Deutschlandradio Kultur legt in Sachen Väterfeindlichkeit nach

Dem massiv väterfeindlichen Beitrag „Den Vätern die Rechte, den Müttern die Pflichten“ des gebührenfinanzierten Senders vom 18. 05. 2015 folgte heute ein Interview mit einer Profession des Deutschen Juristinnenbundes, die sich ebenfalls deutlich gegen väterliche Teilhabe ausspricht. Einwände und Protestnoten können unter diesem Link eingereicht werden. Zum Beitrag:

Die seit 2013 geltende Sorgerechtsregelung, die ein Sorgerecht für unverheiratete Väter gegen den Willen der Mütter ermöglicht, ist eine „Fehlkonstruktion“, findet die Juristin Jutta Wagner. Menschen, die zutiefst zerstritten sind, seien wenig geeignet für ein verantwortungsvolles Projekt wie ein gemeinsames Kind.

Seit 2013 können unverheiratete Väter auch gegen den Willen der Mutter das Sorgerecht für ein gemeinsames Kind bekommen. Die frühere Präsidentin des Juristinnenbundes, Jutta Wagner, hält das für eine „Fehlkonstruktion“, die allerdings nur in Einzelfällen dramatische Folgen hat.


Menschen, die zutiefst zerstritten seien oder die nie eine Beziehung zueinander hatten, seien wenig geeignet, ein so verantwortungsvolles Projekt wie ein gemeinsames Kind über einen Zeitraum von 18 Jahren zu betreuen, sagt Wagner.

[…]

Wagner: Also aus meiner Sicht ist das tatsächlich eine Fehlkonstruktion. Das leuchtet doch eigentlich jedem ein, dass Menschen, die zutiefst zerstritten sind oder überhaupt nie irgendeine Beziehung zueinander hatten und auch keine haben wollten, wenig geeignet sind, irgendein gemeinsames Projekt, geschweige denn so ein diffiziles und verantwortungsvolles Projekt wie ein gemeinsames Kind über einen Zeitraum von 18 Jahren immerhin, bis zur Volljährigkeit, zu betreuen, zu entwickeln, erfolgreich zu fördern. Das kann man sich doch eigentlich überhaupt nicht vorstellen. Aus meiner Sicht war das kein guter Schritt und kein Fortschritt, vor allem für die Kinder.

Brink: Aber war das nicht ein Fortschritt für die Väter, also gerade die nicht-ehelichen Väter, die ja wenig Rechte hatten vorher?

Wagner: Die nicht-ehelichen Väter konnten ja schon seit einiger Zeit in Deutschland mit Zustimmung der Mutter das Sorgerecht gemeinsam mit der Mutter ausüben.

Brink: Aber wenn sie es verweigert hat?

Wagner: Wenn sie es verweigert hat, dann ging das in der Tat nicht, und das war dann vielleicht auch für alle Beteiligten besser so. …“

Quelle / gesamter Artikel: Deutschlandradio Kultur
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