Familienplanung wird geschlechtsunabhängig

Nachfolgend weisen wir auf einen interessanten Artikel aus dem schweizerischen Tagesanzeiger zur zukünftig durch Männer mitzubestimmenden Familienplanung mittels des neuartigen Verhütungsmittels „Vasalgel“ hin:

„… Da verlassen sich Männer auf ihre Partnerin, darauf, dass sie sich an die gemeinsame Abmachung hält. Tut sie es nicht, weil ihr etwa die Gynäkologin nahelegt, die Sache der laut tickenden biologischen Uhr wegen selbst in die Hand zu nehmen, dann bleibt dem unfreiwillig werdenden Vater nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden.

Die Deutungshoheit über die Fortpflanzung liegt in weiblicher Hand, zumindest in jenen Ländern, in denen Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln und legaler Abtreibung haben: Sie entscheiden darüber, ob sie ein Kind bekommen oder dieses nicht behalten wollen. Der Mann ist in beiden Fällen machtlos.

[…]

Der britische «Telegraph» […] startete eine Online­umfrage. Bis jetzt haben 105 000 User daran teilgenommen – 53 Prozent erklärten, sofort chemisch zu verhüten, wenn das Produkt denn auf dem Markt wäre. Die Tatsache, dass Onlineumfragen zum Thema Sex nicht ganz verlässlich sind, mal beiseitegelassen: Das Ergebnis dünkt einen einleuchtend. Rechnet man bescheiden, dann zahlt ein Mann bis zum 20. Geburtstag seines ungewollten Kindes, entstanden etwa aus einer Affäre, mindestens eine Viertelmillion Franken.

[…]

Das ist die nüchterne Betrachtung, hinzu kommt aber noch etwas, das bisher kaum debattiert wurde: die sexuelle Würde des Mannes, wie es Ivo Knill nennt. Er glaubt keineswegs, dass der Markt «zu klein» sei, denn für ihn geht es um nichts weniger als um das männliche Recht auf Selbstbestimmung in der Fortpflanzung. Nicht nur hinsichtlich Verhütung, sondern grundsätzlich: «Wenn Frauen – was absolut richtig ist – selbst darüber entscheiden können, ob sie ein Kind wollen oder nicht, sollte den Männern dasselbe Recht zugestanden werden. Männer, die ungewollt Vater werden, sollten sagen können: Ich mag der biologische Vater sein, aber ich bin nicht bereit, Pflichten zu übernehmen, denn ich möchte dieses Kind nicht.» …“

Quelle / gesamter Artikel: Tagesanzeiger
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