„3 von 4 FamR-Gutachten sind mangelhaft – Neues Sachverständigenrecht verspricht Besserungen“

„… Die IB-Hochschule in Berlin ist in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass 3 von 4 Gutachten so schlecht sind, dass sie als Grundlage für eine Beurteilung nicht herangezogen werden dürften. Und dennoch führen solche Gutachten dazu, dass beispielsweise Familien in Sorgerechtsfällen auseinandergerissen werden.

Neues Gesetz soll Qualität und Neutralität der Sachverständigen-Gutachten verbessern

Nun soll ein neues Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts für die dringend benötigten Verbesserungen sorgen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

1. Parteienbeteiligung vor Ernennung eines Sachverständigen

Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sachverständigenrechts sieht vor, die Parteien bei der Auswahl des Sachverständigen stärker zu beteiligen. Die Parteien bzw. Beteiligten sind nun vor der Ernennung eines Sachverständigen anzuhören.

Konkret bedeutet das: Als Anwalt bekommen Sie künftig einen besseren Anknüpfungspunkt, um etwaige Zweifel an der Neutralität oder Qualifikation des Sachverständigen vor der Ernennung darzulegen.

2. Weitere Klärung der Neutralität des Sachverständigen

Auch der Sachverständige selber wird sich erklären müssen. Er oder sie hat demnächst unverzüglich zu prüfen, ob Gründe vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit zu rechtfertigen, und diese dem Gericht unverzüglich mitzuteilen. …“

Quelle / gesamter Artikel: Familienrecht.de
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Gustav – Studie und Fallsammlung zu den Zuständen an Deutschen Familiengerichten

Der im bayerischen Westerham ansässige Arzt Dr. med. Hans Doepner hat es sich mit dem Fokus auf das Gutachterwesen zur Aufgabe gemacht, unter dem Namen „Gustav“ eine Studie und Fallsammlung zu den Zuständen an den deutschen Familiengerichtsbarkeiten anzulegen:

Studienablauf

Ziel von Gustav ist es, 150 Gutachten auszuwerten. Die Studie ist von der Anlage her retrospektiv. Essentieller Bestandteil ist das gesamte Gutachten, als pdf oder in Papierform und der ausgefüllte Fragebogen zu Gustav. Der Fragebogen findet sich auf der Homepage oder kann per mail angefordert werden (gutachten[at]gustav.es).

Soweit Expertisen zu einem Gutachten vorhanden sind sollen diese mitgegeben werden. Porto und Kopierkosten können nach Absprache ersetzt werden. Die Beantwortung des Fragebogens dauert 30 bis 60 Minuten. Bitte nehmen Sie auch dann teil, wenn Sie Ihr Gutachten für korrekt und Ihr Verfahren für fair und ordentlich halten. Gustav will nicht nur Mißstände aufzeigen, sondern auch Gegenbeispiele zeigen und Anregungen zur Verbesserung entwickeln.

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TV-Tipp heute 20.15 Uhr: Dokumentation „In den Fängen der Justiz“ bei VOX

„… Recht und Ordnung werden in Deutschland groß geschrieben. Doch was passiert, wenn Menschen unschuldig in den Mittelpunkt von Ermittlungen geraten und sie die Justiz trotzdem für schuldig befindet? Gilt nicht in jedem Fall „im Zweifel für den Angeklagten“? Die große Samstags-Dokumentation „In den Fängen der Justiz“ (am 14.11. um 20:15 Uhr bei VOX) porträtiert Betroffene, die unschuldig zu jahrelanger Haft verurteilt oder denen durch falsche psychologische Gutachten ihre Kinder entzogen wurden. Alle Geschädigten haben ihren Glauben an das deutsche Rechtssystem und ihre bisherige Existenz mit allen psychischen und sozialen Konsequenzen verloren. In der vierstündigen Dokumentation durchleuchten Rechtsexperten akribisch, wie es zu derart schwerwiegenden Falschurteilen kommen kann, die tatsächlich jeden in unserer Gesellschaft treffen können. …“

Quelle / gesamter Artikel: Presseportal
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TV-Tipp heute 21.00 Uhr: PlusMinus „Viel Geld für viel Leid: Wie Gerichtsgutachter Familien zerstören“ auf ARD

„Sie sind teuer und sie erzeugen oft Leid. Familienpsychologische Gutachten sollen bei Gericht klären, was mit Kindern passiert, wenn sich die Eltern nach einer Trennung nicht auf das Sorge- oder Umgangsrecht einigen können. Für Richter oft die wichtigste Entscheidungshilfe. Doch die Qualität der Gutachten wird seit Jahren kritisiert. Richter sind frei in ihrer Entscheidung und beauftragen oft Gutachter mit mangelnder Qualifikation und fragwürdiger Untersuchungsmethoden. Ein Gutachten kostete in einem Fall einen Vater 10.000 Euro – und den Umgang mit seinem Kind. Dabei enthielt es so viele Fehler, dass sein Verfasser es später zurücknahm und der Vater wieder Kontakt zu seinem Kind bekam. Trotzdem musste der Mann die 10.000 Euro bezahlen. Bundesjustizminister Heiko Maas will mit einem neuen Gesetz die Qualität der Gutachten verbessern. Reichen die geplanten „Maas-nahmen“ aus?“

Quelle: Das Erste
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„Gutachten im Familienrecht: Fachverbände definieren Mindestanforderungen“

„Die Vertreterinnen und Vertreter juristischer, psychologischer und medizinischer Fachverbände, der Bundesrechtsanwalts- und der Bundespsychotherapeutenkammer haben sich am 16. September auf „Mindestanforderungen an Gutachten im Kindschaftsrecht“ geeinigt. Einige umstrittene Entscheidungen und Studien hatten die Diskussion um die Qualität forensischer Gutachten in den Fokus der medialen und politischen Öffentlichkeit gerückt. Im Koalitionsvertrag vereinbarten die Regierungsparteien „in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden die Qualität von Gutachten, insbesondere im familiengerichtlichen Bereich verbessern“ zu wollen.

