UNICEF-Bericht zeigt die Ungleichheit beim Kindeswohl in reichen Industrieländern

„Die Report Card 13 gibt einen Überblick über Ungleichheiten des Kindeswohls in 41 Ländern der Europäischen Union (EU) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der Report konzentriert sich auf den Unterschied zwischen dem Wohlbefinden von Kindern am unteren Ende der Gesellschaft und jenen in der Mitte (dem „Durchschnitt”). Während sich die öffentliche Diskussion oftmals um die Konzentration von Wohlstand in den Händen weniger dreht, fragt die Studie, wie weit benachteiligte Kinder hinter den Durchschnitt im jeweiligen Land zurückbleiben.

[…]

Deutschland liegt bei der Gesamtplatzierung in den Dimensionen Einkommen, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit auf Platz 14. Gemeinsam mit Griechenland, Ungarn und England ist dies ein Platz im oberen Mittelfeld.

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Mitwirkende für „Befragung: Kindeswohl und Umgangsrecht“ gesucht

„Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) führen wir eine bundesweite Befragung zum Thema Kindeswohl und Umgangsrecht durch. Aus diesem Grund suchen wir Familien, die sich innerhalb der letzten vier Jahre getrennt haben und die bereit sind darüber Auskunft zu geben, wie der Umgang zwischen den Elternteilen und Kindern ausgestaltet ist. Das Ziel der Befragung liegt darin, Umgangsregelungen künftig noch stärker am Wohl des Kindes auszurichten. Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns sehr.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte oben auf den Link „mehr erfahren“ oder melden Sie sich jetzt sofort an!

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„Sorgerechtsentzug – Inobhutnahmen: mehr Transparenz – Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze“

„Im Jahr 2014 wurden insgesamt 17 029 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Sorgerechtsentzug getroffen, die Tendenz ist steigend. Wird das Sorgerecht entzogen, so erfolgt eine Fremdunterbringung in der Regel in Heimen oder bei Pflegeeltern. Meist ist dem Sorgerechtsentzug schon eine wichtige Weichenstellung vorausgegangen: die Inobhutnahme durch das Jugendamt. Dazu stellt der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk fest: „Einerseits ist es gut, dass das Jugendamt genauer hinschaut, wenn für Kinder Gefahr in Verzug ist, andererseits darf das Jugendamt mit seinen Maßnahmen nicht gerichtlichen Entscheidungen vorgreifen. In jedem Fall haben die Eltern vor einer Inobhutnahme Anspruch auf rechtliches Gehör und einen Anwalt, der sie vertritt.“ Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) fordert mehr Transparenz bei Inobhutnahmen, Intensivierung der Beratung der Eltern, keine Einzelentscheidungen eines Sozialarbeiters oder einer Sozialarbeiterin, keine gezielte Entfremdung der Kinder von den leiblichen Eltern. Klare Zielvorgabe muss die Rückführung in die Ursprungsfamilie sein.

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Terminhinweis 15. 07. 2016 Karlsruhe: Elternkongress „Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern“

„Seit dem letzten Väterkongress am 23. Juni 2012 zum Thema „Vereinbarkeit auch für Väter – Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung“ hat sich der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder (VAfK) als Antwort auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert.

Dies führte zur Konzeption eines „Elternkongresses“, veranstaltet vom VAfK-Landesverein Baden-Württemberg, mit dem Thema

Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern und die Rolle der familialen Professionen.

>Während die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Auflösung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Maßnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter im Lebensverlauf fördert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine „Rolle rückwärts“ in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktmäßig für die Kinderbetreuung und –erziehung zuständig und wird zur „alleinerziehenden Mutter“, während der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktmäßig für den Kindesunterhalt zuständig ist und zum „Umgangselternteil“ wird. Das führt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Die häufige Folge sind eskalierende, sich über viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur völligen Entfremdung.

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Terminhinweis ab 12. 05. 2015 Berlin: Kurs „Kinder im Blick“

„Ist ein Kurs für Eltern in Trennung, die sich vor vielen offenen Fragen stehend sehen und gerne konkrete und praxisnahe Hinweise für den Umgang mit dieser Situation hätten.

