„Veraltetes Familienrecht – Unterhalt als Geschäftsmodell“

Auch wenn sich Vater und Mutter nach einer Trennung die Erziehung der Kinder teilen, zahlt der Mann oft den vollen Unterhalt. Die Autorin Julia Friedrichs findet das ungerecht und meint: Das Sorgerecht ist völlig veraltet.

[…]

Mami kümmert sich. Papa überweist das Geld. So simpel, so veraltet schätzt das Bürgerliche Gesetzbuch die Lebenswirklichkeit von Scheidungsfamilien ein. Dass Eltern sich die Betreuung teilen, ist im Gesetz schlicht nicht vorgesehen. Zum Nachteil moderner Väter.

„Die Rechtsprechung hat ein großes Beharrungsvermögen und reagiert nur verhalten auf gesellschaftliche Veränderungen“, sagt Familienrichter Heinrich Schürmann der Tageszeitung „taz“.

Zwar hat der der Bundesgerichtshof zuletzt geurteilt: Wenn Kinder bei Vater und Mutter ein Zuhause haben und die Eltern sich die Betreuung genau hälftig teilen, dann, aber nur dann, kann der Kindesunterhalt der beiden verrechnet werden. Akzeptable Betreuungsanteile sind also ganz oder hälftig oder gar nicht. Alles andere wird ignoriert. Als wäre der Staat zu faul zum Rechnen. …“

Quelle / gesamter Beitrag: Deutschlandradio Kultur
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