„Hartz IV Reform: Getrennterziehenden* soll Geld gestrichen werden“

„Getrennterziehende, meist Mütter, die im Hartz IV Bezug stehen, könnte die geplante Reformierung des SGB II finanziell sehr hart treffen. Geplant ist nämlich, dass für jeden Tag, den das Kind beim anderen Elternteil verbringt, das Sozialgeld des Kindes anteilig gekürzt wird. Pro Tag macht das bei einem Kind bis sechs Jahre 7,90 Euro, bei Kindern bis 14 Jahren 9,00 Euro und bei Kindern bis 17 Jahren  10,20 Euro aus. Ist ein neunjähriges Kind beispielsweise zehn Tage im Monat beim Vater, würden der Mutter 90 Euro gekürzt werden. Diesen gekürzten Teil bei der Mutter kann dann der Vater für sich beim Jobcenter einfordern, sofern er auch im Hartz IV Bezug steht. …“

Quelle / gesamter Artikel: HartzIV.org
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*Wir bitten um Kenntnisnahme unseres Statements zur Verwendung des Begriffes “Getrennterziehende”.

„Der Begriff „alleinerziehend“ diskriminiert Männer“

„… Der Begriff „alleinerziehend“ steht mittlerweile in der Kritik, denn so allein sind viele der 1,6 Millionen – übrigens zu 89 Prozent weiblichen – „Ein-Eltern-Familien“ gar nicht. Werden nicht fürsorgliche Mütter und Väter einfach begrifflich ausgeblendet?

[…]

Janina Weser, die den Blog „Perlenmama“ betreibt, setzt den Begriff lieber in Anführungszeichen: „Ich fühle mich nicht ,allein‘ mit meiner Aufgabe als Erziehende“, schreibt sie, „und daher bevorzugen wir auch den Begriff ,getrennt erziehend‘.“ Der Begriff „alleinerziehend“ würde auch „dem Einsatz und Engagement des Vaters nicht den Respekt zollen, den er verdient“.

Väterrechtler wie der Verein „Väteraufbruch für Kinder“ fordern schon lange, den Begriff „getrennt erziehend“ für Trennungseltern einzuführen, die sich gemeinsam um ihre Kinder kümmern.

Schützenhilfe bekommen sie vom Verband berufstätiger Mütter. …“

Quelle / gesamter Artikel: Die Welt
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Terminhinweis 15. 07. 2016 Karlsruhe: Elternkongress „Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern“

„Seit dem letzten Väterkongress am 23. Juni 2012 zum Thema „Vereinbarkeit auch für Väter – Familie zwischen Eigen- und Fremdbetreuung“ hat sich der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder (VAfK) als Antwort auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Familien und den noch immer bestehenden Reformbedarf im Kontext von Trennung und Scheidung neu positioniert.

Dies führte zur Konzeption eines „Elternkongresses“, veranstaltet vom VAfK-Landesverein Baden-Württemberg, mit dem Thema

Eltern sein – Eltern bleiben: Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern und die Rolle der familialen Professionen.

>Während die Familienpolitik einerseits auf den gesellschaftlichen Wandel, verbunden mit der Auflösung traditioneller Geschlechterrollen und Familienformen reagiert und mit Maßnahmen wie ElterngeldPlus, Flexibilisierung der Elternzeit und Ausbau der Ganztagsbetreuung die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter im Lebensverlauf fördert, erfolgt andererseits nach Trennung und Scheidung noch immer eine „Rolle rückwärts“ in tradierte Rollenmuster: Ein Elternteil, in der Regel die Mutter, ist schwerpunktmäßig für die Kinderbetreuung und –erziehung zuständig und wird zur „alleinerziehenden Mutter“, während der andere Elternteil, in der Regel der Vater, schwerpunktmäßig für den Kindesunterhalt zuständig ist und zum „Umgangselternteil“ wird. Das führt zu einseitigen Belastungen und verhindert Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Die häufige Folge sind eskalierende, sich über viele Jahre hinziehende Elternkonflikte und der Kontaktverlust der Kinder zum getrennt lebenden Elternteil bis hin zur völligen Entfremdung.

