Blogpause

Als verantwortliche gemeinnützige Initiative „Gleichmaß e. V.“ weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass wir aus Zeitgründen bis auf Weiteres den Betrieb und damit die Aktualisierung dieses Blogs „Familienschutz“ zu familienpolitischen, rechtlichen und Neuigkeiten im Gewaltschutz für Männer einstellen. Unser Engagement für Trennungs- und Stiefeltern, für von häuslicher Gewalt betroffene Männer sowie unsere Netzwerkarbeit lassen uns aktuell keine Zeit mehr zur Fortführung dieses Infoblogs.

Newsmeldungen zur Arbeit unserer Initiative sowie des von uns initiierten Männerberatungsnetzwerkes werden auf den beiden Websites Gleichmass-ev.de und Maennerberatungsnetz.de selbstverständlich weiterhin veröffentlicht. Auch über Unterstützung in Form von Spenden und Fachkooperationen freuen wir uns nach wie vor.

Vielen herzlichen Dank!

Vaterlosigkeit und Terrorismus

Einen interessanten, leider aber nur sehr kurzen Artikel veröffentlichte unlängst die österreichische „Krone„-Zeitung zum Zusammenhang von Vaterlosigkeit und Gewaltbereitschaft. Die Wiener Psychiaterin Gabriele Wörgötter führt u. a. aus:

„… Keine Krankheit, aber Bindungsstörung und fehlende Vaterfigur

Denn, so wie eine Untersuchung der Expertin zeigte, seien die Gemeinsamkeiten in der Lebensgeschichte der Jugendlichen, die zum Teil für den IS nach Syrien gegangen, zum Teil nach Österreich zurückgekehrt waren und zum Teil auch in Österreich verdächtigt worden waren, Anschläge zu beabsichtigen, frappant gewesen: „Keiner der Jugendlichen hatte eine psychiatrische Erkrankung. Alle hatten eine frühe Bindungsstörung. Bei allen fehlte die Vaterfigur. Alle Jugendlichen waren vor ihrem ‚Anschluss‘ an den IS sozial isoliert und aus ihrer Peer Group (Gleichaltrige; Anm.) ausgegrenzt.“ Zerbrochene Familien, Isolation etc. seien markante Hintergrundbedingungen gewesen. …“

Zum gleichen Schluss kam in einem Feature von Deutschlandradio Kultur bereits im Oktober 2015 der arabische Psychoanalytiker Gehad Mazarweh:

„Die arabischen Gesellschaften sind vaterlos. Die Orientierung ist dadurch verloren gegangen. Es gibt ein Restpatriarchat. Deren Ergebnis ist die IS, diese Kriminellen, die in Syrien und im Irak sind. Viele gehen hin, weil sie eine Orientierung brauchen. Und diese Leute bieten eine ganz klare, mörderische Orientierung.“
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„Väterrechte: Auf den Unterhalt reduziert“

„Das Abstimmungsergebnis war erstaunlich klar im Europarat. Sozialisten, Konservative, Liberale, alle hoben sie am 2. Oktober vergangenen Jahres die Hand für die Resolution 2079 mit dem etwas sperrigen Titel: „Gleichberechtigte und geteilte elterliche Verantwortung: Die Rolle der Väter“. In seltener Einmütigkeit haben die Ratsmitglieder etwas festgestellt, was zumindest in Deutschland für weitreichende Veränderungen sorgen könnte.

Im Kern verlangt der Beschluss, dass die Mitgliedstaaten des Europarats den Vätern auch nach einer Trennung die volle Teilhabe an der elterlichen Sorge ermöglichen sollen. Dazu soll die sogenannte paritätische Doppelresidenz oder auch das Wechselmodell zum Standardmodell nach einer Trennung werden.

[…]

Im deutschen Recht gibt es nur ganz oder gar nicht. Lebt das Kind nach der Trennung überwiegend bei einem Elternteil, wird es – im Streitfall – gerichtlich diesem zugesprochen. In 90 Prozent aller Fälle leben Trennungskinder mit der Mutter. (mehr …)

„Vatertag ist Familientag – Vatertag ist kein Abklatsch vom Muttertag“

„Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) kritisiert anlässlich des Vatertages, dass von Vätern in Öffentlichkeit und Medien vielfach ein Zerrbild gezeichnet wird. Von „Frauenrechtlerinnen“ werden Männer zu potenziellen Gewalttätern gestempelt, in der Politik wird ihre Leistung nicht gewürdigt, in der Öffentlichkeit wird der Vater und entsprechend der Vatertag nur zum schalen Abklatsch des Muttertages. „Wer sich ohne ideologische Brille umschaut, sieht, dass Väter mehrheitlich Kinderwägen und nicht Bier beladene Böllerwagen schieben. Vatertag ist Kindertag, Familientag!“, hebt der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk hervor. Anläßlich des Vatertages appelliert ISUV an die Väter, ihre Verantwortung gegenüber den Kindern wahrzunehmen, sich nach Trennung und Scheidung nicht einfach in die Freizeitgesellschaft zurückzuziehen. „Man muss die Väter aber auch Väter sein lassen. Das wird oft nach Trennung und Scheidung verhindert, im Extremfall durch Umgangsverhinderung. Für mich ist die gleichberechtigte Elternschaft insbesondere nach Trennung und Scheidung das erstrebenswerte Ziel. Dies ist im Rahmen eines Wechselmodells praktikabel. Da ist jetzt der Gesetzgeber gefordert.“, fordert Gurk. …“

Quelle / gesamter Artikel: ISUV e. V.
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„Neue Vorwürfe gegen Jugendhilfe-Einrichtungen“

„… Nachdem ein Mädchen Süßigkeiten gestohlen hatte, seien alle anderen Bewohnerinnen zum sogenannten Aussitzen in einen Raum gesperrt worden. Erst, als sich die Diebin nach 18 Stunden stellte, hätten alle den Raum wieder verlassen und endlich ins Bett gehen dürfen, berichtete die junge Frau.

[…]

Die 22-Jährige berichtete ebenfalls, dass ein Brief an ihre Mutter zerrissen worden sei, „weil ich meiner Mama geschrieben habe, dass wir Strafsport machen mussten“. Von Briefkontrollen hatten zuvor auch schon Mitarbeiter berichtet, sie bestritten jedoch, eine inhaltiche Zensur vorgenommen zu haben. Sport wurde ihrer Darstellung nach als Strafe angeordnet. Sie selbst sei zudem auch eine Woche lang von den anderen Mädchen isoliert worden, weil sie gegen das System aufbegehrt habe. …“

Quelle / gesamter Artikel: NDR
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