„Neue Vorwürfe gegen Jugendhilfeträger: Ehemaliges Heimkind irrte alleine durch die Türkei“

„Kellnern gehen statt Schule, Hunde hüten statt Therapie. Seine Auslandsmaßnahme beschreibt das ehemalige Heimkind Jens Espe als „Katastrophe“. Das Bochumer Jugendamt hatte ihn als 14-Jährigen über den Jugendhilfeträger „Life“ in die Türkei geschickt.

Von pädagogischer Begleitung durch seine Betreuerin habe überhaupt keine Rede sein können. „Sie hat sich mehr um sich selber gekümmert. Nach einiger Zeit war ich mir völlig selbst überlassen.“

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Getrennterziehende*: „Was der Feminismus nicht gewollt hat“

Nachfolgender Artikel stellt die Frage der zunehmenden Anzahl Getrennterziehender zwar sehr kritisch, spart aber einmal mehr ebenfalls die Gründe fehlender trennungsväterlicher Teilhabe aus:

„… Der Feminismus ist eine Baustelle, eine von jener Art, zu der auch der Kölner Dom gehört: Wenn er von einer Seite so aussieht, als könnte er demnächst fertig werden, fängt er an der anderen Seite an zu bröckeln. Das mit dem Kinderkriegen ist beispielsweise nicht ganz so gelaufen wie geplant. Als die Frauenrechtlerinnen gegen die Unterjochung in der Ehe ins Feld zogen, war der Gedanke natürlich nicht, dass Frauen in Zukunft ihre Kinder allein aufziehen sollen.

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„Die Welt“ zu guter Vaterschaft

„… Im Alltag stehen Väter Müttern eigentlich in nichts nach – wenn man sie lässt, und wenn sie das wollen. Doch das, was einen Menschen zur guten Mutter, zum guten Vater macht, ist nicht die täglich abgearbeitete Liste an Kinderbetreuungsaufgaben, sondern die Qualität der Verantwortung, die übernommen wird für die Kinder und sich selbst. Eine Verantwortung, die lebenslang gültig ist, die alles, auch das Ende der Beziehung zum anderen Elternteil der Kinder, überstehen muss. Eine tiefe Bindung, die auch dann noch gefragt ist, wenn die Kinder erwachsen, selbst erwerbstätig oder selbst Eltern sind. Bei all den Vorstellungen, die heute zwischen Frühstückstisch und Sportschau so erschaffen werden unter dem Stichwort „Vater“, sollten wir vor allem daran denken – und nicht zu viel an das Wickeln bei völliger Dunkelheit.

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„Spiegel“ hinterfragt Manuela Schwesigs Männerfeindlichkeit

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ thematisiert die latente Männerfeindlichkeit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig (SPD), die ihrem Aufgabenressort nach keine Unterschiede zwischen Geschlechtern machen dürfte (der Artikel steht online nur im Anriss):

„… Schwesig, die Vorreiterin im Kampf der Geschlechter, Schwesig, die Kämpferin gegen Frauenfeindlichkeit, gegen die altbackenen Vorstellungen einer Riege grauer Herren. Sie erzählt die Geschichte von der hartnäckigen jungen Frau, die sich nach oben gekämpft hat, gegen alle Klischees vom blonden Dummchen. Sie spielt auf der Klaviatur der weiblichen Solidarität. Sie spricht von Widerständen, die sie überwindet, und zwar nicht nur als Sozialdemokratin gegen konservative Ideologien, sondern vor allem als Frau gegen die Übermacht der Männer. Es ist eine schöne Geschichte. Wahr ist sie nicht. Manuela Schwesig ist von Männern vor allem gefördert worden.

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„OLG Rostock: keine willkürliche Zurechnung von fiktiven Einkommen“

„OLG Rostock, 05.02.2015 – 11 UF 138/13 – Für einen barunterhaltspflichtigen Elternteil, der nicht in Höhe des Mindestunterhalts leistungsfähig ist, besteht keine Obliegenheit zur Ausübung einer Nebentätigkeit, wenn er ausbildungsgerecht in Vollzeit arbeitet, hohen Zeitaufwand für den Arbeitsweg hat und sein Umgangsrecht regelmäßig wahrnehmen möchte.

