Terminhinweis 19. 11. 2015 Heidelberg: Podiumsdiskussion „Wieviel Eltern braucht ein Kind?“

„Eine Woche Mama – eine Woche Papa: Das sogenannte „Wechselmodell“ ist in der aktuellen Diskussion. Können und sollen Kinder nach der Trennung der Eltern bei beiden ihren Lebensmittelpunkt haben? Welche Voraussetzungen sind erforderlich? Was bedeutet das Modell für Kind und Eltern? Was sind die rechtlichen Konsequenzen? Eine Podiumsdiskussion dazu findet am Donnerstag, 19. November 2015, um 17 Uhr im Foyer des Justizzentrums Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 15, statt. Veranstalter ist der Arbeitskreis „Elternkonsens“, in dem das Land Baden-Württemberg, die Stadt Heidelberg, der Rhein-Neckar-Kreis und der Anwaltsverein Heidelberg vertreten sind. Auf dem Podium diskutieren

  •  Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf, Professorin für Familienrecht/ Kinder- u. Jugendhilferecht, Evangelische Hochschule Nürnberg
  • Dr. Katharina Behrend, Diplompsychologin, Systemisch-lösungsorientierte Sachverständige (FSLS), Lemgo

(mehr …)

„Wechselmodell gegen den Willen eines Elternteils“

„Es ist eine verbreitete Auffassung, dass ein Wechselmodell nur dann zwischen den Eltern vereinbart werden kann, wenn Vater und Mutter das beide wollen. Eine Anordnung gegen den Willen eines Elternteils sei nicht möglich. Diese Sichtweise verändert sich. So hat das Amtsgericht Heidelberg auch gegen den Willen der Mutter ein Wechselmodell angeordnet.

Wenn es dem Kindeswohl am besten entspricht, kann das Wechselmodell auch gegen den Willen der Mutter angeordnet werden. Die Voraussetzungen für ein Wechselmodell müssen allerdings vorliegen, und das Modell muss dem Kindeswohl am besten entsprechen. Einigkeit der Eltern darüber ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Für das Wechselmodell spricht, wenn es vorher bereits gelebt wurde, so die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Wechsel vom Wechselmodell zum Residenzmodell?

(mehr …)