Marburger Forscher fordern: UN sollte sich von Verengung auf Frauenrechte lösen

„… Thorsten Bonacker, Judith von Heusinger und Dr. Kerstin Zimmer zeigen in ihrer Studie, dass das globale Politikfeld der reproduktiven Gesundheit in den letzten zwanzig Jahren zunehmend auf Frauenrechte fokussiert worden ist. Die Rechte anderer Gruppen treten demgegenüber in den Hintergrund.

Dies habe zur Folge, dass entwicklungspolitische Maßnahmen in erster Linie die Gesundheit von Müttern und deren Kindern in den Fokus nähmen.  „Infolgedessen wird Frauen die Verantwortung übertragen, für sich selbst und die Gesundheit ihrer Sexualpartner und Kinder zu sorgen“, konstatieren Bonacker und seine Mitverfasserinnen. „Sie alleine stehen in der Pflicht, zu verhüten und sich vor Krankheiten zu schützen.“ Andere Bereiche reproduktiver Gesundheit, wie etwa Geschlechtskrankheiten, Männergesundheit und Bedürfnisse anderer Gruppen treten in den Hintergrund.

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