Blogpause

Als verantwortliche gemeinnützige Initiative „Gleichmaß e. V.“ weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass wir aus Zeitgründen bis auf Weiteres den Betrieb und damit die Aktualisierung dieses Blogs „Familienschutz“ zu familienpolitischen, rechtlichen und Neuigkeiten im Gewaltschutz für Männer einstellen. Unser Engagement für Trennungs- und Stiefeltern, für von häuslicher Gewalt betroffene Männer sowie unsere Netzwerkarbeit lassen uns aktuell keine Zeit mehr zur Fortführung dieses Infoblogs.

Newsmeldungen zur Arbeit unserer Initiative sowie des von uns initiierten Männerberatungsnetzwerkes werden auf den beiden Websites Gleichmass-ev.de und Maennerberatungsnetz.de selbstverständlich weiterhin veröffentlicht. Auch über Unterstützung in Form von Spenden und Fachkooperationen freuen wir uns nach wie vor.

Vielen herzlichen Dank!

Terminhinweis 26. 05. 2016 Dresden: Messe für (Getrennt*-)Erziehende

„Getrennterziehende stehen im Fokus. Im Neuen Rathaus läuft am Freitag-Vormittag die Informationsmesse für Getrennterziehende.

Gut 20 Aussteller stehen den Besuchern zu Sozial-, Familien- und Erziehungsberatung zur Verfügung. Neben Fachvorträgen werden auch Bewerbungsmappen gecheckt.

Bis 13 Uhr können alle interessierten Eltern, auch mit ihren Kindern, zu ihren Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg mit Trägern, Vereinen und Institutionen in Kontakt treten.“

Quelle / weitere Informationen: Radio Dresden / Papaseiten
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Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

*Wir bitten um Kenntnisnahme unseres Statements zur Verwendung des Begriffes “Getrennterziehende”.

„Familiäre Instabilität trifft Jungen schwerer als Mädchen“

„… Eine zunehmende familiäre Instabilität durch Scheidung und Neuverheiratung der Eltern (und die damit verbundene Bildung und Auflösung von Kohabitationseinheiten) hat einen starken Einfluss auf die sozio-emotionale Entwicklung von Kindern, besonders von Jungen. Dies haben neue Untersuchungen gezeigt.

Die Bildungspolitik sollte die Folgen dieser Instabilität ansprechen und nicht nur wie bisher auf eine Verbesserung der Testergebnisse abzielen – ein Ansatz, der für viele Kinder zu eng gefasst ist, um ihren langfristigen Erfolg sicherzustellen. Zudem muss sie sich der Mischung aus Aggression, Angst und anderen langfristigen psychischen Problemen annehmen, die – vor allem bei Jungen – eine bleibende Hinterlassenschaft der familiären Instabilität sein können.

[…]

Familiäre Instabilität scheint das emotionale Wohlergehen von Jungen stärker zu beeinträchtigen als das von Mädchen. Bei männlichen Kindern sind die Auswirkungen der Instabilität auf „nicht kognitive“ Kompetenzen zwei- bis dreimal so stark.

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Buchtipp: Susanne Petermann „Du hast mir gar nichts zu sagen! Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge“

„Schon das Wort »Stiefmutter« verheißt nichts Gutes. Wenn es in den Patchworkfamilien nicht rund läuft, ist die Schuldige schnell gefunden: die zweite Frau, die Vizemom. Sie steht immer zwischen den Stühlen. Der neue Mann ist noch emotionaler Besitz der Ex. Und die kleinen Monster, die eigentlich wohlerzogene Kinder sind, tyrannisieren im Alltag nach Herzenslust. Die Journalistin Susanne Petermann kennt die Krisensituationen. Selbst mit einem Mann plus Anhang verheiratet, weiß sie, dass es in diesen Beziehungen keine Aufwärmphase gibt. Mit ihrem Buch macht sie den Frauen Mut, die im Patchworkgeflecht den Durchblick verloren haben. Sie bricht eine Lanze für Stiefmütter und plädiert für eine tolerantere Gesellschaft.“

Quelle / gesamter Artikel: Diana Verlag
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„An die Mütter, die nicht möchten, dass ihr Kind Kontakt zum getrennten Vater hat“

Anlässlich der Neumitgliedschaft unserer Initiative Ilona Resch, die sich in engem Austausch mit der Journalistin und Bloggerin Susanne Petermann vom Stiefmutterblog dem Aufbau eines Selbsthilfenetzwerkes für Stiefmütter und -väter widmet, veröffentlichen wir einen etwas älteren Text Frau Petermanns zu Entfremdungsmechanismen:

„… Als Papa bei seiner Ex anfragt, ob Sophie dieses Jahr Heiligabend bei ihm verbringen kann, ist die Kleine begeistert. Sie hat die Stiefmutter und deren Kinder ins Herz geschlossen und freut sich auf ein buntes Familienweihnachten.

