„Dokumentarfilm „Vaterlandschaften“: Es ist auch sein Kind“

„… Zunächst wollte Peter Kees gar keinen Film machen – zumindest keinen für die Öffentlichkeit: „Ich kam mit der Situation nicht klar. Und begann, mich zu filmen, um einen Umgang mit der Problematik zu finden.“ Dann kam ihm der Gedanke, dass er so später seiner Tochter zeigen könnte, wie die Geschichte aus seiner Sicht ablief. Und schließlich habe er gedacht: „Ich bin ja nicht allein. Es ist ein gesellschaftlich relevantes Thema.“ Deshalb zeigt er den Film jetzt doch vor Publikum. Ihm geht es mittlerweile auch um ein generelles Problem von Vätern: „Das deutsche Familienrecht ist veraltet.“ Das Umgangsrecht in Deutschland sei zu lasch, etwa im Vergleich mit Belgien oder Schweden. „Was fehlt, ist, dass aus der Sicht des Kindes gehandelt wird.“

Im Mai 2013 – kurz nach der Geburt von Kees’ Tochter – trat zwar eine Reform des Sorgerechts in Kraft: Seitdem kann der Vater durch einen Antrag beim Familiengericht auch ohne Zustimmung der Mutter das gemeinsame Sorgerecht bekommen. „Natürlich hätte ich gern einen Teil des Sorgerechts. Allerdings sieht meine Anwältin trotz der geänderten Gesetzeslage keine Chance“, sagt Kees. Wenn Eltern nicht genug kommunizieren, würden Gerichte noch immer Mütter bevorzugen.

Im Film sieht man fast nur Kees selbst – vor allem seinen Gemütszustand. Etwa als er versucht, herauszufinden, ob das Kind schon geboren ist. Er erfährt es erst Tage später. …“

Quelle / gesamter Artikel: Tagesspiegel
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