[…]

Hat der Vater (z.b. weil er dem Kind hinterhergezogen ist) hohe Fahrtkosten, so müssen diese Fahrtkosten bei der unterhaltsrelevanten Einkommensberechnung berücksichtigt werden. …“

Quelle / gesamter Artikel mit Urteilsverlinkung: Vaterlos.eu
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Terminhinweis 15. 09. 2015 Dresden: Fachtag „Geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe – Nein(!)“

„Seit mehr als vier Jahrzehnten werden das Pro und Kontra von geschlossenen Einrichtungen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe in der Fachwelt, zwischen unterschiedlichen Professionen und Institutionen diskutiert. Dabei fehlt es nicht an Argumenten und Schärfe in der Auseinandersetzung. Die kinderrechtliche und jugendhilfepolitische sowie die sozialpädagogische Auseinandersetzung über die Zulässigkeit einer Geschlossenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen wird zum Test, ob der soziale Staat es wirklich ernst damit meint, Kinder als Träger eigener Rechte und einer nach dem Grundgesetz unantastbaren Würde zu achten und zu schützen.

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„Studie zur Zeitverwendung: Eltern wünschen sich mehr Zeit für Familie“

„Der Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für die Familie ist groß. 32 Prozent der Väter und 19 Prozent der Mütter bemängeln, nicht ausreichend Zeit für ihre Kinder zu haben. Fast 80 Prozent der Väter wünschen sich, dass sich dies ändert und sie sich mehr um Kinder und Familie kümmern können. Das sind Ergebnisse der Studie  „Zeitverwendung in Deutschland 2012/2013“ des Bundesamtes für Statistik, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Statistik, Roderich Egeler, am 26. August 2015 in Berlin vorgestellt hat.

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Höchste Schweizer Instanz weicht gemeinsames Sorgerecht auf

„Seit dem 1. Juli 2014 ist das neue Sorgerecht in Kraft: Die gemeinsame elterliche Sorge ist für für verheiratete wie unverheiratete Paare auch nach Trennung und Scheidung die Regel.

Das Bundesgericht hat heute* zum ersten Mal darüber befunden, unter welchen Umständen von diesem Grundsatz abgewichen werden kann (http://www.bger.ch/press-news-5a_923_2014-t.pdf). Dabei stellt es fest, dass nicht nur die Gründe gemäss Art. 311 ZGB (Unerfahrenheit, Krankheit, Gebrechen, Abwesenheit, Gewalttätigkeit) die alleinige elterliche Sorge rechtfertigen können, sondern im Ausnahmefall auch ein schwerwiegender Dauerkonflikt oder eine anhaltende Kommunikationsunfähigkeit der Eltern.

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„Richterbund begrüßt Pläne für bessere Qualifikation von Gutachtern“

„Der Deutsche Richterbund (DRB) begrüßt den Gesetzentwurf des Bundesjustizministers, mit dem die Qualifikation von Gutachtern in familienrechtlichen Verfahren verbessert werden soll.

„Es ist richtig, dass der Gesetzgeber jetzt klare Vorgaben macht“, sagt DRB-Präsidiumsmitglied Joachim Lüblinghoff. Bisher müssten Gutachter keine bestimmte Qualifikation nachweisen, um familienpsychologische Gutachten zu erstellen. „Der Deutsche Richterbund dringt seit langem darauf, dass der Gesetzgeber das ändert“, betont Lüblinghoff.

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„Die schweren Entscheidungen der Familienrichter“

Nachfolgender Artikel spart vollständig aus, dass:

  1. die Kindeswohlgefährdung statistisch einem Rückgang unterliegt, während Inobhutnahmen einen permanenten Anstieg erleben
  2. Jugendämter außerordentlich oft aufgrund ungerechtfertigter Inobhutnahmen, Vernachlässigungen behördenbekannter Konfliktfamilien sowie nicht selten unseriöser Machenschaften mit der Amtsleitung unterstehenden Kinderheimen beispielsweise im europäischen Ausland in der Kritik stehen sowie
  3. oftmals erst mit der Inanspruchnahme jugendamtlicher Beratung trennungselterliche Eskalationen ihren Anfang nehmen.

Der Artikel kann kommentiert werden:

„… Bevor die elterliche Sorge vollständig oder teilweise entzogen wird, passiert seitens des Jugendamtes eine Menge, schildert ihre Kollegin, Familienrichterin Stefanie Neusius. Die Eltern waren meist schon mehrmals in einer Erziehungsberatungsstelle, eine Familienhelferin kam in die Familie, vielleicht gab es auch Unterstützung durch eine Familienhebamme: „Doch einige Eltern nehmen einfach nichts an.“

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