„Väterrechte: Auf den Unterhalt reduziert“

„Das Abstimmungsergebnis war erstaunlich klar im Europarat. Sozialisten, Konservative, Liberale, alle hoben sie am 2. Oktober vergangenen Jahres die Hand für die Resolution 2079 mit dem etwas sperrigen Titel: „Gleichberechtigte und geteilte elterliche Verantwortung: Die Rolle der Väter“. In seltener Einmütigkeit haben die Ratsmitglieder etwas festgestellt, was zumindest in Deutschland für weitreichende Veränderungen sorgen könnte.

Im Kern verlangt der Beschluss, dass die Mitgliedstaaten des Europarats den Vätern auch nach einer Trennung die volle Teilhabe an der elterlichen Sorge ermöglichen sollen. Dazu soll die sogenannte paritätische Doppelresidenz oder auch das Wechselmodell zum Standardmodell nach einer Trennung werden.

[…]

Im deutschen Recht gibt es nur ganz oder gar nicht. Lebt das Kind nach der Trennung überwiegend bei einem Elternteil, wird es – im Streitfall – gerichtlich diesem zugesprochen. In 90 Prozent aller Fälle leben Trennungskinder mit der Mutter. (mehr …)

Terminhinweis 15. 07. 2016 Karlsruhe: Elternkongress „Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern“

„Seit dem letzten Väterkongress am 23. Juni 2012 zum Thema „Vereinbarkeit auch für Väter – Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung“ hat sich der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder (VAfK) als Antwort auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert.

Dies führte zur Konzeption eines „Elternkongresses“, veranstaltet vom VAfK-Landesverein Baden-Württemberg, mit dem Thema

Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern und die Rolle der familialen Professionen.

>Während die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Auflösung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Maßnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter im Lebensverlauf fördert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine „Rolle rückwärts“ in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktmäßig für die Kinderbetreuung und –erziehung zuständig und wird zur „alleinerziehenden Mutter“, während der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktmäßig für den Kindesunterhalt zuständig ist und zum „Umgangselternteil“ wird. Das führt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Die häufige Folge sind eskalierende, sich über viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur völligen Entfremdung.

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„Deutscher Familienverband: Gerechtigkeit für Familien – für eine moderne Familienpolitik“

„Anlässlich der Anhörung des Familienausschusses im Bundestag am 14. März fordert der Deutsche Familienverband (DFV) eine moderne Familienpolitik für alle Familien: Eine Politik, die verfassungskonform, sozial, familienformneutral und gendergerecht ist. Der wachsenden Familienarmut kann nach Auffassung des Verbandes nur mit einer familienorientierten Erwerbsarbeitswelt, statt mit der arbeitsweltorientierten Familie begegnet werden. In den ersten drei Lebensjahren des Kindes muss die gesetzlich gesicherte Elternzeit durch eine echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter abgesichert werden. Eltern wissen am besten, was ihr Kind braucht. Das kann die Betreuung des Kindes innerhalb der Familie oder eine zeitweise Betreuung außerhalb der Familie in einer qualitativ hochwertigen KiTa oder Tagespflege sein. Eine solche Wahlfreiheit besteht nur dann, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist und die Art der Betreuung gleichwertig gefördert wird.

Doch auch bei Vollzeiterwerbstätigkeit stehen Familien zunehmend vor dem Problem, vom Brutto nicht einmal das behalten zu können, was zur Teilhabe der Familie an dieser Gesellschaft nach amtlichen Berechnungen (Existenzminimumbericht) erforderlich ist. Das Problem liegt nur zum Teil in zu geringen Steuerfreibeiträgen, sondern vielmehr in familienblinden Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung. Es widerspricht dem allgemeinen Gleichheitssatz des Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes, wenn bei der Beitragshöhe nicht danach differenziert wird, ob Kinder betreut und erzogen werden, stellte das Bundesverfassungsgericht bereits 2001 klar.

