UNICEF-Bericht zeigt die Ungleichheit beim Kindeswohl in reichen Industrieländern

„Die Report Card 13 gibt einen Überblick über Ungleichheiten des Kindeswohls in 41 Ländern der Europäischen Union (EU) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der Report konzentriert sich auf den Unterschied zwischen dem Wohlbefinden von Kindern am unteren Ende der Gesellschaft und jenen in der Mitte (dem „Durchschnitt”). Während sich die öffentliche Diskussion oftmals um die Konzentration von Wohlstand in den Händen weniger dreht, fragt die Studie, wie weit benachteiligte Kinder hinter den Durchschnitt im jeweiligen Land zurückbleiben.

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Deutschland liegt bei der Gesamtplatzierung in den Dimensionen Einkommen, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit auf Platz 14. Gemeinsam mit Griechenland, Ungarn und England ist dies ein Platz im oberen Mittelfeld.

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Terminhinweis ab 12. 05. 2015 Berlin: Kurs „Kinder im Blick“

„Ist ein Kurs für Eltern in Trennung, die sich vor vielen offenen Fragen stehend sehen und gerne konkrete und praxisnahe Hinweise für den Umgang mit dieser Situation hätten.

Wenn Eltern sich trennen, verändert sich vieles, auch für die Kinder. Sie brauchen in dieser Zeit besonders viel Zuwendung, um den Übergang in den neuen Lebensabschnitt gut zu bewältigen.

Das ist für die meisten Eltern nicht leicht. Konflikte mit dem anderen Elternteil, finanzielle Probleme, Verlustängste oder mehr Stress fordern Kraft, Zeit und Nerven, gehen häufig auf Kosten der Kinder, aber auch genau so oft auf Kosten des eigenen Wohlbefindens. …“

Quelle / gesamter Veranstaltungshinweis: Väterzentrum Berlin
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Buchtipp: Johannes Huber + Heinz Walter „Der Blick auf Vater und Mutter: Wie Kinder ihre Eltern erleben“

„… Sowohl in Theorie und Forschung als auch in der erzieherischen Alltagspraxis herrscht die Blickrichtung der Erwachsenen auf das Kind vor. In radikaler Umkehr dessen interessiert sich dieses Buch für die Kinderperspektive: Nicht mehr Erwachsene berichten darüber, wie sie Kinder sehen, sondern Kinder selbst geben Auskunft, wie sie Vater und Mutter und ihre Beziehung zu ihnen erleben. Die empirisch-sozialwissenschaftlichen als auch berufspraktischen Beiträge eröffnen Töchtern und Söhnen unterschiedlichen Alters Raum, ihre ganz eigene Sicht offenzulegen. Dabei wird deutlich, dass zur Erschließung der Kinderperspektive unterschiedliche Zugangswege möglich und nötig sind, um sich Aussagen über kindliche Bedürfnisse anzunähern.

Wie erleben Kinder ihre Eltern?
Verschiedene Autoren mit unterschiedlichen Sichtweisen haben sich dieser Frage gestellt und geben in diesem Buch darauf eine Antwort. Dabei zeigt sich, dass dem Vater ein sehr breiter Raum gegeben wird. Die Kind-Vater Beziehung ist offensichtlich besonders prägend. Mütter scheinen für Kinder eine nicht so große Rolle zu spielen, sind aber genauso wichtig.

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Terminhinweis 16. + 17. 09. 2016 Düsseldorf: Männerkongress 2016 „Männliche Sexualität und Bindung“

