„Sachsen: Vorbild beim Thema häusliche Gewalt gegen Männer“

„Nicht nur die Landesfachstelle Männerarbeit, auch die geplante Einrichtung von Schutzhäusern für Männer sollte von allen Bundesländern aufgegriffen werden.

Häusliche Gewalt wird in den Medien oft eindimensional dargestellt, so dass der Eindruck entsteht, sie würde stets auch einem ganz bestimmten Schema folgen. Dies hat für Betroffene ungünstige Konsequenzen, da diese Eindimensionalität auch zur einseitigen Betrachtung von angezeigten Fällen bzw. Hilferufen führen kann.

[…]

Im Freistaat Sachen hat die Gleichstellungsbeauftragte Petra Köpping dies mit folgenden Worten umrissen:

„Eine moderne Gleichstellungspolitik kann heute nicht mehr nur Frauensache sein. Sie muss gleichberechtigt auch das vermeintlich starke Geschlecht in den Blick nehmen.“

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Statement der Betreiber zur Schließung der Oldenburger Beratungsstelle

„Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit musste die Beratungsstelle Männersache schließen. Die politisch Verantwortlichen der Stadt Oldenburg sahen keine Notwendigkeit darin, den Fortbestand einer Beratungsstelle für Männer zu sichern.

Drei Jahre in denen einige Männer die Chance hatten, aus dem männlichen Teufelskreis des besser, schneller, höher … auszusteigen.

[…]

Die derzeitige Gesundheitsministerin Frau Rundt hatte, damals noch in ihrer Funktion bei Paritätischen Niedersachsen, die Anschubfinanzierung verantwortet. So konnte die Beratungsstelle zeigen, dass Männer Beratungen nutzen, wenn sie sich etwas davon versprechen. Das Netzwerk von Beratungsstellen, RechtsanwältInnen, Initiativen, Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat die Beratungsstelle sofort genutzt und akzeptiert. Durch den innovativen Ansatz ist es gelungen, Männern einen Weg zur Hilfe zu ebnen, die sonst (sehr wahrscheinlich) keinen gefunden hätten. Nicht gefunden, weil sie ihr Leben lang nicht erlebt haben, dass es für sie so etwas gibt.

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„Zuflucht für Männer: Drei Schutzhäuser sollen entstehen“

„In Sachsen soll es in den drei Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz künftig jeweils ein Schutzhaus für Männer geben. Dafür will sich die im Herbst 2015 gegründete Landesfachstelle für Männerarbeit einsetzen, wie ihr Leiter Frank Scheinert der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Dort können betroffene Männer mit ihren Kindern zeitlich begrenzt unterkommen.“ Ähnliche Projekte gebe es bereits in der Schweiz, Berlin sowie im Westen Deutschlands. Die Häuser seien durchaus vergleichbar mit den Frauenschutzhäusern – wenn sich auch die Fälle teilweise erheblich unterschieden.

So erfahren Männer meist mehr psychische als körperliche Gewalt. „Um den Kontakt zum Kind nicht zu verlieren, gehen sie oft jahrelang Kompromisse ein“, erklärte Scheinert. Auch Männer sind von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen – sowohl in homo- als auch in heterosexuellen Beziehungen. „Die Dunkelziffer ist groß.“ …“

Quelle / gesamter Artikel: LVZ
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Terminhinweis 27. 04. 2016 Wien: Vortrag + Diskussion „Männer und Geschlechterpolitik – wie passt das zusammen?“

Ein Blick nach Österreich:

„Im Geschlechterverhältnis hat sich in den westlichen Gesellschaften während der vergangenen Jahrzehnte viel verändert. Vieles ist dennoch gleich geblieben. Dazu zählen der Mangel an Empathie für und der Respekt vor Männern.

Braucht es daher eine eigenständige Männerrechtsbewegung und wie kann sie gestaltet werden?

[…]

Welche Rolle könnte die (deutschsprachige) Männerrechtsbewegung in künftigen Diskursen wie im öffentlichen Raum einnehmen?

[…]

Nach dem Vortrag sind eine Fragerunde und eine fundierte Diskussion geplant. Dabei soll es nicht zuletzt um die politische Dimension einer möglichen Entwicklung der Männerrechtsbewegung gehen. …“

Quelle / gesamter Terminhinweis: Väter ohne Rechte
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Terminhinweis 26. 05. 2016 Dresden: Messe für (Getrennt*-)Erziehende

„Getrennterziehende stehen im Fokus. Im Neuen Rathaus läuft am Freitag-Vormittag die Informationsmesse für Getrennterziehende.

Gut 20 Aussteller stehen den Besuchern zu Sozial-, Familien- und Erziehungsberatung zur Verfügung. Neben Fachvorträgen werden auch Bewerbungsmappen gecheckt.

Bis 13 Uhr können alle interessierten Eltern, auch mit ihren Kindern, zu ihren Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg mit Trägern, Vereinen und Institutionen in Kontakt treten.“

Quelle / weitere Informationen: Radio Dresden / Papaseiten
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*Wir bitten um Kenntnisnahme unseres Statements zur Verwendung des Begriffes “Getrennterziehende”.

