Reaktion der „Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt Südpfalz“ auf Opferanfrage

Uns liegt auszugsweise ein Antwortschreiben der „Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt Südpfalz“ auf die Hilfeanfrage eines von häuslicher Gewalt betroffenen Mannes vor, dessen Inhalt bestenfalls als zynisch gewertet werden kann (bitte hier entlang). Wer mit den Mitarbeitern* der Einrichtung in Kontakt treten möchte, findet die Kontaktdaten unter diesem Link.
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

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5 Kommentare

  1. blastmeister101

     /  Januar 31, 2016

    Für den Fall, daß ihr dieses Schreiben von dem betroffenen Mann selbst bekommen habt und mit diesem noch in Kontakt steht hätte ich gerne mal den Brief gelesen, auf den hier geantwortet wird, bzw. mal ein paar Verständnisfragen:

    1. entnehme ich dem letzten Satz im ersten Absatz, daß die gewalttätige Frau ein soziales Trainingsprogramm mitmacht.
    a. Verstehe ich das richtig?
    b. Tut sie das freiwillig oder gezwungenermaßen?

    2. klingt der dritte Absatz so, als hätte der Mann die Gewalt der Frau mit einer Ohrfeige beantwortet und müßte deshalb ebenfalls an einem sozialen Trainingsprogramm teilnehmen.
    a. Stimmt das?
    b. Sofern ja, wie hat sich vorher die Gewalt der Frau ausgedrückt?

    3. wird aus dem Text heraus nicht klar, wofür die im letzten Absatz besprochenen Teilnahmebeiträge erhoben werden. Für das soziale Trainingsprogramm der Frau? Für das des Mannes? Für etwas anderes?

    4. vermittelt der erste Satz nach dem Zwischenabsatz im letzten Absatz den Eindruck, daß bei den Beteiligten der Wunsch besteht, die Partnerschaft aufrecht zu erhalten.
    a. Richtig verstanden?
    b. Handelt es sich um eine Ehe?
    c. War die Frau zum ersten Mal gewalttätig?
    d. Wie sah überhaupt die Vorgeschichte aus?

    Ich will damit nicht davon ablenken, daß männliche Opfer häuslicher Gewalt natürlich mal wieder nicht gleichberechtigt behandelt werden, es fällt mir nur sehr schwer, dieses Schreiben ohne die weiteren Informationen sinnvoll zu diskutieren. Je nachdem könnte der Skandal wirklich allein bei der mangelnden Gleichberechtigung liegen, theoretisch könnte es aber sogar noch ’ne ganze Spur krasser sein. (Z.B. ‚Wehrt sich der Mann nicht ist er ein Waschlappen und selbst schuld, wehrt er sich doch ist er ein Gewalttäter und hat einfach nicht lange genug nach gewaltfreien Lösungsmöglichkeiten gesucht‘)

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    • Wir stimmen Ihnen zu, dass dieser Ausschnitt nicht genügt, die Gesamtsituation richtig einzuschätzen und verfügen nicht über weiteren Schriftverkehr. Der Grund, dass wir es veröffentlicht haben, liegt in der offensichtlichen Rhetorik, der Mann könne im Grunde genommen nie wirklich unterlegen sein, sowie der Haltung, eine Hilfeablehnung gegenüber einem betroffenen Mann sei mit bestehenden Gesetzen oder auch nur ethischen Grundseätzen vereinbar, ein Mann sei stets körperlich überlegen oder einer Frau stünde per Geschlecht besondere Unterstützung zu. Einem gewaltbetroffenen Mann schlußendlich eine Teilnahme an einem Seminar in Täterarbeit anzutragen, ist – ebenfalls aus unserer Sicht – blanker Zynismus.

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  2. Wir bewegen uns hier auf einem sehr schmalen Grad und es stellt sich lediglich die Frage, auf welcher Seite mann/frau hinunter fällt. Daher erachte ich es als müßig, auf deren Meinung/Haltung einzugehen.

    Ich werde nicht müde zu bekunden, daß Gewalttätigkeit geschlechtslos ist. In dem Sinne, gibt es auch auf beiden Seiten Betroffene. Daß die Männer selbst und die Gesellschaft, in der sie leben, sich äußerst schwer tut, Männer als Betroffene zu sehen, erklärt sich von selbst. Leider.

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