Antrag der Die LINKE MV aus 2013 zu Schutzangeboten für männliche Betroffene häuslicher und sexualisierter Gewalt

Bereits im Jahr 2013 beantragte die Fraktion der Mecklenburg-Vorpommerschen Die LINKE beim dortigen Landtag eine Verbesserung von Schutz und Hilfen für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt (der Erkenntnis- und Handlungsstand der Thüringer rot-rot-grünen Regierung unter dem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die LINKE) lässt sich in zusammen gefasster Form hier entnehmen):

„Der Landtag möge beschließen:

I. der Landtag stellt fest, dass Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt umfassende Beratung und Unterstützung sowie einen unmittelbaren und uneingeschränkten Zugang zu den Schutz- und Hilfeeinrichtungen benötigen. Deshalb ist es dringend erforderlich, bestehende Versorgungslücken innerhalb der Hilfestrukturen zu schließen und die Rahmenbedingungen sowie die finanzielle und personelle Ausstattung der Schutz- und Hilfeeinrichtungen für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu verbessern.

II. die Landesregierung wird aufgefordert,

1. das Hilfesystem für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt kontinuierlich weiterzuentwickeln, insbesondere:

a) dafür zu sorgen, dass die personelle Ausstattung in den Schutz- und Hilfeeinrichtungen verbessert wird, damit eine umfangreiche fachliche und qualitative Betreuung sichergestellt werden kann und die erforderlichen zielgruppengerechten Angebote bereitgestellt werden können …“

Quelle / gesamter Antrag: Fraktion Die LINKE / Landtag Mecklenburg-Vorpommern
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„Trennungskinder: Eine Woche Mama, eine Woche Papa“

„Die Kinder leben bei der Mutter und sehen den Vater an jedem zweiten Wochenende – so oder so ähnlich läuft es in Deutschland immer noch in den meisten Fällen ab, wenn die Eltern sich trennen. In den letzten Jahren hat jedoch auch hierzulande der Wunsch nach gemeinsamer Erziehung der Kinder zugenommen. Eine Woche Mama, eine Woche Papa: Das sogenannte Wechselmodell bedeutet, dass die Kinder im Idealfall zu je 50 Prozent bei beiden Elternteilen wohnen und nicht nur bei einer Hauptbezugsperson.

Während diese Möglichkeit in anderen Ländern wie Frankreich, Schweden oder den USA bereits als gesetzlich verankertes Regelungsmodell praktiziert wird, wird sie in Deutschland immer noch heftig und hochemotional diskutiert …

[…]

Bislang würden deutschlandweit knapp fünf Prozent aller Trennungskinder nach dem Modell leben, so die Münchner Wissenschaftlerin Prof. Sabine Walper. Tatsache ist jedoch: „Immer häufiger kommen Trennungspaare zu uns, bei denen die Elternteile gleichermaßen für die Kinder da sein wollen“, wie Klaus Schmidt vom Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern aus der Beratungspraxis weiß. Der Grund: Immer mehr Väter engagieren sich familiär und möchten das auch nach einer Trennung oder Scheidung aufrechterhalten. …“

Quelle / gesamter Artikel: Schweriner Volkszeitung
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Redakteur sucht dringend Scheidungsverlierer aus Ostdeutschland

Wir hatte bereits am 14. August vom durch den ISUV e. V. veröffentlichten Medienaufruf berichtet, in dem auf das Gesuch eines MDR-Redakteurs nach Menschen hingewiesen wurde, die durch Scheidung in Ostdeutschland sehr viel verloren haben. Der Redakteur Cezary Bazydlo bat uns aufgrund der Dringlichkeit um erneute Veröffentlichung des Aufrufes, dem wir gerne nachkommen. Sollte für Sie diese Situation zutreffen und sollten Sie bereit sein, darüber im Rahmen einer TV-Reportage zu berichten, wenden Sie sich bitte kurzfristig unter 0341-300-4805 (Bürozeiten meist 10-18 Uhr), 0170 / 752 67 57 oder Cezary.Bazydlo[at]mdr.de an Herrn Bazydlo. Vielen Dank.
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ISUV e. V. sucht Scheidungsverlierer aus Ostdeutschland

„… Gesucht werden Menschen aus den östlichen Bundesländern mit zumindest einem der folgenden „Merkmale“: Vermögen und Immobilie verloren durch Scheidung? Wer bekommt keinen Unterhalt? Wer hat am Monatsende weniger als den Selbstbehalt? Vergleich der Familienbudgets: Dem Unterhaltsverpflichteten bleibt trotz Vollzeitarbeit nicht mehr als der Selbstbehalt – der Unterhaltsberechtigte hat mit Unterhalt erheblich mehr zur Verfügung?

Hintergrund und Konzept der Sendung:

In Zusammenarbeit mit dem polnischen Fernsehen bereitet der MDR eine Reportage-Serie vor, die das Leben in Deutschland und Polen vergleicht. In vier Folgen geht es um verschiedene Lebensbereiche, darunter das Thema Ehe / Familie / Scheidung. (mehr …)

„Warum der Streit um Kinder oft eskaliert“

Udo Michaelis, Richter am Amtsgericht Demmin, spricht seit über 20 Jahren Recht in familiären Angelegenheiten. Mit uns spricht er über schwierige Entscheidungen, Spielzeugautos und sein Bauchgefühl.  

[…]

Wie viele Fälle verhandeln Sie pro Woche?

Es ist unterschiedlich. In manchen Wochen kümmere ich mich nur um Verwaltungssachen. In anderen verhandle ich fünf, sechs Fälle. Tendenziell hat die Zahl der Sorgerechtsstreitigkeiten zugenommen. Es ist egal, ob die Eltern Akademiker sind oder aus bildungsfernen Schichten stammen, vor Gericht wird dann vehement gestritten.

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Erfahrungen, Zumutungen und Desillusionierungen als Proberichter

Nachfolgend verlinken wir den sehr interessanten, in der Zeitschrift „Betrifft Justiz“ für Richter und Staatsanwälte* erschienenen Erfahrungsbericht eines in Mecklenburg-Vorpommern fünf Jahre auf Probe tätigen Richters, der tiefe Einblicke in das Arbeitsklima hinsichtlich Überlastung und Verschleiß sowie engen Handlungsspielräumen und teilweiser Fachferne gewährt:

„… Für ein effizientes als gut empfundenes Arbeiten ist nämlich ein gewisser Anteil an Routine unerlässlich. Routine entlastet, schafft Raum für Muße und schöpferische Leistungen, reduziert die Fehlerquote und macht hier und da im Ergebnis entscheidende Unterschiede. Die nahezu völlige Abwesenheit von Konstanz für die Dauer von sechs Jahren verursacht dagegen Disstress und Entfremdung. Belastend ist es auch, nicht den eigenen Fähigkeiten entsprechend zu arbeiten. Niemand pfuscht gern. Ein zufriedenstellendes Arbeiten ist als »Durchlauferhitzer« aber schwierig zu erreichen.

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