Leserbrief zu „Wenn Frauen zuschlagen“

Die aktuelle Ausgabe der „Psychologie heute“ veröffentlicht in Reaktion auf ihren von uns am 12. 09. 2015 erwähnten Artikel „Wenn Frauen zuschlagen“ den Leserbrief der Fachleiterin des „FrauenTherapieZentrum München e. V.“ Marion Kolb:

„Ein gelungener Artikel, der das Thema weibliche Aggression und Gewalt vielschichtig beleuchtet. Die Beschäftigung mit dem Thema Gewalt von Frauen, speziell in Beziehungen, scheint wie ein Tabubruch gegenüber der gesellschaftlichen Sichtweise, dass Frauen vorwiegend mütterlich, fürsorglich und selbstaufopfernd sind. Die Enttabuisierung ist ein wichtiger Beitrag, um sowohl Täterinnen als auch männlichen Opfern den Weg zu erleichtern, sich zu öffnen und Unterstützung zu suchen. Es gab viel Jahre bundesweit nur vereinzelt Anlaufstellen für Täterinnen. Als fachliche Leiterin einer Münchner Frauenberatungsstelle ist es mir ein Anliegen, mitzuteilen, dass wir zum Jahresbeginn 2014 unter der Trägerschaft des „FrauenTherapieZentrums München e. V.“ eine neue Beratungsstelle für Täterinnen in München etablieren konnten. „violenTia“ bietet Beratung und Gruppen für Frauen, die sich in ihrer Partnerschaft gewalttätig und missbräuchlich verhalten. Es werden heterosexuell, bisexuell oder lesbisch lebende Frauen und Transpersonen begleitet und beraten. Die Beratungsstelle ist eng mit diversen „Opferberatungsstellen“, Gewaltpräventionsprojekten, dem Münchner Unterstützungsmodell gegen häusliche Gewalt und dem Opferschutzkommissariat der Münchner Polizei vernetzt. Die Kolleginnen von violenTia sind unter 089 / 529 31 744 zu erreichen, mehr Informationen erhalten sie über: http://ftz-muenchen.de/einrichtungen/frauentherapiezentrum4

Quelle: Psychologie heute / Januar 2016
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Programm des Gender – Kongresses online

Wie bereits am 28. 07. 2015 berichtet, findet am 28. 11. 2015 in Nürnberg der erste geschlechterdemokratische Gender – Kongress statt. Das Programm zum Kongress, der von hochrangigen Landespolitikern eröffnet wird und in dem unter anderem unsere wissenschaftliche Fachbeirätin Monika Ebeling ein Eröffnungsvortrag zur Historie der Frauen- und Männeremanzipation hält und unser Mitglied Diplom-Pädagoge Horst Schmeil die Arbeitsgruppe „Jugendamt. Warum bleibt Umgangsverweigerung folgenlos?“ mitgestaltet, ist hier verlinkt. Die Weiterverbreitung des Kongressprogramms, welches unter Mitgestaltung zahlreicher Professionen eine Vielzahl wichtiger Fachthemen aufgreift, ist ausdrücklich erwünscht – vielen Dank!
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Bundesweit erste Onlineberatung für männliche Gewaltopfer gestartet

Die bundesweit erste Onlineberatung für gewaltbetroffene Männer „Prellungen auf der Seele“ wurde Ende August 2015 ins Leben gerufen. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Internetangebot des „Männerberatungsnetzwerks„.
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Stellengesuch der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.: Bildungsreferent Männerarbeit

„… Für unsere neu aufzubauende Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen (LFMA) suchen wir ab Oktober 2015 einen Bildungsreferenten im Stellenumfang von 100% = 40 Wochenstunden. Ziel dieser Stelle ist es, durch Beratungen, Bildungsmaßnahmen, Referen_innentätigkeiten, Veröffentlichungen und Coachings das Thema Männerarbeit, Arbeit mit Männern sowie Geschlechtergerechtigkeit weiter im Freistaat zu implementieren und Akteure der Männer- und Genderarbeit sowie der regionalen Arbeitskreise zu vernetzen. Dienstort ist Dresden, die Tätigkeit ist mit sachsenweiter Reisetätigkeit verbunden. …“

Quelle / gesamtes Stellengesuch: LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V.
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„Internationaler Rat für die Paritätische Doppelresidenz“ gegründet

„… Vor dem Hintergrund des alarmierenden Anstiegs von psychosozialen Problemen und Entwicklungsstörungen bei Kindern getrennt lebender Eltern trafen sich am 21.-23. Februar 2014 in Bonn, Deutschland, 26 führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, familialen Professionen und Zivilgesellschaft, um eine neue internationale Organisation zu gründen, die sich der Forschung und Praxis der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) als gangbarer und förderlicher Lösung für Kinder widmet.

Die neue Vereinigung führt den Namen Internationaler Rat für die Paritätische Doppelresidenz (International Council on Shared Parenting – ICSP). Paritätische Doppelresidenz bedeutet gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden Eltern. Der Zweck der Vereinigung besteht zum einen in der Verbreitung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Rechte („Kindeswohl“) von Kindern getrennt lebender Eltern und zum anderen in der Formulierung von Empfehlungen zur Umsetzung der Paritätischen Doppelresidenz in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse….“

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