„Superpapa – ein deutscher Kurzfilm zu einem Dauerthema“

„Benny hat einen Wunsch. Er will auch ein „Mandanten“ sein. Denn nur die bekommen einen Termin bei dem Papa. Da sein Vater Tom (Tobias Licht), ein aufstrebender Junganwalt, kaum Zeit für seinen Sohn und seine Frau Isabel (Laura Preiss) aufbringen kann, beschließt Benny (Emilio Pfennig) seinen Wunsch selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit seinem besten Freund Superbär, einem Teddybären im Superheldenkostüm, macht er sich auf in ein kleines Abenteuer, was ihn am Ende vor eine schwere Entscheidung stellt…

Trailer: Youtube

Im folgenden Interview verraten uns Saskia Hahn und Louisa Wagener, die Macherinnen von „Superpapa“, was sie zur Umsetzung dieser Story bewogen hat und welche Geschichte sie erzählen möchten. Das Interview führte für den VBM Antonia Milbert:

Antonia Milbert, VBM: Wie entstand die Idee zum Film, wer hatte sie?

Louisa Wagener: Als ich gerade auf der Suche nach einem geeigneten Stoff für meinen nächsten Film war, las ich in den sozialen Medien eine kurze Geschichte über einen kleinen Jungen, der eine Stunde von seinem Vater kauft. Diese Geschichte berührte mich so sehr, dass ich beschloss, sie als Basis für mein Drehbuch zu nehmen und baute sie in einen größeren Zusammenhang. Ich erfand dazu passende Charaktere und versuchte mit einem Kind als Hauptfigur einen möglichst emotionalen Zugang zu erhalten. Mir war zwar klar, dass die Wahl eines Kindes als Hauptfigur uns vor große Herausforderungen stellen würde, dennoch war ich schon zu Beginn sicher, dass man mit einem Kind noch einmal auf einer ganz anderen emotionalen Ebene berühren kann.

[…]

VBM: Inwieweit ist die gewählte Konstellation modern? Der immer abwesende Vater entspricht laut Umfragen nicht dem Selbstverständnis von Vätern? Welche Konflikte trägt der Vater hier mit sich und warum löst er sie nicht von sich aus stärker im Sinne seines Sohnes, seiner Familie?

Louisa Wagener: „Superpapa“ erzählt die Geschichte einer ganz „normalen“ Familie von heute. Die Problematik, dass beide Elternteile arbeiten gehen und das Kind dadurch unabsichtlich vernachlässigt wird, ist auf jeden Fall aktuell. Oftmals reicht es eben nicht aus, wenn beispielsweise nur der Vater Geld verdient. In unserem Fall sitzt Bennys Vater, Tom, zwischen den Stühlen: Auf der einen Seite ist da sein Karrieredruck, denn er muss und will durch eine gute Stellung seiner Familie etwas bieten können. Auf der anderen Seite stehen die Bedürfnisse seiner Frau und seines Sohnes. Tom hat sich für den Beruf entschieden. Nicht aus bösem Willen, sondern weil er es als seine Aufgabe als Familienoberhaupt ansieht. Daran, dass es aber doch immer auf die Familie und nicht das große Geld ankommt, erinnert ihn nun sein Sohn Benny… …“

Quelle / gesamtes Interview: Verband berufstätiger Mütter
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