Vaterlosigkeit und Terrorismus

Einen interessanten, leider aber nur sehr kurzen Artikel veröffentlichte unlängst die österreichische „Krone„-Zeitung zum Zusammenhang von Vaterlosigkeit und Gewaltbereitschaft. Die Wiener Psychiaterin Gabriele Wörgötter führt u. a. aus:

„… Keine Krankheit, aber Bindungsstörung und fehlende Vaterfigur

Denn, so wie eine Untersuchung der Expertin zeigte, seien die Gemeinsamkeiten in der Lebensgeschichte der Jugendlichen, die zum Teil für den IS nach Syrien gegangen, zum Teil nach Österreich zurückgekehrt waren und zum Teil auch in Österreich verdächtigt worden waren, Anschläge zu beabsichtigen, frappant gewesen: „Keiner der Jugendlichen hatte eine psychiatrische Erkrankung. Alle hatten eine frühe Bindungsstörung. Bei allen fehlte die Vaterfigur. Alle Jugendlichen waren vor ihrem ‚Anschluss‘ an den IS sozial isoliert und aus ihrer Peer Group (Gleichaltrige; Anm.) ausgegrenzt.“ Zerbrochene Familien, Isolation etc. seien markante Hintergrundbedingungen gewesen. …“

Zum gleichen Schluss kam in einem Feature von Deutschlandradio Kultur bereits im Oktober 2015 der arabische Psychoanalytiker Gehad Mazarweh:

„Die arabischen Gesellschaften sind vaterlos. Die Orientierung ist dadurch verloren gegangen. Es gibt ein Restpatriarchat. Deren Ergebnis ist die IS, diese Kriminellen, die in Syrien und im Irak sind. Viele gehen hin, weil sie eine Orientierung brauchen. Und diese Leute bieten eine ganz klare, mörderische Orientierung.“
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Terminhinhinweis 24. 05. 2016 Neubrandenburg: „Wie gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung gelingt“

Der Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Neubrandenburg e. V. lädt gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neubrandenburg zur Informationsveranstaltung „Wie gemeinsame Elternschaft nach einer Trennung gelingt und den Kindern beide Eltern erhalten bleiben“ ein:

„… Wir geben einen Überblick über die aktuelle Lage im deutschen Familienrecht, praktische Fragen für Eltern und Kinder beantworten und über das möglichst erfolgreiche Zusammenwirken der verschiedenen Professionen sprechen.

Wie kann verhindert werden, dass Kinder durch langwierige Konflikte belastet werden?
Was kann und muss unternommen werden, damit Kinder keinen Elternteil verlieren?
Welche Auswirkungen hat der Verlust eines Elternteils für Kinder / für die Eltern?
Wie können getrennte Eltern Beruf und Familie vereinbaren?
Welche Vor- oder Nachteile hat die Betreuung der Kinder im Wechselmodell?

Wir werfen auch einen Blick auf erfolgreiche Lösungswege anderer Länder und diskutieren mit Ihnen, ob solche Lösungswege auch in Deutschland angewandt werden können. …“

Quelle / gesamter Veranstaltungshinweis: Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Neubrandenburg e. V.
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Terminhinweise Dokumentarfilm „Töchter ohne Väter“

„Während und nach dem 2. Weltkrieg wuchs rund ein Drittel aller Kinder ohne Vater auf. Die Folgen einer solchen Kindheit wurden lange Zeit nicht wahrgenommen, oder sie waren tabu. Was haben Bombenkrieg, Flucht, Vertreibung und vor allem die Vaterlosigkeit bei den Kindern bewirkt? Sie sind heute im Rentenalter – und viele davon setzen sich jetzt erstmals mit ihrem Aufwachsen ohne Vater auseinander. Nach “Söhne ohne Väter” (2007) beleuchtet der neue Dokumentarfilm von Andreas Fischer, “Töchter ohne Väter” (2016, 90 Minuten) die Lebenswege dieser Frauen und erzeugt damit ein intensives Porträt einer ganzen Generation. …“

Quelle / gesamter Artikel: Kultopia

Kinotermine: Moraki
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Terminhinweis 11. 06. 2016 Köln: DEMO „Allen Kindern beiden Eltern“

Zeitraum: 13 – 20 Uhr
Ort: Friesenplatz Köln

Quelle / Veranstalter: Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V.
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Mitwirkende für „Befragung: Kindeswohl und Umgangsrecht“ gesucht

„Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) führen wir eine bundesweite Befragung zum Thema Kindeswohl und Umgangsrecht durch. Aus diesem Grund suchen wir Familien, die sich innerhalb der letzten vier Jahre getrennt haben und die bereit sind darüber Auskunft zu geben, wie der Umgang zwischen den Elternteilen und Kindern ausgestaltet ist. Das Ziel der Befragung liegt darin, Umgangsregelungen künftig noch stärker am Wohl des Kindes auszurichten. Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns sehr.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte oben auf den Link „mehr erfahren“ oder melden Sie sich jetzt sofort an!

