Dr. Kristina Schröder MdB „Freiheit statt Gleichheit! Auch für die Geschlechter.“

„… Das Streben nach Gleichheit greift interessanterweise auch in gesellschaftspolitischen Fragen immer mehr um sich. Der gleichzeitige Ausbau von Betreuungsplätzen für Ein- und Zweijährige und die Einführung eines Betreuungsgeldes für Eltern, die die Betreuung anders organisieren wollen? „Widersprüchlich“, war da das einhellige Urteil der Medien und der Parteien links der Mitte, so als solle der Staat ein bestimmtes, alle seligmachendes Leitbild vorgeben, wie Familien ihr Leben zu organisieren haben. Und auch die Betroffenheit darüber, dass sich das Berufswahlverhalten von Frauen und Männern beharrlich stark unterscheidet und dass Frauen seltener als Männer bereit sind, die Familie der Karriere unterzuordnen, offenbart, wie stark die Sehnsucht nach Gleichheit auch in Hinblick auf die Geschlechter sind.

Der theoretische Bezugspunkt hierfür ist meist die sogenannte Genderthorie. Viele ihrer Anhänger halten Geschlecht für ein soziales Konstrukt, das mit der Biologie des Menschen nichts oder nicht viel zu tun hat. Wenn das so wäre, also alle Charaktereigenschaften, Vorlieben, Talente usw. tatsächlich biologisch vollkommen gleich unter Männer und Frauen verteilt wären, würde tatsächlich jede Abweichung von einer 50:50-Verteilung zwischen Frauen und Männern einen Anhaltspunkt für Diskriminierung geben. Ein Geschlecht dominiert beim Führungspersonal unserer DAX-Unternehmen, den Teilzeitarbeitenden, den Studenten des Maschinenbaus, den Elterngeldbeziehern – wären Männer und Frauen bei Geburt gleich, läge in der Tat der Schluß nahe, dass hier Diskriminierungen vorliegen, die politisch bekämpft werden sollten.

Aber vielleicht stimmt dieses Axiom ja gar nicht. Vielleicht sind die Ungleichverteiligungen zwischen den Geschlechtern, die wir in sehr vielen Lebensbereichen feststellen können und die sich hartnäckig halten, ja auch auf unterschiedliche geschlechtsspezifische Präferenzen zurückzuführen.

[…]

In den Ostblockstaaten war die Berufswahl von Frauen und Männern ähnlicher als im Westen. Später, unter den Bedingungen eines freien Landes, begann das Berufswahlverhalten von Frauen und Männern stärker auseinanderzudriften. Ist es also vielleicht doch gerade die Freiheit, die ungleiches Verhalten von Männern und Frauen hervorbringt?

Wenn die Gendertheorie sich auch offen für solche Zusammenhänge zeigte, könnte man sie ernster nehmen. Viele ihrer Vertreter beteuern, die Biologie nicht auszublenden. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler der Gendertheorie behaupte, dass die Biologie keinerlei Einfluss habe, heißt es gerade in letzter Zeit. Das freut mich. Was ich lese und beobachte, ist allerdings eine nicht enden wollende Abwehrschlacht: Es ist immer die böse Gesellschaft, es sind immer strukturelle Diskriminierungen, es sind immer veraltete Rollenbilder, mit denen Ungleichheiten erklärt werden. Dass auch der freie Wille von Frauen und Männern mal wirklich entscheidend sein könnte, das finde ich in Texten der Gendertheorie fast nie. …“

Quelle / gesamter Artikel: Deutscher Arbeitgeberverband
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