OLG Saarbrücken: Kindeswohl-Entscheidung wegen Intrigen

„Das Sorgerecht kann bei fehlender Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern auf einen Elternteil allein übertragen werden, wenn dies auch künftig zu erwarten ist und zu einer Belastung des Kindes führt. In diesem Fall hat die Mutter heimlich per SMS gegen den Vater intrigiert.

Der Sachverhalt

Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, bekam ein Vater Probleme, seine Tochter nach der Trennung von der Mutter regelmäßig zu sehen. In mehreren gerichtlichen Sorge- und Umgangsrechtsverfahren verschlechterte sich das ohnehin belastete Verhältnis der Eltern zunehmend.

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Gutachterin muss 50.000 Euro Schmerzensgeld zahlen

Wir verweisen auf ein interessantes Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 29. 01. 2015. Ein Vater war aufgrund eines fehlerhaften Gutachtens zu Unrecht wegen mehrfachem sexuellen Mißbrauch verurteilt worden, verlor Arbeit, Dienstbezüge, Pensionsansprüche und persönliches Ansehen, und war genötigt, durch mehrere Instanzen zu klagen:

„LG Saarbrücken Urteil vom 29.1.2015, 3 O 295/13

Tenor

I. Die materiellen Ansprüche des Klägers gegen die Beklagte auf Grund eines fehlerhaften Gutachtens der Beklagten in der Frage der Glaubwürdigkeit der … und der daraus folgenden rechtswidrigen Inhaftierung des Klägers wegen des sexuellen Missbrauchs zu Lasten der … werden dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt.

II. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger ein angemessenes Schmerzensgeld in Höhe von 50.000,00 Euro nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz des BGB ab dem 15.05.2014 zu zahlen, im Übrigen wird der Klageantrag zu 2) betreffend des Schmerzensgeldes abgewiesen.

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„Kindeswohl durch Befragung des Kindes feststellbar“

Ein Sachverständigengutachten ist aber dann nicht notwendig, wenn das Gericht das Kindeswohl auch durch Befragung des Verfahrensbeistandes und des Kindes feststellen kann. So hat das Oberlandesgericht Saarbrücken einem Vater nach Anhörung des Kindes das alleinige Sorgerecht übertragen (AZ: 6 UF 48/13). …“

Quelle / gesamter Artikel: DeutscheAnwaltauskunft | Magazin
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