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Terminhinweis 26. 05. 2016 Dresden: Messe für (Getrennt*-)Erziehende

„Getrennterziehende stehen im Fokus. Im Neuen Rathaus läuft am Freitag-Vormittag die Informationsmesse für Getrennterziehende.

Gut 20 Aussteller stehen den Besuchern zu Sozial-, Familien- und Erziehungsberatung zur Verfügung. Neben Fachvorträgen werden auch Bewerbungsmappen gecheckt.

Bis 13 Uhr können alle interessierten Eltern, auch mit ihren Kindern, zu ihren Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg mit Trägern, Vereinen und Institutionen in Kontakt treten.“

Quelle / weitere Informationen: Radio Dresden / Papaseiten
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„Deutscher Familienverband: Gerechtigkeit für Familien – für eine moderne Familienpolitik“

„Anlässlich der Anhörung des Familienausschusses im Bundestag am 14. März fordert der Deutsche Familienverband (DFV) eine moderne Familienpolitik für alle Familien: Eine Politik, die verfassungskonform, sozial, familienformneutral und gendergerecht ist. Der wachsenden Familienarmut kann nach Auffassung des Verbandes nur mit einer familienorientierten Erwerbsarbeitswelt, statt mit der arbeitsweltorientierten Familie begegnet werden. In den ersten drei Lebensjahren des Kindes muss die gesetzlich gesicherte Elternzeit durch eine echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter abgesichert werden. Eltern wissen am besten, was ihr Kind braucht. Das kann die Betreuung des Kindes innerhalb der Familie oder eine zeitweise Betreuung außerhalb der Familie in einer qualitativ hochwertigen KiTa oder Tagespflege sein. Eine solche Wahlfreiheit besteht nur dann, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist und die Art der Betreuung gleichwertig gefördert wird.

Doch auch bei Vollzeiterwerbstätigkeit stehen Familien zunehmend vor dem Problem, vom Brutto nicht einmal das behalten zu können, was zur Teilhabe der Familie an dieser Gesellschaft nach amtlichen Berechnungen (Existenzminimumbericht) erforderlich ist. Das Problem liegt nur zum Teil in zu geringen Steuerfreibeiträgen, sondern vielmehr in familienblinden Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung. Es widerspricht dem allgemeinen Gleichheitssatz des Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes, wenn bei der Beitragshöhe nicht danach differenziert wird, ob Kinder betreut und erzogen werden, stellte das Bundesverfassungsgericht bereits 2001 klar.

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„Expertenanhörung im Familienausschuss: Unterhaltsvorschuss ausbauen“

„In einer Anhörung des Familienausschusses haben sich die geladenen Sachverständigen am 14. März übereinstimmend für eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes ausgesprochen, um die Situation von Getrennterziehende* zu verbessern. Konkret forderten sie, die Befristung des Unterhaltsvorschusses von 72 Monaten pro Kind zu streichen, die Bezugsgrenze vom zwölften auf das 18. Lebensjahr des Kindes zu heben und das Kindergeld zukünftig nur noch zu 50 Prozent auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen. Die Sachverständigen unterstützen damit die Anträge der Fraktionen Die Linke (18/6651) und Bündnis 90/Die Grünen (18/4307).

Marion von zur Gathen vom Paritätischen Gesamtverband verwies darauf, dass der Bedarf eines Kindes ab dem zwölften Lebensjahr steige. Zu diesem Zeitpunkt ende aber nach geltender Rechtslage derzeit der Bezug des Unterhaltsvorschusses. Die Begrenzung auf 72 Monate Höchstbezugsdauer führe im extremsten Fall dazu, dass eine getrennterziehende Mutter zwölf Jahre allein für den Unterhalt des Kindes aufkommen müsse, wenn der Vater seinen Verpflichtungen nicht nachkomme. Der Staat sollte beim Unterhalt einspringen und damit die Getrennterziehenden und ihre Kinder aus dem Bezug von Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) herausnehmen. (mehr …)

