Vergewaltigungsvorwurf für Sorgerechtsvorteil: Freispruch

Anbei ein Fall von institutionalisierter Falschbeschuldigung, der kaum noch angemessen kommentiert werden kann:

„… „Ich schlage keine Frauen und misshandle keine Kinder“, sagt der 46-jährige Angeklagte beim Prozess am Landgericht Gera und fügt gleich an: „Der Grund für die Anzeige ist ein Sorgerechtsstreit.“
Die Staatsanwaltschaft Gera hatte ihn angeklagt, weil er in den Jahren 2006 bis 2011 zwei Stieftöchter seiner damaligen Lebensgefährtin in Neustadt/Orla missbraucht haben soll. Das eine Mädchen habe er mehrfach vergewaltigt und gedroht, die „kleineren Geschwister in eine Leipziger Kiesgrube zu bringen, falls sie jemand etwas sagt“. Das andere Kind sei zumindest einmal schwer sexuell missbraucht worden, heißt es in der Anklageschrift.
In der Verhandlung bestreitet der Angeklagte vehement die ihm vorgeworfenen Taten. Sieben Jahre habe er mit der Mutter und deren Kindern unter beengten Verhältnissen zusammengelebt. Nach seinem Auszug habe er den Umgang mit der gemeinsamen Tochter vor Gericht beantragt. Zwei Tage vor der Verhandlung ging die Anzeige wegen sexueller Übergriffe eingegangen. …“

Quelle / gesamter Artikel: OTZ
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

„Diagnose Kindeswohlgefährdung: Gera erhält eine Expertengruppe“

„Diagnose: Kindeswohlgefährdung“ – solch einen Befund prüfen künftig Kinderärzte, Unfallchirurgen, Gynäkologen, Psychologen und Krankenschwestern am SRH Wald-Klinikum Gera noch genauer. Am Mittwoch stellt sich dort die 15-köpfige Kinderschutzgruppe Partnern des Kinder- und Jugendschutzes, Lehrern und Erziehern vor.

Ins Leben gerufen hat diese Gruppe Lutz Hempel, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in enger Zusammenarbeit mit Hans-Peter“Kinzl, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin Gera/Zwickau. Lutz Hempel geht davon aus, „dass etwa jedes zehnte Kind im Alter bis 18 Jahre einmal körperliche, sexuelle oder emotionale Gewalt erfährt.“ Kindesmisshandlung sei leider nicht selten, werde jedoch häufig nicht als solche erkannt.

(mehr …)

Jugendamt Regensburg: Nachdruck ist besser

Wie gestern von einem Geraer Vater (dessen 1. Kind mit der Mutter vor einigen Jahren nach Regensburg zog) zu erfahren war, tut sich das Jugendamt Regensburg damit schwer, unterhaltspflichtigen Vätern im Falle einer Überzahlung die tatsächlichen Beitragssätze zu nennen. Besagter Vater wurde mehrfach darauf gedrängt, den bestehenden Unterhaltssatz zu beurkunden; erst auf wiederholte Nachfrage wurde eine Berechnung in Aussicht gestellt, auf weitere Nachfrage hin jedoch anstelle einer klaren Auskunft lediglich der Verzicht der bislang geforderten Beurkundung mitgeteilt. Erst als er erneut nachfragte, bekam er die Auskunft, bisher monatlich 30€ mehr als den notwendigen Unterhaltssatz gezahlt zu haben.
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Gera weiterhin führend bei Thüringer Kinderarmut

„Fast 400 000 Thüringer sind von Armut betroffen. Nach einer neuen Berechnung des PARITÄTISCHEN beträgt die Armutsquote in Thüringen 18 Prozent und ist damit auf einen neuen Höchststand seit 2009 gestiegen.

