„OLG: Vater ohne Umgangsrecht kann Auskunft über Kind verlangen“

„… Auch wenn ein getrennt lebender Vater wegen seines Verhaltens kein Umgangsrecht mit seiner Tochter zugesprochen bekommen hat, kann er von der Mutter regelmäßig Auskunft über die Entwicklung des Kindes verlangen. Solch eine Auskunft widerspreche nicht dem Kindeswohl und müsse von der Mutter schließlich auch nicht durch einen persönlichen Kontakt erteilt werden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem am Donnerstag, 25. Februar 2016, bekanntgegebenen Beschluss (Az.: 2 WF 191/15). …“

Quelle / gesamter Artikel: Heilpraxisnet
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„Rufmord kann verdammt teuer werden“

Eine hohe Zahl der Trennungseltern, die unsere Hilfe suchen, erzählen uns vom Ausgrenzungsargument des vermeintlichen Kindesmißbrauchs. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf nachfolgendes Urteil:

In einem Verfahren über nachehelichen Unterhalt behauptete eine Ehefrau, ihr Mann habe eine der gemeinsamen Töchter sexuell missbraucht. Eine Lüge, wie sich später herausstellte – doch die Frau wiederholte diesen schweren Vorwurf über Jahre hinweg!

Dass der Fall ein gerichtliches Nachspiel haben würde, darauf war die Frau sicher vorbereitet gewesen. Mit dem Ausgang des Verfahrens vor dem Oberlandesgericht Hamm dagegen aber sicher nicht! Sie verlor nämlich jeden Anspruch auf nachehelichen Unterhalt gegenüber ihrem Ex-Mann, und das waren immerhin 1500.- € pro Monat.

[…]

In dessen Beschluss heißt es sinngemäß: Der Unterhaltsanspruch der Ehefrau ist verwirkt. Denn wer über Jahre wiederholt zu Unrecht solche Unterstellungen in die Welt setzt, begeht ein schwerwiegendes Fehlverhalten.

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OLG Hamm gibt väterlicher Unterhaltsbeschwerde statt

Das OLG Hamm gab unlängst der Verfahrensbeschwerde eines Vaters gegen einen Beschluß über Kindesunterhalt statt, welchen der Familienrichter des Amtsgerichts Lünen im sogenannten „vereinfachten Verfahren“ auf Antrag des Jugendamts als Unterhaltsbeistand auf Antrag der Mutter gegen ihn erließ. Das OLG Hamm gab dem VATER nicht nur Verfahrenskostenhilfe, sondern wies auch noch den Antrag auf Kindesunterhalt zurück und legte der – durch die Mutter und das Jugendamt vertretenen – Tochter des Vaters die vollen gerichtlichen  und außergerichtlichen Kosten des Rechtsstreits auf:

„… Die Kindesmutter hat beim Jugendamt C einen Antrag auf Beistandschaft für die Geltendmachung von Kindesunterhalt gegen den Antragsgegner gestellt.

Mit Antrag vom 10.07.2013 hat das Jugendamt C als Beistand der Antragstellerin beim Amtsgericht Lünen den Kindesunterhalt im vereinfachten Verfahren geltend gemacht.

Durch Beschluss vom 11.12.2013 hat das Amtsgericht Lünen den Kindesunterhalt gegen den Antragsgegner im vereinfachten Verfahren antragsgemäß festgesetzt.

Gegen diesen Beschluss wendet sich der Antragsgegner mit seiner Beschwerde.

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OLG Hamm: Begleitperson bei gutachterlicher Untersuchung zulässig

Das OLG Hamm entschied unlängst, dass Personen die einer Begutachtung Folge leisten müssen, eine Begleitperson mitnehmen dürfen:

„Trotz schikanösem Verhalten – Samenspender hat Elternrechte am Kind“

„Eine Samenspende kann erhebliche rechtliche Konsequenzen haben: Zum einen bestehen Unterhaltsverpflichtungen des Samenspenders gegenüber Mutter und Kind, zum anderen hat der Samenspender ein Umgangsrecht und ein Auskunftsrecht über die Entwicklung des Kindes. Doch im Einzelfall kann dies strittig und schwierig werden. …“

Quelle / gesamter Artikel: Haufe
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Studie der FernUniversität Hagen: gravierende Fehler bei der Erstellung rechtspsychologischer Gutachten

„„Erhebliche handwerkliche Fehler“ bei der Erstellung rechtspsychologischer Gutachten haben Prof. Dr. Christel Salewski und Prof. Dr. Stefan Stürmer vom Institut für Psychologie der FernUniversität in Hagen festgestellt, als sie jetzt in einer Studie 116 Gutachten aus den Jahren 2010 und 2011 im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm untersuchten. Insbesondere fanden sie zahlreiche mangelnde psychologische Fundierungen des gutachterlichen Vorgehens und den Einsatz fragwürdiger Diagnoseinstrumente: „Tatsächlich erfüllt nur eine Minderheit der Gutachten die fachlich geforderten Qualitätsstandards“, so Prof. Salewski. Ein Zusammenhang zwischen rechtspsychologischer Fachausbildung und Qualität der Gutachten liegt für beide Wissenschaftler nahe.

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