„Getrennterziehende*: Armes Mutti“

Einmal mehr umgeht die „Zeit“ eine Begründung des Fehlens der Väter in überaus vielen Fällen getrennterziehender Teilfamilien und greift sie bestenfalls als Spurenelemente auf:

„… Das feministische Denken blieb gefangen in der Spiegelung einer begrenzten Anzahl von Frauenbildern, dem einer Frau, die keine Kinder hat oder wenigstens so tut, als hätte sie keine, wenigstens bei der Arbeit (heute: Karrierefrau) – und dem einer Mutter, die alles für Kinder geopfert hat, ihre tolle Ausbildung, die Job-Chancen, Träume von Selbstständigkeit. Es gab leider keine Vision eines entspannten Zusammenlebens von Männern und Frauen und Kindern oder von einer Gesellschaft, in der Kinder selbstverständlich sind und gar nix von niemandem geopfert wird, weder Kinder noch Mütter. Und es gibt sie immer noch nicht, wie auch, in einem Land, in dem um Krippenplätze vor Gericht gestritten wird und Ganztagsschulen auf Sparflamme gefahren werden und Bildungsangebote auch billig sein sollen. Es gibt aber, wie Susan Vahabzadeh richtig schreibt, unter den 8,1 Millionen Familien tatsächlich 1,6 Millionen Familien, die unter schwierigsten Bedingungen Kinder großziehen, weil es an allem fehlt – Geld, Zeit, Muße. Platz zu Hause, weil niemand eine anständig große Wohnung bezahlen kann. Wo ein Elternteil, also in neun von zehn Fällen eine Frau, alles allein macht, das Jobben, das Fahrradreparieren, das tägliche Wäscheaufhängen, die Geburtstagsfeste, das Kaufen neuer Gummistiefel (Fussballschuhe, Hallenschule, Laufschuhe, Winterschuhe) das ganze schöne Familienleben. Frauen, Alter 40 bis 49 Jahre. Arbeitsdruck wie ein CEO, circa 60 Stunden. Armutsrisiko: etwa 40 Prozent. Irgendwas ist sehr schiefgelaufen. Und daran ist auch der Feminismus schuld. …“

Quelle / gesamter Artikel: Die Zeit
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Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

*Wir bitten um Kenntnisnahme unseres Statements zur Verwendung des Begriffes “Getrennterziehende”.

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