Wenn Eltern sich trennen, verändert sich vieles, auch für die Kinder. Sie brauchen in dieser Zeit besonders viel Zuwendung, um den Übergang in den neuen Lebensabschnitt gut zu bewältigen.

Das ist für die meisten Eltern nicht leicht. Konflikte mit dem anderen Elternteil, finanzielle Probleme, Verlustängste oder mehr Stress fordern Kraft, Zeit und Nerven, gehen häufig auf Kosten der Kinder, aber auch genau so oft auf Kosten des eigenen Wohlbefindens. …“

Quelle / gesamter Veranstaltungshinweis: Väterzentrum Berlin
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„Position der Deutschen Liga für das Kind zu einer Reform des § 1631 b BGB (Mit Freiheitsentziehung verbundene Unterbringung)“

„Ein 14-jähriges Kind lebt seit 2008 in einer Einrichtung, in der es eine Einzelbetreuung erhält. Aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht war es zum Schutz des Kindes und seiner Mitbewohner als erforderlich angesehen worden, es nachts durch Fixierung mit einem Bauch- und Fußgurt bzw. einem hierzu dienenden Schlafsack zu sichern. Die Eltern hatten diesen Maßnahmen zugestimmt. Das Amtsgericht hatte diese Freiheitsbeschränkungen für die Dauer von längstens zwei Jahren genehmigt. Einen Verlängerungsantrag der Eltern hielt das Amtsgericht in Änderung seiner bisherigen Praxis nicht mehr für genehmigungsbedürftig. Der Bundesgerichtshof bestätigte, dass eine gerichtliche Kontrolle und Genehmigung derartiger Freiheitsbeschränkungen bei Minderjährigen nach der geltenden Gesetzeslage nicht erforderlich sei, da die Interessen des Kindes am besten von den Eltern wahrgenommen werden und diese auch grundsätzlich frei von staatlichen Eingriffen nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden könnten, wie sie die Pflege und Erziehung ihrer Kinder gestalten und wie sie ihre Elternverantwortung wahrnehmen wollen. Eltern würden gegenüber ihren minderjährigen Kindern dabei in Ausübung ihres Elterngrundrechts aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG handeln, in das der Staat nicht ohne Not eingreifen darf. Die Eltern könnten derartige freiheitsbeschränkende Maßnahmen bis zur Grenze einer Kindeswohlgefährdung und unkontrolliert daher genehmigen. Unterhalb dieser hohen Schwelle der Kindeswohlgefährdung bestehen bisher keinerlei Verfahrensgarantien für die Kinder.

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Buchtipp: Johannes Huber + Heinz Walter „Der Blick auf Vater und Mutter: Wie Kinder ihre Eltern erleben“

„… Sowohl in Theorie und Forschung als auch in der erzieherischen Alltagspraxis herrscht die Blickrichtung der Erwachsenen auf das Kind vor. In radikaler Umkehr dessen interessiert sich dieses Buch für die Kinderperspektive: Nicht mehr Erwachsene berichten darüber, wie sie Kinder sehen, sondern Kinder selbst geben Auskunft, wie sie Vater und Mutter und ihre Beziehung zu ihnen erleben. Die empirisch-sozialwissenschaftlichen als auch berufspraktischen Beiträge eröffnen Töchtern und Söhnen unterschiedlichen Alters Raum, ihre ganz eigene Sicht offenzulegen. Dabei wird deutlich, dass zur Erschließung der Kinderperspektive unterschiedliche Zugangswege möglich und nötig sind, um sich Aussagen über kindliche Bedürfnisse anzunähern.

Wie erleben Kinder ihre Eltern?
Verschiedene Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen haben sich dieser Frage gestellt und geben in diesem Buch darauf eine Antwort. Dabei zeigt sich, dass dem Vater ein sehr breiter Raum gegeben wird. Die Kind-Vater Beziehung ist offensichtlich besonders prägend. Mütter scheinen für Kinder eine nicht so große Rolle zu spielen, sind aber genauso wichtig.

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„FUW, Linke und Piraten wollen Beirat für das Kreisjugendamt“

„Einen Beirat für das Kreisjugendamt wollen Piraten, Linke und FUW auf den Weg bringen.