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„Sorgerechtsentzug – Inobhutnahmen: mehr Transparenz – Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze“

„Im Jahr 2014 wurden insgesamt 17 029 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Sorgerechtsentzug getroffen, die Tendenz ist steigend. Wird das Sorgerecht entzogen, so erfolgt eine Fremdunterbringung in der Regel in Heimen oder bei Pflegeeltern. Meist ist dem Sorgerechtsentzug schon eine wichtige Weichenstellung vorausgegangen: die Inobhutnahme durch das Jugendamt. Dazu stellt der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk fest: „Einerseits ist es gut, dass das Jugendamt genauer hinschaut, wenn für Kinder Gefahr in Verzug ist, andererseits darf das Jugendamt mit seinen Maßnahmen nicht gerichtlichen Entscheidungen vorgreifen. In jedem Fall haben die Eltern vor einer Inobhutnahme Anspruch auf rechtliches Gehör und einen Anwalt, der sie vertritt.“ Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) fordert mehr Transparenz bei Inobhutnahmen, Intensivierung der Beratung der Eltern, keine Einzelentscheidungen eines Sozialarbeiters oder einer Sozialarbeiterin, keine gezielte Entfremdung der Kinder von den leiblichen Eltern. Klare Zielvorgabe muss die Rückführung in die Ursprungsfamilie sein.

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„Volljährige Betroffene zu „Vaterentbehrung“ gesucht“

„Hartmut Wolters vom VAfK Köln macht in seinem Newsletter nachfolgenden Aufruf an erwachsene Trennungs- und Scheidungskinder, die Vaterlosigkeit erleben mussten.

„Für eine erste multimediale Geschichte über Vaterentbehrung suchen wir betroffene, volljährige Kinder, die bereit wären daran mitzuwirken und uns ihre Geschichte erzählen würden.

Wir sind zwei frei arbeitende Journalisten – Textautorin mit 2 Kindern und als Vater selbst betroffener Bildautor.

Der erste Beitrag soll zunächst in den Medien platziert und im zweiten Schritt auf einer Internetseite (vaterentbehrung.de) als Start-Story verwendet werden.

Hier werden dann weitere Beiträge folgen, die sich um das Thema drehen. Die Seite selbst ist als längerfristiges Projekt angelegt.“

Interessenten melden sich bitte mit Kontaktdaten und kurzer Fallbeschreibung bei Hartmut Wolters unter den Kontaktdaten des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V..
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Terminhinweis 23. 04. 2016 Lüneburg: „Wie Vaterentbehrung das Leben prägt“ – Lesung, Vortrag + Diskussion

„Zunächst liest die Autorin Jeannette Hagen aus ihrem Buch „Die verletzte Tochter“ und erzählt aus ihrer Erfahrung, was es für das eigene Leben bedeutet, ohne Vater aufzuwachsen. Im Anschluss gibt es einen Vortrag der Psychologin Andrea Jacob, die weit über 300 Expertisen zu Gutachten in Familienrechtsverfahren verfasst und über 1000 Gerichtsakten geprüft hat. Unabhängig davon musste sie selbst als Großmutter das Leid der „Entsorgung“ erleben.“

Ort / Zeit: Hotel Bergström, 21 335 Lüneburg, 12 – 17 Uhr

Infos: Selbsthilfegruppe „Entsorgte Eltern und Großeltern
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„Betroffene für Fallsammlung gesucht : Verweigerung des Sorgerechts mit Inobhutnahme“

Nachfolgend verweisen wir auf eine Suchanfrage:

„Liebe Freunde und Mitstreiter,

ein sehr engagiertes Lehrer-Großelternpaar aus Norddeutschland will eine Fall- Sammlung starten – deutschlandweit – wo leiblichen / rechtlichen Vätern das Sorgerecht verweigert wird, die Mutter das Sorgerecht entzogen bekommen hat und dann das Kind in Pflege kommt.

Das Ehepaar hat selbst einen solchen Fall in Bremen und auch schon in der Nähe von Osnabrück gefunden.

Bitte bei mir melden. Ich leite dann die Betreffenden weiter.

Liebe Grüße

Eure Heiderose“

Interessenten setzen sich bitte mit Heiderose Manthey unter den hier hinterlegten Kontaktdaten in Verbindung.
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„Dokumentarfilm „Vaterlandschaften“: Es ist auch sein Kind“

„… Zunächst wollte Peter Kees gar keinen Film machen – zumindest keinen für die Öffentlichkeit: „Ich kam mit der Situation nicht klar. Und begann, mich zu filmen, um einen Umgang mit der Problematik zu finden.“ Dann kam ihm der Gedanke, dass er so später seiner Tochter zeigen könnte, wie die Geschichte aus seiner Sicht ablief. Und schließlich habe er gedacht: „Ich bin ja nicht allein. Es ist ein gesellschaftlich relevantes Thema.“ Deshalb zeigt er den Film jetzt doch vor Publikum. Ihm geht es mittlerweile auch um ein generelles Problem von Vätern: „Das deutsche Familienrecht ist veraltet.“ Das Umgangsrecht in Deutschland sei zu lasch, etwa im Vergleich mit Belgien oder Schweden. „Was fehlt, ist, dass aus der Sicht des Kindes gehandelt wird.“

Im Mai 2013 – kurz nach der Geburt von Kees’ Tochter – trat zwar eine Reform des Sorgerechts in Kraft: Seitdem kann der Vater durch einen Antrag beim Familiengericht auch ohne Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht bekommen. „Natürlich hätte ich gern einen Teil des Sorgerechts. Allerdings sieht meine Anwältin trotz der geänderten Gesetzeslage keine Chance“, sagt Kees. Wenn Eltern nicht genug kommunizieren, würden Gerichte noch immer Mütter bevorzugen.

Im Film sieht man fast nur Kees selbst – vor allem seinen Gemütszustand. Etwa als er versucht, herauszufinden, ob das Kind schon geboren ist. Er erfährt es erst Tage später. …“

Quelle / gesamter Artikel: Tagesspiegel
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