Bis Sophie die Tränen in Mamas Augen sieht. „Dann bin ich ja ganz allein“, hört sie Mama leise schluchzen. Sofort hat Sophie ein schlechtes Gewissen. „Magst du die neue Frau von Papa lieber als mich?“, fragt die Mama womöglich noch traurig hinterher.

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„Von Vize-Moms und Step-Muddis“

„… Wird von einer Stiefmutter mehr erwartet als von einem Stiefvater?

Der Stievvater wird am allgemeinen Männerbild gemessen, was ja, seien wir ehrlich, nicht so viel verlangt. Da reicht es schon, wenn er mit einer anderen Frau und deren Kindern zusammenzieht und das wird schon positiv gesehen, „ah, der rettende Engel“. Während man von der Frau erwartet und sie auch selbst denkt, sie müsse eine Ersatzmutter sein, und das überfordert viele.

Das Scheidungsrecht privilegiert die „Ex“ und benachteiligt die „Next“. Warum?

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„Eine unmögliche Mission“

Von allen Mitgliedern einer Patchworkfamilie geht es Stiefmüttern am schlechtesten, wie Studien zeigen. Als neue Frau des Vaters in eine Familie zu kommen ist alles andere als einfach. Sie bemühen sich oft bis zur Erschöpfung um die Kinder, scheitern damit jedoch öfter als Stiefväter

[…]

Bis zu 13 Prozent aller Familien, so schätzt das Bundesfamilienministerium, sind heutzutage Stieffamilien. Die Kinder leben nach der Trennung mit einem leiblichen Elternteil weiter zusammen, und sehen den anderen zeitweise, unter der Woche, am Wochenende, in den Ferien. Kommen neue Partner in diese Konstellation, ist das nie einfach. Doch die Stiefmutter scheint es in dieser Konstellation besonders schwer zu haben, egal, ob sie mit den Kindern zusammenlebt oder sie nur zeitweise zu Besuch hat. (mehr …)

„Trennungskinder und die Narben auf ihrer Seele“

Auf dem „Stiefmutterblog“ erschien gestern eine für unzählige Fälle exemplarische Lebensgeschichte, die unter die Haut geht:

„… Als es zur Scheidung der Eltern kam musste ich auch einmal mit auf das Gericht, meine Mutter sagte mir vorher, was ich sagen sollte: dass “ich nicht zum Vater wollte”. Es wurde auch nur schlecht über ihn gesprochen, “Das A….., der Sch……hat die Frau mit 4 Kindern sitzen lassen”. Ich dachte in dieser Zeit eigentlich immer, dass alles bald wieder in Ordnung kommt, die Trennung bestimmt nur vorübergehend sei und er demnächst wieder käme. Meine Mutter hetzte derweilen uns Kinder auf, ihn weiter zu ärgern. Ich kann mich erinnern, dass wir mal Kieselsteine unter den Abtreter gelegt hatten.

Es ist seltsam, aber wir haben als Geschwister auch nicht über diese Trennung gesprochen, wir “funktionierten” einfach. Meine Brüder waren damals 14 und die Zwillinge 9 Jahre alt. Es war eigentlich nur ein Alptraum, bis mein Vater irgendwann weggezogen war. Das bekam ich auch nur zufällig mit, ich hatte ja keinen Kontakt mehr zu ihm und seiner Frau. Heute weiß ich, dass er sie geheiratet hatte, irgendwann nachdem meine Eltern geschieden waren.

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Frau Ministerin, wie wäre es als nächstes mit einer Väterquote?

„Liebe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig,

ich blogge auf dem Stiefmutterblog und habe ein Buch über Stiefmütter geschrieben. Die Probleme zweiter Familien sind mir nach vielen hundert Gesprächen mit Vätern, Müttern und Stiefmüttern nur zu vertraut. Der Gedanke einer “Väterquote”, also eines Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Vätern und Müttern an Familien, beschäftigt mich in diesem Zusammenhang seit geraumer Zeit.

Mit großem Interesse habe ich nun Ihre Initiative zur sogenannten “Frauenquote” verfolgt. Es scheint, dieses am 6. März verabschiedete Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen ist ein wichtiges Instrumentarium zur Gleichberechtigung. Sie sagten am 30. Januar 2015:
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