„Bundesverfassungsgericht verbietet Vaterschaftstest außerhalb der Familie“

„Wie weit darf man gehen, um die Wahrheit über die eigene Herkunft herauszufinden? Bislang war ein DNA-Test-Zwang auf Mitglieder der eigenen Familie beschränkt. Dabei bleibt es, sagt das Bundesverfassungsgericht.

Das Urteil hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstagvormittag verkündet und zeitgleich im Internet veröffentlicht. Dem Recht, die eigene Abstammung zu kennen, ständen die Grundrechte der anderen von einer Klärung Betroffenen entgegen, sagte Vize-Gerichtspräsident Ferdinand Kirchhof bei der Urteilsverkündung am Dienstag. Diese würden erheblich belastet. (Az. 1 BvR 3309/13).

(mehr …)

„Schwangerschaftsabbruch betrifft auch Männer“

Ein weiterer Blick in die Schweiz:

„… Frauen sind komplett frei, ob sie dem möglichen Vater des gemeinsamen Kindes schon überhaupt nur von der Schwangerschaft erzählen mögen. Der Mann und seine Bedürfnisse spielen nicht einmal eine untergeordnete Rolle, sondern bleiben gänzlich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Obwohl er in die Entscheidung überhaupt nicht involviert werden muss, steht der Vater umgekehrt hundertprozentig, unausweichlich und lebenslänglich in der Verantwortung gegenüber dem Kind (und je nachdem auch der Frau).

Diese kulturell und rechtlich verankerte Unsichtbarkeit des Vaters trifft die engagierten Väter am stärksten und ist eine denkbar schlechte Voraussetzung, wenn wir Gleichstellung realisieren und die Erwerbs­kontinuität von Frauen ebenso wie das Betreuungsengagement von Männern zur gesellschaftlichen Selbst­verständlichkeit machen wollen (wie das die Bundesverfassung vorgibt).

(mehr …)

Scheinväter bzw Kuckucksmütter und -kinder für diverse Sendeformate gesucht

„Dem Kuckucksvater-Blog zufolge suchen sowohl das Sat1-Frühstücksfernsehen als auch die Bild der Frau sowie Bambule TV für entsprechende Reportagen Scheinväter und Kuckucksmütter beziehungsweise –kinder.“
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

„Männerzeitung“ startet als Printmagazin

Nachdem bereits im Januar 2015 das Onlinemagazin „Unrasiert“ sowie im Oktober als Printmagazin „Men´s Health Dad“ lanciert wurden, wird Anfang März 2016 die erste internationale deutschsprachige „Männerzeitung“ als Printmagazin auf den Markt kommen, an der nicht zuletzt der Präsident unserer Schweizer Partnerorganisation „Verein für elterliche Verantwortung“ Oliver Hunziker mitwirkt:

„Es ist soweit: die erste internationale deutschsprachige Männerzeitung ist im Druck und wird ab 1. März ausgeliefert. Im Schwerpunkt »Verletzlich und stark« geht es um die Kölner Sylvesternacht, um Co-Elternschaften, Callboys und deren Seele, um Treue, Beschneidung und die Frage der Würde. Darüber hinaus informieren gesonderte Länderteile über Aktuelles in Österreich, Deutschland und der Schweiz. …“

Quelle / gesamte Info: Männerwege.de
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Journalistin sucht Kuckuckskind im Alter von ca. 18-30 Jahren für ein Interview

„Hallo liebe Blogleser,

ich bin auf der Suche nach jemandem, der oder die mir ihre Geschichte über die Identitätssuche und -krise als Kuckuckskind erzählen mag. Nach meiner Auffassung liest man über diese Thematik noch viel zu wenig in der Öffentlichkeit und als Journalistin kann und möchte ich das gerne ändern.

Ich würde daher gerne mit dir ein Porträt für ein multimediales Projekt machen, das ich zusammen mit meinen Kommilitonen zum Oberthema Identität entwickele. Veröffentlicht werden Texte in einem jungen Onlinemedium, dessen Zielgruppe 18-30-Jährige sind – daher solltest du bestenfalls auch ungefähr in diesem Alter sein.

Über eine Rückmeldung von dir würde ich mich wirklich sehr über freuen. Natürlich kann alles ganz anonym bleiben. Und wenn du noch Fragen zum Ablauf, zur Veröffentlichung oder zu mir hast, können wir gerne auch erst einmal unverbindlich darüber sprechen. Meine Kontaktdaten kannst du von Ludger Pütz (Max Kuckucksvater) bekommen.

Schöne Grüße,

Franziska“

Quelle / Kontakt: Kuckucksvater-Blog / kuckucksvater[at]hotmail.com
__

Unter diesem Link können Sie unsere Initiative unterstützen, hier können Sie uns in den sozialen Netzwerken folgen. Vielen herzlichen Dank!