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„BGH stärkt Rechte unverheirateter Eltern“

„… Er wollte nicht darauf verwiesen werden, dass seine Partnerin Vollzeit arbeiten gehen könnte, wenn das Geld nicht reicht. Er habe zu Hause Pflichten, sagt sein Anwalt Peter Beutl: „Das ist allgemein anerkannt, dass es dem Kind dann gut geht, wenn es auch den Eltern gut geht. Wenn sich die Eltern dafür entschieden haben, das Kind selbst zu betreuen, also nicht in Fremdbetreuung zu geben, ist das meines Erachtens zu akzeptieren.“

Überraschende Entscheidung der Richter

Der Bundesgerichtshof (BGH), Deutschlands oberstes Familiengericht, hat ihm jetzt überraschend Recht gegeben. Ja, es spiele eine Rolle, so die Bundesrichter, dass sich das Paar entschieden habe, das Kind zu Hause zu betreuen. Dann sei eben weniger Geld für den pflegebedürftigen Vater übrig. Denn wenn das Kind zu Hause betreut wird, ist der Mann gegenüber seiner Partnerin zu Unterhalt verpflichtet und kann nichts mehr für seinen pflegebedürftigen Vater abgeben. …“

Quelle / gesamter Artikel: Tagesschau.de
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„Was wir nicht mehr zu Vätern sagen sollten“

„… Hört euch nur mal die Sprache an, in der wir über Eltern reden, dann wisst ihr, auf wessen Seite die Punkte sind.

Seht euch nur an, wie viel Druck wir auf Mütter ausüben, die, „die ja dazu geboren sind, ein Kind zu erziehen“. Die mit den Instinkten. Die, die wissen, wie es geht.

Sogar auf der Flasche, in der das Waschgel für unseren Sohn drin ist, steht „Mütter lieben es“.
Was ist mit den Vätern?

Es ist leicht zu verstehen, warum sie oft „Babysitter“ genannt werden.

Es ist leicht zu verstehen, warum Väter in den Geburtsvorbereitungskursen kaum erwähnt werden.

Es ist leicht zu verstehen, warum die guten Väter – die liebenden, sich kümmernden, mutigen, fähigen, treuen, die es instinktiv richtig machen – als trottelige Versager dargestellt werden.

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„Alltag mit Papa“

Jedes zweite Wochenende und einmal während der Woche ? So selten sehen viele Trennungsväter ihre Kinder. Der Europarat empfiehlt nun ein anderes Modell.

[…]

Man könnte annehmen, der Staat würde es begrüßen und befördern, wenn sich Vater und Mutter auch nach Trennung oder Scheidung die Kinderbetreuung aufteilen. In Wahrheit aber werden Modelle wie jenes, das Zink und seine Expartnerin leben, von Politik und Justiz eher verhindert als befördert – Zink merkt das unter anderem daran, dass sich seine frühere Partnerin trotz der Unterstützung, die sie von ihm erhält, offiziell als „alleinerziehend“ bezeichnen darf.

Der Europarat hat nun Deutschland und andere Staaten für den Umgang mit Trennungseltern und -kindern kritisiert. In einer Resolution zur „Gleichheit und gemeinsamen elterlichen Verantwortung“ verlangt das Gremium, den familienpolitischen Kurs zu ändern und die „Rechte der Väter“ zu stärken. Kindern müsse es grundsätzlich ermöglicht werden, nach der Trennung zu ungefähr gleichen Teilen bei Mutter und Vater zu wohnen. Ausnahmen vom „Wechselmodell“ sollten nur gemacht werden, wenn das Kindeswohl in Gefahr sei.

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„Elterngeld: 14 Prozent der Neueinsteiger entscheiden sich für Elterngeld Plus“

„Im dritten Quartal 2015 haben in Deutschland insgesamt 885.000 Personen Elterngeld bezogen. Davon waren 83 Prozent (738.000) Mütter und 17 Prozent (147.000) Väter. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Bestandsstatistik zum Elterngeld mit. Die Statistik liefert erstmals auch Daten zum neu eingeführten Elterngeld Plus. Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren wurden, können zwischen dem Bezug von Basiselterngeld (bisheriges Elterngeld) und dem Bezug von Elterngeld Plus wählen oder beides kombinieren. Die Bezugsdauer für Eltern kann sich hierdurch erheblich verlängern, denn aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei Elterngeld-Plus-Monate.
Für die überwiegende Mehrheit der Beziehenden (rund 800.000 Personen) galt noch die frühere Rechtslage, so dass Elterngeld Plus für diesen Personenkreis nicht in Betracht kam.

