Diesmal in der BILD: Herabwürdigung und Falschdarstellung von Väterlichkeit

Es scheint eine feste Tradition deutscher Leitmedien, Vaterschaft polemisch in Frage zu stellen und zu diskreditieren (B. Z. am 18. 05. 2014, Deutschlandradio Kultur am 18. und 19. 05. 2015, Die Zeit am 07. 07. 2015). Aktuell folgt die BILD-Zeitung mit einem die Tatsachen bis aufs Unkenntlichste verzerrenden Gastbeitrag des sonst durch Ausländerhass in Erscheinung tretenden, ehemaligen Bürgermeisters Berlin-Neuköllns Heinz Buschkowsky dieser Tradition:

„… Bei uns hat immerhin jedes vierte Kind einen Verschwindibus-Vater. Sei es durch Scheidung, verlaufen beim Zigarettenholen oder der Anonymität einer sinnlichen Stunde geschuldet. Allein in Berlin sind es weit über 200 000.


Zu 90 Prozent sind die Mütter die Sitzengelassenen. Mit jährlich rund 75 000 Prozessen versuchen sie, das Portemonnaie „vergesslicher“ Väter zu erinnern. Oft vergebens. Verschwiegene Einkünfte, Schwarzarbeit oder auch einfach nur abtauchen machen es Jugendämtern und Gerichten nicht leicht.

[…]

Sich als Vater aus dem Staub zu machen, das Kind sich selbst zu überlassen und der Mutter wie der Gesellschaft die Verantwortung für die eigenen Abkömmlinge überzuhelfen, gilt bei uns nach wie vor als ein mit Nachsicht zu begegnendes Kavaliersdelikt. Nein, meine lieben Kuckucksväter, ist es nicht. Ihr seid asozial! …“

Quelle / gesamter Artikel: BILD

Wer seine Meinung zur vorangegangenen Polemik mit der zuständigen Redaktion oder Herrn Buschkowsky teilen will, wende sich bitte an info[at]bild.de oder BzBm[at]bezirksamt-neukoelln.de.
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