„Der Düsseldorfer Männerkongress wird nun schon zum vierten Mal gemeinsam vom Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKD und der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf ausgerichtet. Beide Institutionen wenden sich mit ihren psychotherapeutischen Angeboten auch an Männer, die unter psychosomatischen Beschwerden und Beziehungsproblemen leiden, häufig auch verbunden mit Auswirkungen auf ihre Sexualität. Der Umgang mit Beziehungskonflikten und die Bewältigung hoher Belastungen in Familie oder Beruf ist immer mit geprägt von kindheitlichen Erfahrungen mit den Eltern und den sich daraus entwickelnden Bindungsmustern. Diese frühen Erfahrungen mit Abhängigkeit und die damit verknüpften affektiven Grundmuster beeinflussen zumeist unbewusst auch den späteren Umgang mit der eigenen Sexualität. So projizieren sich kindliche Bindungsmuster in die gelebte männliche Sexualität hinein und dysfunktionale oder aversive elterliche Bindungsrepräsentanzen können die sexuelle Entwicklung des Jungen und die sexuelle Identität des erwachsenen Mannes mehr oder weniger konflikthaft beeinflussen. Diese komplexen Zusammenhänge beleuchten ausgewiesene Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen klinischen und wissenschaftlichen Perspektiven. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein. …“

Quelle / gesamter Veranstaltungsflyer: Männerkongress2016
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Terminhinweis 10. + 11. 03. 2016 Berlin: Fachtagung „Strategien moderner Väterpolitik“

Jeder Vater ist anders

Fachtagung am 10. und 11. März 2016

Ort: DGB, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin

Moderne Väterpolitik? Die Fachtagung wird Gelegenheit geben, gemeinsam eine Zukunftsvision von Väterpolitik und Väterarbeit zu erarbeiten sowie politische Positionen und Strategien zu entwickeln. Dabei ist einerseits der Vielfalt von Vätern und Vaterschaft gerecht zu werden und anderseits sind partnerschaftliche Lebensmodelle zu befördern.

Was brauchen Väter? Wie können Väter unterstützt werden, andere als traditionelle Einstellungen zu entwickeln? Wie können ‚andere‘ Modelle in die alltägliche Lebensführung integriert werden? Wie müssen Strukturen beschaffen sein? Wie ist mit den unterschiedlichen oder sogar widersprüchlichen Bedarfslagen von Vätern umzugehen? Nicht zuletzt: Welche Berührungspunkte gibt es mit gleichstellungspolitischen Ideen und wie können Väter und Männer für eine geschlechtergerechte politische Praxis gewonnen werden?

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„44.011 Kinder leben in Thüringen von Hartz IV“

„44 011 Kinder leben in Thüringen nach der jüngsten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung gegenwärtig von Hartz IV-Leistungen – für den PARITÄTISCHEN Thüringen ist das eine erschreckende Zahl…

„Jedes Kind, das in Armut leben muss, ist eines zu viel“, zu der Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN, Reinhard Müller. Die Zahl zeige, dass der wirtschaftliche Aufschwung an vielen Kindern in Deutschland vorbeigehe. Nach den Untersuchungen der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung beträgt die Armutsgefährdungsquote für Kinder in Thüringen 23,7 Prozent.

Das bedeutet, dass fast jedes vierte Kind in Thüringen in Familien mit so wenig Geld lebt, dass die Mädchen und Jungen als armutsgefährdet gelten. Nach diesen Untersuchungen ist die Gefahr für Kinder und Jugendliche, in Armut oder an der Armutsschwelle leben zu müssen, seit 2013 sogar leicht gestiegen.

[…]

Armen Kindern werden schon früh Lebenschancen verbaut. Sie sind bei der Einschulung häufiger auffällig, was Motorik und Körperkoordination anbelangt, sie können sich schlechter konzentrieren als ihre Altersgenossen und sprechen schlechter Deutsch und können auch schlechter rechnen. Präventive Angebote erreichen sie kaum. Auch bei vielen Aktivitäten Gleichaltriger wie Sport im Verein oder musischer Bildung bleiben sie ausgeschlossen, weil ihre Eltern sich die Vereinsbeiträge nicht leisten können.

Daran ändere auch das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder im Hartz IV-Bezug wenig. Es ist nach Einschätzung des Verbandes überbürokratisiert und auch unzureichend. …“

Quelle / gesamter Artikel: NNZ online
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„Nicht mächtig, aber stark: Ringen um ein neues Männerbild“

Nach Jahrzehnten weiblicher Emanzipation wird es Zeit, die Männer und Jungen zu stärken – das verlangt die deutsche Männerbewegung. Andreas Baum hat einen Männerkongress besucht, war rechtsradikalen Tendenzen auf der Spur und hat mit einem Therapeuten gesprochen.