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„«Das Fehlen einer Papi-Zeit ist beschämend»“

Ein Blick in die Schweiz:

Markus Theunert plant eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub. Im Interview kritisiert er die heutige Familienpolitik.

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Nun lanciert Männer.ch zusammen mit anderen Organisationen eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub (siehe Box). Was erhoffen Sie sich davon?
Es wäre nicht nur eine unverzichtbare finanzielle Unterstützung für die junge Familie, sondern ein Signal an alle: Der Vater ist heute im Leben des Kindes selbstverständlich von Anfang an dabei. Die Gesellschaft gibt ihm Zeit – erwartet aber auch, dass er diese nutzt, um sich Kompetenzen anzueignen und seine Frau zu unterstützen. In einer leistungsorientierten Gesellschaft ist es wichtig, auch Beziehungs- und Betreuungsarbeit zu würdigen und zu fördern.

Die zuständige Nationalratskommission lehnte am Freitag einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub mit der Begründung ab, die Familiengründung sei «eine private Angelegenheit», in die sich «der Staat nicht einzumischen habe».
Das ist ein Scheinargument. Der Staat kann sich gar nicht aus dem Privatleben der Menschen heraushalten. Mit dem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub schafft er heute Anreize, dass die Frau zu Hause bleibt. Der Kampf gegen den Vaterschaftsurlaub ist rein ideologisch motiviert: Man will nicht, dass sich Männer und Frauen die Hausarbeit 50:50 teilen, getraut sich aber nicht, das zu sagen. Deshalb kommt man mit diesem verstaubten Argument. …“
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Terminhinweis 17. 02. 2016 Potsdam: Infoabend Wechselmodell

„1] Fairplay bei Umgang und Unterhalt

Wenn Mama 100% Unterhalt zustehen würde, bekommt Papa dann Care-Pakete ?
Natürlich kosten Kinder nicht nur bei Mama Geld, natürlich hat Papa oft die gleichen Ausgaben.
Natürlich bekommt Mama noch das Kindergeld obendrauf. Soll das fair sein ?

Wir laden zu einer konstruktiven, aber gern auch „hochstrittigen“ Diskussion Betroffene und Beteiligte ein, informieren gern als Einleitung über den familien- und unterhaltsrechtlichen Status quo und machen Vorschläge, wie Mann / Frau sich einigen können ohne Jugendamt und ohne Gericht.

2] akt. Petition an den Bundestag

Infos unter http://www.wm-ev.de

Anmeldung per 0179 – 6866 989
oder an feodora-mmz@hotmail.de“

Quelle: Wechselmodell/Konfliktlösung Potsdam / Facebook-Events
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„Zwei Euro mehr Kindergeld „Eine Schande für unser Land““

„… Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisierte die Erhöhung des Kindergeldes als völlig unzureichend. „Zwei Euro mehr Kindergeld und drei Euro Regelsatzerhöhung für Kinder im Hartz-IV-Bezug sind ein Hohn. Mit diesen mickrigen Beträgen werden wir es nicht schaffen, die Kinderarmutsquote in Deutschland zu senken“, sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Rund drei Millionen von Armut betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland sind eine Schande für unser Land.“

Er kritisierte, dass Spitzenverdiener durch den Kinderfreibetrag in der Steuer mehr entlastet werden als Geringverdiener. „Jedes Kind sollte uns aber gleich viel wert sein.“ Wenn einem fünfjährigen Kind aus einer Hartz-IV-Familie täglich nur 2,94 Euro für Essen und Trinken zugestanden werde, habe das mit dem vom Bundesverfassungsgericht geforderten soziokulturellen Existenzminimum nichts zu tun. …“

Quelle / gesamter Artikel: N24
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