„Streit mit dem Samenspender: Wir dachten, er weiß, was er tut“

Zwei lesbische Frauen bekommen mit Hilfe eines Samenspenders ein Kind. Doch nach der Geburt will der Mann plötzlich das Sorgerecht. Chronologie eines Albtraums.

Als Hannah im dritten Monat war, fing es an. Er gab ihnen die Telefonnummer einer Frau, die ebenfalls ein Kind von ihm erwartete, und erzählte ihnen, dass sie sich weigere, ihm ein Original-Ultraschallbild seines Kindes zukommen zu lassen. Daher bat er sie, dass sie diese Frau zur Besinnung brächten. Als sie sagten, sie hätten Mitgefühl für seine Probleme mit dieser Frau, wollten selbst aber erst nach der Geburt ihres eigenen Kindes Kontakt zu ihr aufnehmen, da sie gestresst seien, wurde das Verhältnis zu ihm schlagartig schlecht.

Er erklärte ihnen, er werde sie dafür bestrafen. Er versuchte, Linda wegzumobben und sich selbst als möglichen Partner für Hannah ins Spiel zu bringen. Er sagte über Linda, sie sei „nicht der Vater“, denn sie habe „keinen Schwanz in der Hose“. Und zu Hannah sagte er: „Du sollst dich aus Lindas kranken Klauen befreien.“ Linda sagt: „Er wollte sich zwischen uns drängen.“ Als sie darauf nicht reagierten, schrieb er: „Das ist ein Tritt in mein Gesicht. Ihr werdet euch noch an diesen Tag erinnern.“ Er wurde geradezu paranoid, er schrieb Briefe, kontaktierte flüchtige Bekannte von Hannah, rief alle Leute an, die ihren Nachnamen trugen, und machte so ihre Eltern ausfindig. Linda sagt: „Er schrieb nächtelang Mails, korrigierte sie wieder, schrieb noch mehr Mails mit dem Betreff: ‚Diese zuerst lesen‘ und korrigierte dann die korrigierte Fassung noch einmal.“

(mehr …)

„BGH-Urteil zu Vaterschaft nach Samenspende: Unfruchtbarer Mann muss Unterhalt zahlen“

Nachfolgend ein Artikel vom September, der in Sachen Gleichberechtigung seine eigene Sprache spricht:

„Zeugungsunfähige Männer, die für die künstliche Befruchtung ihrer Lebensgefährtin Fremdsperma akzeptieren und sich bereit erklären, für das Kind zu sorgen, müssen später auch Unterhalt zahlen. Das entschied nun der Bundesgerichtshof (XII ZR 99/14).

Der Fall ist außergewöhnlich, aber für zeugungsunfähige Männer mit Kinderwunsch durchaus von Bedeutung: Die Mutter und der beklagte Mann hatten vom Jahr 2000 an eine intime Beziehung. Weil der Mann zeugungsunfähig war und die Frau sich ein Kind wünschte, besorgte ihr Partner Fremdsperma für eine künstliche Befruchtung.

(mehr …)

„Samenspender-Kinder: „Ich habe mit zwölf die Wahrheit erfahren““

Rund 100.000 Deutsche wurden durch eine Samenspende gezeugt. Die Identität des biologischen Vaters bleibt meist geheim. Für viele Spenderkinder ist diese Situation belastend.

[…]

Jeder Mensch hat Anspruch auf Kenntnis der eigenen Abstammung. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention, und so hat bereits 2013 das Oberlandesgericht im westfälischen Hamm in einem Fall entschieden. Es sprach einem Spenderkind das Recht zu, den Namen seines leiblichen Vaters zu erfahren. Ein Gesetz, das diese Fragen der Abstammung regelt, gibt es in Deutschland aber bisher nicht.

(mehr …)

„Wer ist die Mutter?“

„… Altes Recht heißt beim Thema Familie: Mann und Frau sind verheiratet und haben gemeinsame Kinder. Da muss man nicht rätseln, wer Vater und wer Mutter ist, das Recht liebt geordnete Verhältnisse. Es gibt auch Regeln für die Elternschaft jenseits der Traditionsfamilie – für unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare, für Patchworkverhältnisse. Aber mit der Revolution der Reproduktionstechniken stellt sich die alte Frage ständig neu: Wer ist Vater? Wer ist Mutter?

(mehr …)

„Kind nicht selbst gezeugt. Trotzdem ein „Zahlvater“?“

„Der Eisprung war da, mit einem kleinen Behälter fuhr sie zum Freund. Der füllte ihn mit fremdem Samen. […] Neun Monate später brachte die Frau ein Mädchen zur Welt. […] Aus Sicht des Gerichts die wahrscheinlichste Variante, wie ein inzwischen fast siebenjähriges Mädchen gezeugt wurde.

Das klagt jetzt auf Unterhalt. Der ehemalige Freund der Mutter will von dem Kind schon längst nichts mehr wissen, geschweige denn dafür zahlen. Der nicht ganz alltägliche Fall wird am Mittwoch vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt …

(mehr …)