„Wenn der Vater fehlt“

„… Fachkräfte aus den Bereichen Kindertagesstätten, Schulen und soziale Einrichtungen folgten der Einladung zu einer gemeinsamen Fachtagung in das Dorfgemeinschaftshaus nach Maar.

[…]

Als Referent für den Vormittag war Professor Matthias Franz eingeladen. Als Psychoanalytiker erforscht er seit Jahren die Auswirkungen der Abwesenheit des Vaters auf die psychische Gesundheit von Kindern. Gefunden hat er acht Kindheitsbelastungsfaktoren. Dazu gehören Gewalt und Missbrauch, familiäre Gewalt, dysfunktionale Familie oder auch die elterliche Scheidung und Trennung. „Belastende Kindheitserfahrungen verringern die Lebenserwartung“, gab er zu bedenken. „Die Abwesenheit des Vaters, vor allem in den ersten sechs Lebensjahren, birgt das Risiko für eine nicht normale kindliche Entwicklung. Die berufliche Abwesenheit gehört übrigens auch dazu, es muss nicht nur die Trennung sein.“

[…]

Der „abwesende“ Vater ist ein Problem heutiger Kinder und Potential für zukünftige Spätfolgen. „Die Evolution hat es nicht vorgesehen, dass eine Mutter mit ihrem Baby alleine ist“, betonte Franz. Jedes Jahr gebe es 200 000 Trennungskinder. 1,4 von 1,6 Millionen Getrennterziehenden* seien Mütter. „Es ist eine gesellschaftliche Verpflichtung, Alleinerziehende nicht alleine zu lassen“, war Matthias Franz überzeugt. Denn es sei wissenschaftlich bewiesen, dass es deutlich erhöhte Risiken gebe zu erkranken. Sehr häufig trete Depressivität auf und je stärker diese ausgeprägt sei, desto auffälliger sei im Regelfall das Kind. …“

Quelle / gesamter Artikel: Lauterbacher Anzeiger

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*Wir bitten um Kenntnisnahme unseres Statements zur Verwendung des Begriffes “Getrennterziehende”.

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