Reaktion der „Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt Südpfalz“ auf Opferanfrage

Uns liegt auszugsweise ein Antwortschreiben der „Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt Südpfalz“ auf die Hilfeanfrage eines von häuslicher Gewalt betroffenen Mannes vor, dessen Inhalt bestenfalls als zynisch gewertet werden kann (bitte hier entlang). Wer mit den Mitarbeitern* der Einrichtung in Kontakt treten möchte, findet die Kontaktdaten unter diesem Link.
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

„Das Gefasel vom Neuen Mann“

„… Wer als junger Mann ernst genommen hat, was die Frauenemanzipation damals wollte, war darauf zumindest gedanklich gut vorbereitet: Karrieren richten sich in unserer Generation nicht mehr nur nach den männlichen Bedürfnissen. Pflichten teilen sich innerhalb einer Beziehung gleichmäßiger auf. Die familienpolitischen Reformen von Ministerin von der Leyen waren nicht der Auslöser dieses Trends, sie haben ihn aber verstärkt und unterstützt. Wie wohl jede Generation zuvor zelebriert die Altersklasse „Ü 30“ ihre Eigenheiten auf besondere Weise: Zeitschriften wie „Nido“ suggerieren, der Typus des Neuen Mannes sei entstanden. Berliner Hipster mit Rauschebart und Baby in der Tragetasche werden dabei romantisch zu Helden des Alltags verklärt.

Im öffentlichen Diskurs nur eine Fußnote

Doch das ist überzogen: Väter, die sich familiär eingebracht haben, gab es auch in den Vorgänger-Generationen zuhauf. Das Etikett „Neuer Mann“ verhöhnt sie. Dadurch, dass heute mehr Frauen voll im Berufsleben stehen als früher, müssen sich allerdings tatsächlich mehr Väter Gedanken darüber machen, wie sie Beruf und Familie in die Balance bringen. Trotzdem kommen sie im öffentlichen Diskurs über die Vereinbarkeit allenfalls in Fußnoten vor.

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„«Das Fehlen einer Papi-Zeit ist beschämend»“

Ein Blick in die Schweiz:

Markus Theunert plant eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub. Im Interview kritisiert er die heutige Familienpolitik.

[…]

Nun lanciert Männer.ch zusammen mit anderen Organisationen eine Volksinitiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub (siehe Box). Was erhoffen Sie sich davon?
Es wäre nicht nur eine unverzichtbare finanzielle Unterstützung für die junge Familie, sondern ein Signal an alle: Der Vater ist heute im Leben des Kindes selbstverständlich von Anfang an dabei. Die Gesellschaft gibt ihm Zeit – erwartet aber auch, dass er diese nutzt, um sich Kompetenzen anzueignen und seine Frau zu unterstützen. In einer leistungsorientierten Gesellschaft ist es wichtig, auch Beziehungs- und Betreuungsarbeit zu würdigen und zu fördern.

Die zuständige Nationalratskommission lehnte am Freitag einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub mit der Begründung ab, die Familiengründung sei «eine private Angelegenheit», in die sich «der Staat nicht einzumischen habe».
Das ist ein Scheinargument. Der Staat kann sich gar nicht aus dem Privatleben der Menschen heraushalten. Mit dem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub schafft er heute Anreize, dass die Frau zu Hause bleibt. Der Kampf gegen den Vaterschaftsurlaub ist rein ideologisch motiviert: Man will nicht, dass sich Männer und Frauen die Hausarbeit 50:50 teilen, getraut sich aber nicht, das zu sagen. Deshalb kommt man mit diesem verstaubten Argument. …“
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Terminhinweis 03. 03. 2016 Berlin: Premiere des Films „Vaterlandschaften“

„Am 1. Januar 2013 ist meine Tochter geboren. Ihre Mutter hat mich drei Monate vor ihrer Geburt verlassen und den Kontakt zu mir eingestellt.

Kurz vor der Geburt begann ich, mich selbst in dieser Geschichte immer wieder mit der Kamera zu begleiten und über drei Jahre zu beobachten.

Der Film zeigt die ohnmächtige Situation eines Vaters, der ausgeklammert wird.