„Teilweise Teilwaise: Wenn der Vater oft weg ist“

„… Ich gehe davon aus, dass Sie zu Beginn der Beziehung mit Ihrem Mann wussten, dass seine Arbeit viele Reisen und Umzüge und Ähnliches verlangt. Ich stelle mir auch vor, dass Sie damals nicht sehr intensiv nach Ihren eigenen inneren Echos gesucht haben, die damit verbunden sind, wie Schmerz, Trauer, Versagensgefühle, Einsamkeit und Wut – Gefühlen, die das rationale Denken, Ihre Liebe und Ihr intellektuelles Handeln die meiste Zeit verlangsamen oder gar völlig ausblenden. Hinzu kommt, dass Ihr Mann und Sie starke, unabhängige Persönlichkeiten sind, die daran gewöhnt sind, sich um vieles zu kümmern. Auch Ihr Sohn hat all diese Gefühle, aber weder den Überblick noch den Intellekt, die Stärke und Rationalität, die ihm helfen würden. Er hat nur Sie, und auch das nur mit der halben oder noch weniger Kapazität, während er wütend und aufgebracht ist. Er weiß einfach nicht, wie er alleine damit fertigwerden soll. Die Realität eingestehen Er muss sich mit der Tatsache anfreunden, dass er Teilwaise ist. Und sie müssen sich eingestehen, eine Alleinerzieherin zu sein.

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TV-Tipp am 09. 03. 2016 um 20.15 Uhr: Dokumentation „Scheidung – überforderte Mütter“ auf 3Sat

„Was geschieht im Leben einer Frau, die ihre Kinder alleine erziehen muss? Junge Mütter geben Einblick in ihr Leben zwischen normalen Heldentum und alltäglichem Wahnsinn.

Insbesondere Geldprobleme werfen viele getrennterziehende* Mütter aus der Bahn. Zwar hat sich Vieles verbessert – zum Beispiel der Status der Frauen im Allgemeinen. Die feindselige Haltung früherer Zeiten ist gewichen, heute werden getrennterziehende Mütter eher bewundert.

[…]

Bei den meisten geht es nicht wie geplant voran. Mütter, die sich weiterbilden wollen, eine Karriere verfolgen oder eine Arbeit haben, die sie zum Reisen zwingt oder unregelmäßige Arbeitszeiten beinhaltet, sind auf die Unterstützung des Expartners oder anderer nahestehender Personen angewiesen.“

Quelle / gesamter Arttikel: 3Sat
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„Statistisches Bundesamt: In 20 Prozent der Familien leben Kinder nur mit Mutter oder Vater“

„Im Jahr 2014 waren 20 Prozent der 8,1 Millionen in Deutschland lebenden Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Familien von Getrennterziehenden*. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage des Mikrozensus weiter mitteilt, ist dieser Anteil seit 1996 um 6 Prozentpunkte gestiegen. Damals hatte er 14 Prozent betragen.
Die Zahl der Getrennterziehenden mit minderjährigen Kindern hat sich zwischen 1996 und 2014 von 1,3 Millionen auf gut 1,6 Millionen erhöht (+ 335.000). Dabei hat sich der Anteil der getrennterziehenden Mütter an allen Getrennterziehenden nur geringfügig verändert. 1996 hatte er bei 87 Prozent gelegen. Im Jahr 2014 waren es 89 Prozent.“

Quelle: Zahl der Woche des Statistischen Bundesamtes vom 23.2.2016
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„Bericht zur Armutsentwicklung in Deutschland 2016“

Einmal mehr wird in der Gruppe der am Stärksten Betroffenen die Gruppe der Trennungsväter ausgeblendet:

„… Die am stärksten von Armut betroffenen Gruppen sind nach dem Bericht Erwerbslose (58 %). Auch die Kinderarmutsquote (19 %) liegt nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt, wobei die Hälfte der armen Kinder in Haushalten Getrennterziehender* lebt. Die Armutsquote Getrennterziehender liegt bei sogar 42 %, was u.a. an systematischen familien- und sozialpolitischen Unterlassungen liegt.

[…]

Herausgeber des Armutsberichts sind Der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Kinderhilfswerk, der Volkssolidarität Bundesverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, der Deutsche Kinderschutzbund, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter, der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte und die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie. …“

Quelle / gesamter Artikel: Der PARITÄTISCHE
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