[…]

Bei der Berechnung der Armutsquoten werden, wie in der EU üblich, Personen in Haushalten gezählt,  deren Einkommen weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen bedarfsgewichteten Einkommens in Deutschland beträgt. 2013 lag die so errechnete Armutsgefährdungsschwelle für einen Singlehaushalt bei 892 Euro. Für Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag sie bei 1873 Euro.
Besonders hoch ist die Armutsquote nach den Zahlen der Studie des PARITÄTISCHEN mit 19,2 Prozent in Nordthüringen. Bei den nach Planungsregionen aufgeschlüsselten Zahlen für den Freistaat folgen Mittelthüringen (18,8 Prozent) und Ostthüringen (18,2 Prozent).

[…]

Die regionale der Kinderarmut in Thüringen zeigt eine deutliche Spreizung.  Besonders hoch ist sie in Gera und in Erfurt.  In Gera liegt die Zahl der unter 15-Jährigen, die in Familien leben, die auf Hartz IV oder Sozialhilfe angewiesen sind, bei 29 Prozent. …“

Quelle / gesamter Artikel: Der PARITÄTISCHE Thüringen
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Thüringer Sparkassen unterstützen keine Familienkonfliktarbeit

Als langjähriger Kunde der Sparkasse erbaten wir wiederholt projektbezogene Unterstützung unserer Arbeit mit Fokus auf die stets am stärksten betroffenen Kinder aus Trennungs- und Gewaltpartnerschaften – bereits vor Längerem bei unserem zuständigen Bankinstitut, der Sparkasse Gera-Greiz*  sowie im September 2014 bei der Sparkassenstiftung Gera-Greiz; vergangene Woche für unser Anthologie-Projekt „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ bei der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen**. Bedauerlicherweise erhielten wir in allen Fällen überaus rasch eine jeweils sehr knapp formulierte Absage. Insofern sehen wir uns in unserer Entscheidung des bereits vermeldeten Bankwechsels bestätigt und werden in Kürze unser Vereinskonto beim obengenannten Bankinstitut auflösen und unsere Finanzen ausschließlich bei der Bank für Sozialwirtschaft führen.

(mehr …)

Rechtsanwältin unterstützt Unterhaltsbetrug

Wie uns heute bekannt wurde, wird der jüngst auf diesem Blog ausgeführte Unterhalts-Betrugsversuch über Bafög-Mitteln (unser vorheriges Posting, bitte hier entlang) von der Rechtsanwältin des ausgrenzenden Elternteils mit einer von ihr an das ausgegrenzte Elternteil versandten Mahnung unterstützt. Ein Vorgang, der wohl nicht eigens kommentiert werden muß.

Unterhaltsbetrug per „Bafög“

Bereits frühzeitig offenbarten sich uns in der Materie des Familienrechts vielfältige Mißbrauchs- und Betrugsansätze. Zum bisher ersten Mal jedoch erfuhren wir von einem betroffenen Elternteil vom Versuch, über ungerechtfertigte Bafög-Forderungen erhöhten Unterhalt zu generieren. (mehr …)

Eines der häufigsten Ausschlussargumente: mangelnde Kooperationsbereitschaft

Eines der am häufigsten verwendeten Begründungen der Familiengerichtsbarkeiten, das Sorgerecht nicht zu teilen oder zu übertragen oder den Umgangsrhythmus zu vertiefen, ist der elterliche Mangel an Kommunikationsbereitschaft. Hierbei wird allerdings bewusst nicht hinterfragt, dass der Eskalationswille oftmals von der Seite ausgeht, die sich mit Zugeständnissen – beispielsweise in den zu gewährenden Umgangszeiten oder den preiszugebenden Informationen über Gesundheitszustand des Kindes – konfrontiert sieht, und sich dann oftmals zu einer Endlosschleife fortsetzt. Hierbei wird ebenfalls in nur sehr seltenen Fällen hinterfragt, welches Elternteil tatsächlich dem Kindeswohl dienlich ist. Neben zahlreichen Erfahrungsberichten lassen sich diese Aussagen an drei Fällen besonders hervorheben:
(mehr …)