„Ich will Papa nicht sehen“

„… Folgende Symptome können auf eine aktive Entfremdung des Kindes hinweisen:

  • Beschimpfung und Abwertung: Der abgelehnte Elternteil wird mit Schimpfworten (Du Penner, Idiot, Verräter, Hure …) belegt. Das Kind wertet voller Hass ab: „Du bist dumm, taugst zu nichts, kriegst nichts auf die Reihe.“
  • Schwarz-Weiß-Denken: Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, wird idealisiert, der abgelehnte Elternteil schlecht gemacht. Alle guten Erlebnisse mit diesem Elternteil werden verdrängt oder nachträglich abgewertet: „Ich bin nur mit ins Kino gegangen, weil er mich dazu gezwungen hat.“
  • der „eigene Wille“: Häufig wiederholen die Kinder stereotyp „Ich will das so, das ist mein eigener Wille.“ Diese Äußerung ist besonders fatal, denn welcher Vater, Richter oder Jugendamtsmitarbeiter will sich schon über den Willen des Kindes hinwegsetzten.
  • keine kindgerechte Wortwahl: „Du belästigst mich, geh weg!“, sagt da etwa ein fünfjähriger Junge zu seinem Vater. Die Kinder scheinen wie „programmiert“ und gebrauchen Wörter, die ihrem Entwicklungsstand nicht entsprechen.

Kinder haben Angst, auch den anderen Elternteil zu verlieren

Nicht jeder Widerstand gegen ein Elternteil, nicht jede Ablehnung oder Wutäußerung eines Kindes muss Ausdruck einer Entfremdung sein. Sollte sich ein Kind weigern, Vater oder Mutter zu besuchen, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Manchmal sagen Kinder, dass sie den anderen Elternteil nicht sehen wollen, um sich nicht ständig in die gefühlsmäßig schwierige Situation eines Loyalitätskonflikts zu begeben. Sie spüren die Traurigkeit der Mutter über die Trennung, wollen sie trösten und nicht allein lassen.
Manchmal schlagen sich Kinder auch auf die Seite des Elternteils, bei dem sie leben, weil sie große Angst haben, nach der Trennung auch noch den anderen Elternteil zu verlieren.

[…]

Was können Mütter und Väter tun, deren Kinder von ihnen entfremdet sind?

  • Warten Sie nicht bis sich die Situation wieder normalisiert! Jeder Tag ohne Kontakt zu Ihrem Kind entfremdet es immer mehr von Ihnen. Handeln Sie!
  • Suchen Sie nach verschiedenen Wegen mit dem Kind in Kontakt zu bleiben (Briefe, Telefon, E-Mail, Webseite mit Fotos).
  • Nutzen Sie Großeltern, Verwandte, Nachbarn und Freunde, um mit Ihrem Kind in Kontakt zu kommen.
  • Wenn Sie glauben, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Expartner eine Lösung des Problems finden können, schlagen Sie ihm eine Mediation zur Verhandlung der Besuchszeiten unter Leitung eines neutralen Dritten vor. …“

Quelle / gesamter Artikel: Kizz.de
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