Leserbrief zu „Wenn Frauen zuschlagen“

Die aktuelle Ausgabe der „Psychologie heute“ veröffentlicht in Reaktion auf ihren von uns am 12. 09. 2015 erwähnten Artikel „Wenn Frauen zuschlagen“ den Leserbrief der Fachleiterin des „FrauenTherapieZentrum München e. V.“ Marion Kolb:

„Ein gelungener Artikel, der das Thema weibliche Aggression und Gewalt vielschichtig beleuchtet. Die Beschäftigung mit dem Thema Gewalt von Frauen, speziell in Beziehungen, scheint wie ein Tabubruch gegenüber der gesellschaftlichen Sichtweise, dass Frauen vorwiegend mütterlich, fürsorglich und selbstaufopfernd sind. Die Enttabuisierung ist ein wichtiger Beitrag, um sowohl Täterinnen als auch männlichen Opfern den Weg zu erleichtern, sich zu öffnen und Unterstützung zu suchen. Es gab viel Jahre bundesweit nur vereinzelt Anlaufstellen für Täterinnen. Als fachliche Leiterin einer Münchner Frauenberatungsstelle ist es mir ein Anliegen, mitzuteilen, dass wir zum Jahresbeginn 2014 unter der Trägerschaft des „FrauenTherapieZentrums München e. V.“ eine neue Beratungsstelle für Täterinnen in München etablieren konnten. „violenTia“ bietet Beratung und Gruppen für Frauen, die sich in ihrer Partnerschaft gewalttätig und missbräuchlich verhalten. Es werden heterosexuell, bisexuell oder lesbisch lebende Frauen und Transpersonen begleitet und beraten. Die Beratungsstelle ist eng mit diversen „Opferberatungsstellen“, Gewaltpräventionsprojekten, dem Münchner Unterstützungsmodell gegen häusliche Gewalt und dem Opferschutzkommissariat der Münchner Polizei vernetzt. Die Kolleginnen von violenTia sind unter 089 / 529 31 744 zu erreichen, mehr Informationen erhalten sie über: http://ftz-muenchen.de/einrichtungen/frauentherapiezentrum4

Quelle: Psychologie heute / Januar 2016
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„Jugendamt München: Stadt treibt Hilfsorganisation in die Insolvenz“

„… Die Situation ist bizarr: In zwei Instanzen ist das Stadtjugendamt vor Gericht wegen seines rechtswidrigen Vorgehens gegen einen renommierten, großen Münchner Jugendhilfeträger unterlegen. Und obwohl nach einer Überprüfung vor 20 Monaten bis heute nicht nachgewiesen ist, dass die Anschuldigungen eines Ex-Mitarbeiters zutreffen, mehr Personal abgerechnet zu haben als tatsächlich vorhanden, droht der Jugendhilfeorganisation „Neue Wege“ nun die Insolvenz.

Die Stadt hält 1,5 Millionen Euro zurück

Zwar hat erst das Verwaltungsgericht und auf die Beschwerde des Jugendamtes hin dann auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) im September ganz klar untersagt, von dem im Mai verhängten Belegungsstopp für die Jugendhilfeangebote von Neue Wege Gebrauch zu machen. Aber seit Ende Juli bezahlt das Jugendamt auch keine Rechnungen mehr. Rund 1,5 Millionen Euro stehen laut Neue Wege aus. Zumindest 300 000 Euro seien nötig, um eine Insolvenz abzuwenden. Sie träfe die 120 Mitarbeiter, aber auch die mehr als 300 Jugendlichen hart, die wegen unterschiedlichster Probleme Hilfe brauchen.

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Terminhinweis 06. 10. 2015 München: Pressegespräch des Trennungsväter e. V.

„Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und der Schauspieler Mathieu Carriere sind prominente Vertreter von Millionen von Männern, die ein Schicksal teilen: Sie zahlen Unterhalt für ihre Kinder, ohne mit ihnen zu leben. Bundesweit kommen jedes Jahr rund 200.000 Kinder dazu, die von der Trennung ihrer Eltern betroffen sind.

