„Sachsen: Vorbild beim Thema häusliche Gewalt gegen Männer“

„Nicht nur die Landesfachstelle Männerarbeit, auch die geplante Einrichtung von Schutzhäusern für Männer sollte von allen Bundesländern aufgegriffen werden.

Häusliche Gewalt wird in den Medien oft eindimensional dargestellt, so dass der Eindruck entsteht, sie würde stets auch einem ganz bestimmten Schema folgen. Dies hat für Betroffene ungünstige Konsequenzen, da diese Eindimensionalität auch zur einseitigen Betrachtung von angezeigten Fällen bzw. Hilferufen führen kann.

[…]

Im Freistaat Sachen hat die Gleichstellungsbeauftragte Petra Köpping dies mit folgenden Worten umrissen:

„Eine moderne Gleichstellungspolitik kann heute nicht mehr nur Frauensache sein. Sie muss gleichberechtigt auch das vermeintlich starke Geschlecht in den Blick nehmen.“

In Sachsen wird die Landesfachstelle Männerarbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. vom Freistaat Sachsen gefördert. Der Leiter der Landesfachstelle, Frank Scheinert, setzt sich derzeit für die Einrichtung von Schutzhäusern für Männer ein, die dem Konzept der Frauenhäuser folgen. Für männliche Opfer häuslicher Gewalt sowie deren Kindern, so vorhanden, sollen diese Schutzhäuser (zunächst sind drei in größeren Städten geplant). Ähnliche Projekte sind zwar bereits in Deutschland anzutreffen, jedoch eher selten und medial unbeachtet.

[…]

Die Landesfachstelle will nicht nur die Schutzhäuser etablieren, sie kümmert sich auch um Themen wie Männergesundheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die bessere Vernetzung von Männerprojekten. Es ist sinnvoll, hier z.T. eine Geschlechtertrennung durchzuführen da beispielsweise bei häuslicher Gewalt die Opfer oft traumatisiert sind und erst wieder lernen müssen, dass der Täter, gleich welchen Geschlechtes, nicht das Geschlecht per se darstellt, sondern vielmehr nur eine Person ist, die zufällig diesem Geschlecht angehört.

Abgesehen davon ist jedoch auch ein Dialog zwischen den verschiedenen Gruppen wünschenswert, da so dem Strom der einseitigen Schuldzuweisungen, die oftmals auch in Geschlechterhass gipfeln, das Wasser abgegraben werden könnte.“

Quelle / gesamter Artikel: Telepolis
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