Um sich um seine Tochter kümmern zu können, zieht er von Berlin nach Bayern in die Nähe des Kindes. Fast machtlos ist er dort den Entscheidungen der Mutter ausgesetzt: das Warten auf die Geburt des eigenen Kindes, nichts erfahren zu können, selbst über die Geburt nicht informiert zu werden, dann, das Kind nicht sehen dürfen, von der Mutter wegen angeblichen Stalkings angezeigt zu werden, den Kampf um Umgang mit dem eigenen Kind, der schließlich vor Gericht landet und zu Fremdbestimmung durch Jugendamt, Umgangspfleger, Verfahrensbeistand und Gericht führt…

Ein Vater, der gern Vater wäre: In dieser Langzeitdokumentation erzählt ein Vater über drei Jahre seine eigene Geschichte vom Ausgegrenztsein und vom Kampf ums eigene Kind und hat dabei Regie, Kamera und Ton, sowie den Schnitt selbst übernommen. …“

Quelle / weitere Informationen: Vaterlandschaften
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Terminhinweis 13. 02. 2016 Köln: „Workshop Grundlagen Verfahrensrecht an Beispielen zum Kindesunterhalt“

„… Anhand konkreter Fallbeispiele werden die Gesetzeskontexte erläutert, Verfahren durchgespielt und ermöglichen damit den Teilnehmern eine Grundlage zum besseren Verständnis. Die Veranstaltung gibt konkrete Impulse zum eigenen Handeln im Rahmen der Eigeninitiative.

Die Workshops werden von Dipl.-Jur. Manfred Hermann als Gruppenarbeit durchgeführt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Workshop Grundlagen „Strategie und Taktik der Verfahrensführung“ anhand von Beispielen zum Unterhaltsrecht

Es zeigt sich immer wieder: Wer in die Fänge des praktizierten deutschen Familienunrechts kommt, steht diesem hilflos gegenüber. Das muss nicht so sein. Man muss nur den Willen haben, die außergerichtliche und gerichtliche Vertretung seiner eigenen Interessen, und vor allem die Interessen seiner Kinder in seine eigenen Hände zu nehmen.

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„Im Sinne des Kindeswohls: „präventiver Rechtsbehelf bei überlangen Verfahren in Kindschaftssachen““

„Es ist immer nervenaufreibend, wenn ein Gerichtsverfahren sich lange hinzieht. Es ist aber fatal, wenn sich ein Prozess um das Sorge- und Umgangsrecht in die Länge zieht. In vielen Fällen wird der Kontakt zwischen Kind und Elternteil unterbrochen, in manchen Fällen zu lange unterbrochen, so dass gerade bei kleinen Kindern eine Entfremdung eintritt, die manchmal irreparabel ist und dem Kindeswohl schadet. Immer wieder hat der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) deswegen die Einführung einer Untätigkeitsbeschwerde gefordert. Auf Drängen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat das BMJV einen Referentenentwurf mit einem “Regelungsvorschlag zur Schaffung eines präventiven Rechtsbehelfs bei überlangen Verfahren in bestimmten Kindschaftssachen” vorgelegt.

[…]

„Der Entwurf hat noch Schwächen, aber die Einführung einer präventiven Verzögerungsrüge begrüßen wir uneingeschränkt. Zu begrüßen ist auch, die kompensatorische Verzögerungsrüge gilt weiterhin und wird nicht einfach durch die präventive ersetzt, so dass doppelter Druck besteht, Verfahren in Kindschaftssachen schnell zu entscheiden.“, stellt der ISUV-Vorsitzende Gurk fest. „

Quelle / gesamter Artikel: ISUV e. V.
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„Posttraumatische Belastungsstörung: Ausmaß bei Kindern unterschätzt“

„Diagnoseverfahren der posttraumatischen Störungen waren bisher hauptsächlich auf Erwachsene ausgerichtet. Neue, vielversprechende Therapien sollen nun auch Kindern und Jugendlichen helfen.