Etwa die Hälfte der betroffenen Kinder hat schon kurze Zeit nach der Trennung einen sehr seltenen oder gar keinen Kontakt mehr zum Vater, weil sie systematisch ferngehalten und dämonisiert werden. In rund 90 Prozent der Trennungen werden die Kinder der Mutter vom Gericht zugesprochen.

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„Psychische Entwicklung von Scheidungskindern“

„Bis dass der Tod uns scheidet…“ gilt schon lange nicht mehr als allein denkbares Ende einer Beziehung. In Deutschland geht etwa jede dritte Ehe in die Brüche, was besonders für die Kinder aus diesen Beziehungen weit reichende Folgen hat.

Die gesamte Lebenssituation der Kinder verändert sich dramatisch. Sie müssen nicht nur die Trennung der Eltern verkraften, sondern in der Folgezeit oft auch mit neuen Partnern ihrer Eltern zurechtkommen. Wohnungs- und Schulwechsel, materielle Einschränkungen, Besuchsregelungen und vieles mehr müssen sie verkraften. Damit einhergehen Wut, Trauer, Scham, Angst und Schuldgefühle.

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„Warum die Ex-Justizministerin für fairere Gerichte demonstriert“

„… Eine ehemalige Bundesjustiziministerin auf einer justizkritischen Demonstration: Ist das nicht ein Widerspruch?

Nein. Ich habe auch als amtierende Ministerin immer viele Anregungen ernstgenommen, die von den Bürgern kamen oder auf Missstände hingewiesen haben. Deshalb habe ich als Ministerin geändert, dass Angeklagte in zweiter Instanz jetzt bessere Möglichkeiten haben, sich zu wehren.

[…]

Ist Horst Glanzer ein tragischer Einzelfall – oder sind Justizirrtümer doch weiter verbreitet? 

Ich glaube, es gibt doch mehr Opfer durch Justizverfahren, als man meint. Umfangreiche Statistiken gibt es dazu aber nicht. Wenn Sie an den Fall Mollath denken, auch daran, wer unschuldig im Gefängnis oder in psychiatrischen Anstalten saß: Wir müssen ständig versuchen, unser Justizsystem zu verbessern. Das ist aller Mühen wert. …“

Quelle / gesamter Artikel: Merkur.de
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„Arzt wegen Ferngutachten verurteilt“

„Das Landgericht München I hat einen Mediziner 5.000 Euro Geldbuße auferlegt, weil er einem Mann in einem Gutachten ein „krankhaftes“ und aggressives Verhalten attestierte, ohne diesen überhaupt gesehen zu haben. Die Grundlage für diese „Diagnose“ stammte von der Ehefrau des Mannes, die das Gutachten im Streit um das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder benutzte. …“

Quelle / gesamter Artikel: Telepolis
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„Psychohistorische Studie: Schwache und autoritäre Väter deformieren ihre Söhne „

Vater und Sohn: Das Gewissen wird wesentlich von der Vater-Beziehung geprägt. „Im Sohn baut es ein Bild auf, das über die historische Generationenfolge weitergegeben wird. Dabei können die Auswirkungen bei einem schwachen oder abwesenden Vater ebenso fatal sein wie bei einem übermäßig autoritären und/oder repressiven Vater.“ Der Psychosomatiker Professor Dr. Rudolf Klußmann (München) hat diese häufig vernachlässigte Problematik regelmäßig beobachtet und analysiert. In seiner psychohistorischen Studie „VäterSöhne“ veranschaulicht er sie anhand von Entwicklungen in großen Herrscherfamilien – Hohenzollern, Tudors und Habsburger.
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Kindheitstraumata können Erbgut verändern

Kindheitstraumata führen verstärkt zu späteren psychischen Problemen und Auffälligkeiten. Ein internationales Forscherteam um Elisabeth Binder vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie veröffentlichte nun nach vorangegangener Befragung von 2000 afroamerikanischen Traumaopfern unlängst eine Studie, die den Nachweis erbringt, dass schwere traumatische Erfahrungen auch das Erbgut verändern und zur falschen Regulierung im Stresshormonsystem führen können. Den „Spiegel“-Artikel zur Studie entnehmen Sie bitte diesem Link.