kommt man mit diesem verstaubten Argument. …“
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„Wie zwei Paare den Hass besiegt haben“

Ein Blick in die Schweiz:

„… Yve Köchli hat selber eine Scheidung hinter sich. Die 47-jährige Mutter von zwei Söhnen war als Eventmanagerin in der Kommunikationsbranche tätig. Vor vier Jahren stiess sie auf eine Anzeige der Vereinigung für gemeinsame Elternschaft (Gecobi), die eine neue Ausbildung zur Trennungsberaterin anbot. «Das war genau das, was ich gebraucht hätte bei meiner eigenen Trennung: jemanden, der über alle rechtlichen Dinge Bescheid weiss und einen zugleich auf der menschlichen Ebene unterstützt.»

Seit zwei Jahren tut Köchli nun genau das und berät Paare vor, während oder nach der Trennung. Ein Hauptziel dabei: Konflikte vernünftig austragen, Rosenkriege vermeiden. «Hauptsächlich bin ich Dolmetscherin», sagt sie. Meist hapere es nämlich mit der Kommunikation: «Frauen haben die Tendenz, nicht das zu sagen, was sie effektiv meinen. Sie erwarten aber, dass der Mann sie versteht, was dann eben meistens nicht der Fall ist.» So reden Männlein und Weiblein stundenlang aneinander vorbei. Er droht, den Geldhahn zuzudrehen, sie unterläuft das Kinder-Besuchsrecht, ein Machtmittel gegen das andere.

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„«Bei der Kinderbetreuung ist die Schweiz ein Entwicklungsland»“

Ein Blick in die Schweiz:

„… Wir haben ein grundsätzliches Problem in unserer Gesellschaft: Vor 150 Jahren war die Kindererziehung noch Aufgabe der Gross­familien mit starkem Zusammenhalt. Im Zuge der Industrialisierung haben sich diese Gemeinschaften immer mehr ­aufgelöst, die Gemeinden mussten mehr Verantwortung übernehmen. So sind die Sozialämter entstanden. Diese Behördenmitglieder haben die Bewohner noch gekannt. Heute leben wir in Kleinfamilien. Diese Entwicklung hat die Sozialämter überfordert, deshalb wurden die Vormundschaftsbehörden professionalisiert. Die Folge davon ist, dass das Verhältnis zwischen Bürger und Behörde anonym geworden ist. Heute fehlt weitgehend die Vertrauensbasis.

Welche Form der Zuständigkeit wäre ideal?
Wir suchen noch Lösungen. Man versucht beispielsweise so zu bauen, dass wieder Gemeinschaften entstehen können. In Winterthur gibt es einen Versuch auf einem früheren Sulzer-Areal.

Die Kesb wurde geschaffen, weil die Nähe zu Problemen führte. Ein Knabe starb, weil die Behörden den Vater zu gut kannten.
Bei aller Kritik an diesem Fall – man ­vergisst, dass diese Nähe in vielen Fällen ein enormer Vorteil war. Die früheren Behörden haben über die Lebenssituation der Familien besser Bescheid gewusst als eine anonyme Kesb. Ein Vertrauensverhältnis ist die Grundbedingung einer einvernehmlichen Lösung. Man kann nicht über Leute verfügen, ­denen das Vertrauen in die Institution fehlt.

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„Europarat für alternierende Obhut“

Von unserer Schweizer Partnerinitiative „Verein für elterliche Verantwortung“ kommt die Meldung, dass der Europarat auf Antrag der Luxemburgischen Abgeordneten Françoise Hetto-Gaasch eine Resolution zur alternierenden Obhut (Paritätisches Wechselmodell) verabschiedet hat. Die Petition liegt derzeit nur in Englisch vor, zum Artikel geht es hier entlang.
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„Banken entdecken ihr Herz für Väter“

Ein Blick in die Schweiz:

„… Das Freinehmen für das Neugeborene bleibt für sie ein teurer Luxus. Nun aber kommt Bewegung in die Debatte – dank Banken wie der Credit Suisse. Sie offeriert allen US-Angestellten einen bezahlten Elternurlaub von 20 Wochen. Sie finanziert auch das Kindermädchen auf Geschäftsreisen und holt die Jungväter zur «Erziehungsberatung» ab.

Werben um die Millennials

Ganz freiwillig hat die Bank ihre Grosszügigkeit nicht entdeckt. Es ist die Konkurrenz unter den Wallstreet-Banken einerseits und zwischen der Finanzindustrie und Internetfirmen wie Google oder Facebook anderseits, die zum Umdenken zwingt. «Wir wollen konkurrenzfähiger sein und passen deshalb unsere Politik an», erklärt Elizabeth Donnelly, die zuständige Personalmanagerin der Credit Suisse in den USA. «Wir sehen, was Google und andere Technologiefirmen unternehmen, um die gleichen Talente zu gewinnen, die auch wir anstellen wollen.»

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„Vaterschaftsurlaub: Die gefährliche Utopie von der Papi-Zeit“

Ein Blick in die Schweiz:

„.. Mit ein bisschen Schnuppern kann man sich den Stallgeruch nicht einverleiben. Weder im Kinder- noch im Sitzungszimmer. Oder anders gesagt: Ein vierzehntägiger Wickelurlaub verwandelt einen Mann so wenig in einen engagierten Teilzeitvater, wie ein Mentoring aus einer engagierten Teilzeitfrau eine Chefin macht.

[…]

Wer es wirklich ernst meint mit der Aufbrechung der Geschlechterrollen, muss aufhören, Erziehungsaufgaben als Papi-Zeit zu verniedlichen, und die politischen Steuerungsmassnahmen geschlechtsneutral betrachten. Wer es wirklich ernst meint mit der Gleichstellung, der muss auch bereit sein, den mühsam erkämpften Mutterschaftsurlaub, wie er heute besteht, zur Diskussion zu stellen. Denn konservative Kräfte argumentieren zu Recht, dass es keine staatliche Aufgabe ist, den Vätern die Zeit für den Aufbau einer tieferen Bindung zu ihren Kindern zu finanzieren. Und Väter wiederum klagen zu Recht, dass sie in Sachen Babyurlaub diskriminiert werden: Juristisch zu rechtfertigen ist nur der Ersatz für den Erwerbsausfall der Frau in den ersten acht Wochen nach der Niederkunft, für die ein Arbeitsverbot besteht. …“

Quelle / gesamter Artikel: Neue Zürcher Zeitung
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