„Kinder und Karriere – auch für Männer“

„… Männern wird nicht zugetraut, dass sie sich fürs Windelwechseln interessieren könnten

Denn für sie ist die Hürde, der Familie wegen den Arbeitgeber nach Zugeständnissen zu fragen, viel höher als bei Frauen. Das zeigt eine Studie des Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung. Männer trauen sich häufig nicht, Elternzeit zu beantragen – auch wenn diese von der Politik gefördert wird. Sie haben Angst, dass die Auszeit ihrer Karriere schaden könnte. Ganz ähnlich verhält es sich mit anderen Zugeständnissen, etwa was flexible Bürozeiten oder arbeiten von Zuhause aus angeht.

Der Fall Asmussen zeigt, dass die Angst nicht unberechtigt ist. Die Erwartungshaltung in unserer Gesellschaft ist noch immer, dass vorrangig die Frau für die Kinder zu sorgen hat. Männern wird schlicht nicht zugetraut, dass sie sich ernsthaft fürs Windelwechseln und die ersten Schritte ihres Kindes interessieren könnten. Ein Mann, der seine Stundenzahl reduzieren möchte, oder Teleworking einfordert, wird schief angeschaut.

Vatersein ist so hip wie nie zuvor

Das wird sich ändern. Denn vor allem die jungen Männer fordern eine gleichberechtigte Rolle in der Kindererziehung ein. Vatersein ist so hip wie nie zuvor.

[…]

Nur wenige Unternehmen haben erkannt, wohin die Reise geht: So hat etwa Microsoft Deutschland kurzerhand die Präsenzpflicht abgeschafft. Die Mitarbeiter arbeiten wo und wann sie wollen, Hauptsache, die Arbeit wird getan. Dieses Modell lässt sich freilich nicht auf alle Branchen und Unternehmen übertragen, aber es könnte ein Denkanstoß sein, um zu überlegen, wo im jeweiligen Betrieb mehr Flexibilität möglich wäre.

[…]

Denn erfolgreiche Frauenförderung setzt auch bei den Männern an: Wird es ihnen erleichtert, für ihre Familie zurückzustecken, dann erweitert das den Spielraum für ihre Partnerinnen. Die so häufig geforderte Wahlfreiheit für Mütter muss auch für Väter gelten. …“

Quelle / gesamter Artikel: Süddeutsche Zeitung
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