Ein einjähriges Mädchen, das bei einem Erdbeben seine Eltern verliert – ein Kindergartenkind, das von seinem Onkel sexuell missbraucht wurde – ein Fünfjähriger, der bei einem Autounfall schwer verletzt wird: Wie wirken solche Ereignisse und Übergriffe auf Kinder, und welche Folgen haben sie? Noch vor knapp 20 Jahren vertraten die meisten Experten die Meinung, dass Kinder davon nichts oder kaum etwas mitbekommen. Ihre kognitiven und psychischen Strukturen seien noch nicht ausgereift, um zu reflektieren und das Geschehene in all seinen Dimensionen bewusst zu begreifen. Auch nahm man an, dass sich nach den meisten traumatischen Ereignissen keine oder nur minimale und vor-übergehende Störungen entwickelten. Erst mit der Einführung des DSM-III-R (1988) erkannte die Fachwelt posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) auch bei Kindern an und musste sich mittlerweile eingestehen, dass das Ausmaß psychischer Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter bislang unterschätzt wurde. Wie aktuelle Untersuchungen an traumatisierten Kindern zeigen, erfüllt teilweise über die Hälfte die Bedingungen für eine PTBS-Diagnose.

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Gustav – Studie und Fallsammlung zu den Zuständen an Deutschen Familiengerichten

Der im bayerischen Westerham ansässige Arzt Dr. med. Hans Doepner hat es sich mit dem Fokus auf das Gutachterwesen zur Aufgabe gemacht, unter dem Namen „Gustav“ eine Studie und Fallsammlung zu den Zuständen an den deutschen Familiengerichtsbarkeiten anzulegen:

Studienablauf

Ziel von Gustav ist es, 150 Gutachten auszuwerten. Die Studie ist von der Anlage her retrospektiv. Essentieller Bestandteil ist das gesamte Gutachten, als pdf oder in Papierform und der ausgefüllte Fragebogen zu Gustav. Der Fragebogen findet sich auf der Homepage oder kann per mail angefordert werden (gutachten[at]gustav.es).

Soweit Expertisen zu einem Gutachten vorhanden sind sollen diese mitgegeben werden. Porto und Kopierkosten können nach Absprache ersetzt werden. Die Beantwortung des Fragebogens dauert 30 bis 60 Minuten. Bitte nehmen Sie auch dann teil, wenn Sie Ihr Gutachten für korrekt und Ihr Verfahren für fair und ordentlich halten. Gustav will nicht nur Mißstände aufzeigen, sondern auch Gegenbeispiele zeigen und Anregungen zur Verbesserung entwickeln.

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Umfrage von „Xing“: „Sind Deutschlands Väter wirklich modern?“

Das Businessnetzwerk „Xing“ erhebt derzeit mit einer Umfrage zur Väter-Zeit einen Meinungsquerschnitt und bittet um zahlreiche Teilnahme:

„… Ist das Leitbild des Kinder-erziehenden Manns etwa gesellschaftlich erwünscht, aber eigentlich gar nicht verbreitet? Laut Statistischem Bundesamt begnügen sich 79 Prozent aller Männer, die in Elternzeit gehen, mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdauer von zwei Monaten. Wieso eigentlich? Haben Männer Angst, nach längerer Auszeit in der Karriere-Sackgasse zu landen und verzichten deswegen? Oder würden die Männer sich gerne mehr einbringen, lassen sich aber im vorauseilendem Gehorsam von Chefs, die nur das klassische Ernährer-Modell kennen, abschrecken, wie Volker Baisch beobachtet? Oder reichen ihnen acht Wochen mit dem Nachwuchs?

Wir wollen von Ihnen wissen: Was haben Sie erlebt? Wie hat Ihr Chef reagiert, als Sie ankündigten, in Elternzeit gehen zu wollen? Hätten Sie sich gerne länger um Ihren Nachwuchs gekümmert? Oder ist das Ihrer Ansicht nach immer noch primär eine Sache der Frauen?

Hier können Sie abstimmen und unter diesem Artikel Ihre Erlebnisse schildern. …“

Quelle / gesamter Artikel: Xing
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3SAT-Sendung „Scobel – Trennung? Und was dann?“ vom 14. 01. 2016 in Mediathek hinterlegt

Die am 14. 01. 2016 ausgestrahlte, knapp einstündige 3SAT-Sendung „Scobel – Trennung? Und was dann?“ mit einer Fachanwältin für Familienrecht, einem Paartherapeuten sowie einem Soziologen in der Diskussion ist unter diesem Link in voller Länge in der 3SAT-Mediathek hinterlegt.
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