[…]

Ich lerne allerdings: Der Kern der deutschen Männerbewegung ist die Väterbewegung – Männer, die nach der Trennung von ihren Familien um ihre Kinder kämpfen müssen. Claus John:

„Ich habe das Väternetzwerk in der Region Nürnberg gegründet, vor zwei Jahren. Und wir setzen uns ein in erster Linie für getrennte Väter, die nach der Trennung ihre Kinder kaum noch sehen können, diskriminiert werden von Jugendämtern und von Familiengerichten, für uns ist es schon die Diskriminierung, wenn über 90 Prozent der Kinder nach einer Trennung immer noch zu den Müttern gehen, also die Rechte dort die Mütter bekommen und die Väter außen vor sind.“

Nach der Trennung fühlen sich viele Väter auf Hilfe angewiesen

Zu Claus John kommen Männer, wenn es eigentlich zu spät ist. Wenn die Kinder bereits entzogen und entfremdet sind, wenn das Geld für Anwälte und Unterhaltszahlungen aufgebraucht ist, wenn die Väter kein Licht mehr sehen am Ende des Tunnels. Ihr Eingeständnis, hilfebedürftig zu sein, ist auch eine Kapitulation. Und öffnet sie für neue Ideen – für manche zum ersten Mal in ihrem Leben.

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Terminhinweis 04. – 06. 03. 2016 Hofgeismar: Fachtagung „Jungs – Männer von morgen“

„Wie wird ein Junge ein Mann? Was zeichnet Männlichkeit im 21. Jahrhundert aus? Wie finden Jungen heute Orientierung für ihre Suche nach männlicher Identität und wer bietet sie ihnen? Mit welchen Problemen sind sie konfrontiert und welche Unterstützung können wir ihnen anbieten? Und: welche Ressourcen haben sie selber? Auf der Tagung sollen Antworten auf diese Fragen gesucht werden, um wirksame und praktische Unterstützungsmöglichkeiten für Jungen und Jugendliche herauszuarbeiten. …“

Quelle / weitere Tagungsinformationen: Evangelische Akademie Hofgeismar
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„Kinderhilfswerk: Monitoring-Stelle muss Kinderrechten mehr Geltung verschaffen“

„Das Deutsche Kinderhilfswerk hofft, dass durch die am 17. November eröffnete Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte den Kinderrechten in Deutschland mehr Geltung verschafft wird. „Die Monitoring-Stelle ist ein wichtiger Baustein zur Verwirklichung der Kinderrechte in Deutschland. Als unabhängige Institution wird es ihre Aufgabe sein, die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention kritisch zu begleiten, auf Defizite hinzuweisen und Vorschläge zur Verbesserung der Kinderrechtssituation in Deutschland zu machen. Deutschland hat in den letzten Jahren auf internationaler Ebene an einer Vielzahl von kinderrechtlichen Bestimmungen mitgewirkt, ohne diese in Deutschland selbst umzusetzen. Beispiele sind die Kinderrechte in der EU-Grundrechte-Charta, die Entschließung des Europäischen Parlaments zum 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention oder die Stockholmer Strategie zur Partizipation von Kindern. Hi er wird das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit der Monitoring-Stelle Fortschritte bei Bund, Ländern und Kommunen anmahnen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

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WDR-Sendung räumt mit Geschlechterklischees auf

In der für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk ungewohnt ausgewogenen, achtzehnminütigen Dokumentation „Gegen den Strich / Gleichberechtigung auch für Männer“ räumte gestern der Westdeutsche Rundfunk mit einer Vielzahl tief verankerter und oftmals politisch wie medial gesteuerter Klischees und Unwahrheiten auf. Thematisiert und entlarvt werden Rollenbilder, Mythen und Betroffenheiten bei Sexismus, häuslicher Gewalt, Suiziden, dem Equal Pay Day, Bildungsbenachteiligung, kollektivem Mißbrauchsverdacht bei männlichen Kita-Erziehern und vielem anderen mehr. Der oben verlinkte Beitrag ist in Gänze sehenswert.
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