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„Konsequenz aus Heimskandalen: Kinderrechte vor!“

„… Jedes Kind hat das Recht auf Schutz und Förderung. Dies gilt umso mehr für Kinder, die nicht von ihren Eltern erzogen werden, sondern in Heimen oder Wohngruppen leben – denn hier übernehmen der Staat und die Heimträger die Erziehungsverantwortung. Durch die runden Tische zur Heimerziehung und zum sexuellen Kindesmissbrauch der Bundesregierung von 2009 bis 2012 wissen wir, wie systematisch Gewalt, Entwürdigung und Missbrauch in Heimen verbreitet waren und dass oft alle Hinweise und Beschwerden von Trägern und Staat unterdrückt wurden.

Trotz erheblicher Veränderungen in der Praxis und in den Rechtsgrundlagen – zuletzt durch das Bundeskinderschutzgesetz zum 1. 1. 2012 – sind junge Menschen in Heimen auch heute noch gefährdet, Opfer von Gewalt und Entwürdigung zu werden. Aktuell bekannt gewordene Beispiele wie die Vorkommnisse in den Heimen der Haasenburg und des Friesenhofes sind keine Einzelfälle.

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„Familien-Gutachter unter der Lupe“

„Familienstreitigkeiten, Sorgerechtsfälle vor Gericht – das ist einer der sensibelsten juristischen Bereiche überhaupt. Wer bekommt das Kind zugesprochen, wer steht zurück? Doch gerade in diesen Fällen beklagen Experten eine schlechte Qualität von Gutachten. Das soll jetzt anders werden. Die Koalition will im September ein neues Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts auf den Weg bringen.
Bislang geht es bei der Begutachtung von Kindern lascher zu als bei der Begutachtung von Autos.

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Trotzdem würden auf ihrer Grundlage vielen Eltern das Sorgerecht entzogen und Familien zerrissen. „Mit diesen Gutachten verdienen die Gutachter zwar viel Geld. Auf der Strecke bleibt aber das Wohl der Familien und der Kinder“ …

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TV-Tipp heute 21.00 Uhr: Frontal 21 „Fragwürdige Familiengutachten“ im ZDF

„75 Prozent aller Gutachten in familienrechtlichen Streitigkeiten in Deutschland sind mangelhaft. Das ist das Ergebnis einer Studie der IB-Hochschule Berlin, die dem ZDF-Magazin Frontal21 exklusiv vorliegt. Trotzdem wird auf der Grundlage solcher Studien vielen Eltern das Sorgerecht entzogen, werden ganze Familien auseinandergerissen.

Die Gutachten hätten gravierende Mängel bei den Testverfahren und den Methoden der Gesprächsführung, erklärt Werner Leitner, Professor für Angewandte Psychologie. „Außerdem entsprechen sie nicht dem aktuellen Forschungsstand.“ Leitner hat für die Studie 272 Familienrechtsgutachten aus den Jahren 2013 und 2014 aus allen Bundesländern untersucht. Sein Fazit: „Diese mangelhaften Gutachten sind als Entscheidungsgrundlage für die Gerichte überhaupt nicht geeignet.“ Trotzdem würde auf ihrer Grundlage vielen Eltern das Sorgerecht entzogen, ganze Familien zerrissen. „Mit diesen mangelhaften Gutachten verdienen die Gutachter zwar viel Geld, auf der Strecke bleibt aber das Wohl der Familien und der Kinder“, kritisiert Leitner.

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Terminhinweis 08. 09. 2015 Berlin: Informations- und Diskussionsabend zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung

„Immer wieder verlieren Kinder durch eine Trennung den Kontakt zu einem Elternteil. Dies kann verschiedene Gründe haben. Ein Elternteil entzieht sich dem Kontakt oder aber Elternteile werden aus dem Leben ihrer Kinder ausgegrenzt (bekannt als Eltern-Kind-Entfremdung oder aber Parental Alienation Syndrom – PAS).

Die Leidtragenden sind immer die Kinder, aber auch die Eltern, Großeltern, Familienangehörige, jeweils auf ganz unterschiedliche Weise. Wir wollen darüber diskutieren, was für Auswirkungen eine Eltern-Kind-Entfremdung (PAS) auf die beteiligten Eltern und Kinder hat. Wir wollen aufzeigen, was Eltern und Gerichte, Anwälte, Verfahrensbeistände, Gutachter, Jugendämter und weitere Professionen unternehmen können, um Kindern den Kontakt zu beiden Eltern zu erhalten und einer Entfremdung möglichst frühzeitig und wirkungsvoll zu begegnen.

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„Richterbund begrüßt Pläne für bessere Qualifikation von Gutachtern“

„Der Deutsche Richterbund (DRB) begrüßt den Gesetzentwurf des Bundesjustizministers, mit dem die Qualifikation von Gutachtern in familienrechtlichen Verfahren verbessert werden soll.

„Es ist richtig, dass der Gesetzgeber jetzt klare Vorgaben macht“, sagt DRB-Präsidiumsmitglied Joachim Lüblinghoff. Bisher müssten Gutachter keine bestimmte Qualifikation nachweisen, um familienpsychologische Gutachten zu erstellen. „Der Deutsche Richterbund dringt seit langem darauf, dass der Gesetzgeber das ändert“, betont Lüblinghoff.

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