Dazu Marie-Luise Streng Kreistagsabgeordnete von der FUW: „Die letzten Monate haben gezeigt, dass Kritik an der Arbeit des Kreisjugendamt durch den Jugendhilfeausschuss kaum aufgeklärt werden kann. Nicht aufgeklärte Kritikpunkte aber führen zu einem Vertrauensverlust in das Kreisjugendamt. Die Schaffung eines Beirats wäre eine Möglichkeit, dieses Vertrauen wieder herzustellen, weil damit Kritik effektiv aufgearbeitet werden kann.“

Frank Kemper, Kreistagsabgeordneter der Linken ergänzt: „Kinder und auch Eltern, die In Kontakt mit dem Jugendamt kommen, sollten doch mindestens die gleichen Rechte haben wie Strafgefangene. Die nämlich haben das Recht sich an Gefängnisbeiräte zu wenden. Ein Instrument, welches sich überall da bewährt hat, wo Behörden besondern tiefe Eingriffsrechte ausüben müssen. Wir erwarten von der Schaffung eines Jugendamtsbeirats, dass damit Kritik in konstruktive Bahnen gelenkt wird, und somit die Arbeit des Jugendamts kontinuierlich verbessert wird. Das wir jedes Jahr steigende Fallzahlen haben, obwohl die Anzahl an Kindern sinkt und obwohl wir im Schnitt für jedes Kind im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamts mehr als 100,- € pro Jahr investieren, zeigt das hier etwas schief läuft.“

Quelle: FUW-Piraten Rhein-Sieg-Kreis
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„Frühe Fremdbetreuung gefährdet Gesundheit“

„… Eine gewichtige Gegenstimme gehört Dr. Rainer Böhm, Facharzt für Kinder und Jugendmedizin und Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums in Bethel. Was er am Freitag beim Pädagogischen Fachtag „Stress – das unterschätzte Problem frühkindlicher Betreuung“ in der Ev. Familienbildungsstätte zu sagen hatte, stimmte die Besucher nachdenklich. Die Gesundheit der Kleinen, so war zu hören, sei in Gefahr.

Böhm, der schon als Sachverständiger für den Familienausschuss des Bundestages tätig war, stellte Langzeitstudien vor, die die Entwicklung von Kindern, die allzu früh fremdbetreut wurden, über viele Jahre nachzeichnen. Eine der zentralen Thesen lautet: „Je früher und je länger Kleinkinder außerfamiliär betreut werden, desto auffälliger im Sozialverhalten können sie werden.“ Die kognitive – also die intellektuelle – Entwicklung könne von frühkindlicher Betreuung profitieren, vor allem, wenn diese qualitativ hochwertig sei. Die sozio-emotionale Entwicklung, die grundlegend ist für das Sozialverhalten, aber nicht. …“

Quelle / gesamter Artikel: WAZ
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„Beschleunigungsbeschwerde für alle Verfahren vor allen Gerichten“

„Es ist immer nervenaufreibend, wenn ein Gerichtsverfahren sich lange hinzieht. Es ist aber fatal, wenn sich ein Prozess um das Sorge- und Umgangsrecht in die Länge zieht. In vielen Fällen bekommen Betroffene recht, aber das Kind ist sprichwörtlich schon „in den Brunnen gefallen“, der Kontakt zu einem Elternteil ist unterbrochen, teils für immer. Immer wieder hat der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) deswegen die Einführung einer Untätigkeitsbeschwerde gefordert. Auf Drängen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) einen Referentenentwurf mit einem “Regelungsvorschlag zur Schaffung eines präventiven Rechtsbehelfs bei überlangen Verfahren in bestimmten Kindschaftssachen” vorgelegt. ISUV fordert, dass die Beschleunigungsbeschwerde für alle Verfahren vor allen Gerichten gelten soll.

Rechtsanwalt Georg Rixe hat für ISUV eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf des BMJV verfasst. Rixe hat sich seit Jahren auf Grund leidvoller Erfahrung als Fachanwalt für Familienrecht für die Einführung einer Beschleunigungsbeschwerde engagiert und letztlich die Initiative des BMJV vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht erstritten. Wir fragten Rixe nach der Einschätzung des vorgelegten Gesetzentwurfs.

Wie beurteilen Sie und ISUV den vorgelegten Entwurf? (mehr …)