„TV-Tipp: Frontal 21 über Scheinväter, Kuckuckskinder und leibliche Väter, die sich im Stich gelassen fühlen“

„In seiner 500. Sendung greift das ZDF-Magazin Frontal 21 am 31.3.2015 um 21:00 Uhr aus aktuellem Anlass das Thema Scheinvaterschaft auf. Dabei wird der Bogen gespannt zur ersten Sendung 14 Jahre zuvor, in der damals bereits über den Boom bei heimlichen Vaterschaftstests berichtet und auf den Widerspruch zwischen einem über 100 Jahre alten Gesetz und den neuen wissenschaftlichen Möglichkeiten hingewiesen wurde. Vor Kurzem hat nun das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden, dass die Mutter den Namen des leiblichen Vaters nicht preisgeben muss. Die Auskunft greife unzulässig in die Privat- und Intimsphäre der Mutter ein und bedürfe daher einer gesetzlichen Regelung. Frontal 21 über Scheinväter, Kuckuckskinder und leibliche Väter, die sich im Stich gelassen fühlen. Für die betroffenen Kuckuckskinder spricht unsere Co-Autorin Liane R. Anderson.

Hier der Link zur  Homepage der Sendung mit Informationen zu weiteren Themen und Ausstrahlungszeiten.

Unsere Stellungnahme zu dem oben genannten, skandalösen Urteil finden Sie hier.“

Quelle: Kuckucksvater-Blog
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„Gehetzte Eltern leiden unter Vereinbarkeitslüge“

Irgendwann müsse mit der Vereinbarkeitslüge Schluss sein, meint Marc Brost: Arbeitende Eltern seien permanent gehetzt und übermüdet. Nicht nur Karrieristen würden darunter leiden, Job und Familie nicht unter einen Hut zu bekommen.

Bin ich gerne Papa? Ja, absolut, von ganzem Herzen. Arbeite ich gerne in meinem Beruf? Ja, leidenschaftlich gerne. Und, geht beides zusammen? Die übliche Antwort lautet: Ja, klar.

Manchmal hakt es ein bisschen, manchmal sind wir zuhause alle ein bisschen erschöpft. „Urlaubsreif“ nennen wir das. Aber im Großen und Ganzen gibt es kein Problem, denn meine Frau und ich, wir sind ja prima organisiert.

Die Wahrheit ist: Wir sind permanent müde, haben Ringe unter den Augen, schlafen schlecht. Wir sind ständig nervös, wie gehetztes Wild. Wenn wir morgens aufwachen, fällt uns sofort ein, was wir alles schaffen müssen. Wenn wir abends ins Bett fallen, wissen wir, dass wir wieder nur die Hälfte von dem erledigt haben, was eigentlich anlag.

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Schweiz: „Neues Unterhaltsrecht: Der gleichgestellte Vater“

„… Im neuen Unterhaltsrecht ist festgehalten, dass das Gericht im Streitfall die Möglichkeit einer alternierenden Obhut prüfen muss, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt.

Mit diesem Passus scheint das Recht des Kindes auf eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen etwas näher gerückt zu sein. Das ist wichtig, denn das Fundament der heutigen Familie ist nicht mehr das Paar, dessen längerfristiger Zusammenhalt nicht immer gewährleistet werden kann, sondern die Beziehung der Eltern zum Kind. Mit Pflastersteinen und Fackel-Mahnwachen erkämpften enttäuschte Väter vor zwei Jahren die Einführung der gemeinsamen Sorge. Es zeigte sich aber schnell, dass da eine Scheindiskussion geführt wurde. Denn das gemeinsame Sorgerecht sichert einzig die Grundrechte für beide Elternteile und zieht nicht unbedingt auch die alternierende Obhut mit sich, bei der sich die Eltern die Kinderbetreuung aufteilen.

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Österreich: „Ein neuer Meilenstein im Familienrecht steht bevor“

„… Obwohl der von RA.Schönhart vertretene Vater seinen Sohn seit über 7 Jahre im wochenweisen Wechsel hälftig betreut, wurde dennoch vom Erstgericht bei gemeinsame Obsorge und gleichteiliger Betreuung die Kindesmutter als hauptsächlich betreuender Elternteil festgelegt. Das Erstgericht erkannte zwar, dass diese gleichteilige Betreuung des Buben am  besten dem Kindeswohl entspricht, argumentierte aber, dass es aufgrund der aktuellen Gesetzeslage gezwungen ist, einen Elternteil als hauptsächlich betreuend festzulegen, da eine Doppelresidenz gesetzlich nicht vorgesehen ist.

Gegen diese Entscheidung erhob die Kanzlei Schönhart ein Rechtsmittel an das Landesgericht für ZRS.

Das Landesgericht für ZRS Wien hat daraufhin einen Antrag an den Verfassungsgerichtshof gestellt, die aktuellen Gesetzesbestimmungen wonach bei gemeinsamer Obsorge ein hauptsächlich betreuender Elternteil festgelegt werden muss, als verfassungswidrig aufzuheben.

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„Beeinflussung von Gutachtern: „Die Strukturen sind teilweise regelrecht mafiös““

Gutachter gelten als die heimlichen Herren des Gerichtsverfahrens. Ihre Befunde sollten deshalb sachlich und unparteiisch ausfallen. Daran weckt eine Studie nun Zweifel: Viele Gutachter seien von den Aufträgen der Gerichte wirtschaftlich abhängig – und jeder Vierte erhalte gelegentlich Signale, welches Ergebnis gewünscht ist. Höchste Zeit für Reformen, meint die Medizinerin Ursula Gresser.

LTO: Frau Professorin Gresser, die Studie über das Gutachterwesen ist die Dissertation Ihres Doktoranden Benedikt Jordan. Inzwischen berichten zahlreiche große Medien darüber. Hatten Sie eine solche Resonanz erwartet?

Gresser: Die Resonanz war für uns nicht das Thema, uns ging es um die Ergebnisse – und die hatten wir so tatsächlich nicht erwartet. Jetzt ist uns wichtig, dass darüber diskutiert wird, und deshalb freuen wir uns über das mediale Interesse. Wie die Arbeit der Gutachter so aussieht, ist ja hochgradig relevant, auch vor dem Hintergrund von Verfahren wie denen von Gustl Mollath, Horst Arnold, Ulvi Kulac oder Jörg Kachelmann. Es gibt zum Gutachterwesen und insbesondere zur Frage der gutachterlichen Unabhängigkeit seit Jahrzehnten keine wissenschaftlichen Untersuchungen, wir mussten also Pionierarbeit leisten. Das fing schon damit an, welche Fragen wir in welcher Form in den Fragebogen aufnehmen.

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„Kampf ums Kind: Missstände am Familiengericht“

Im Februar strahlte der Radiosender „Bayern 2“ ein Radiofeature aus, dass sich mit der oftmals Familien zerstörenden Arbeit der beteiligten Konfliktparteien, insbesondere der Professionen der Gutachter, befasst:

„Gerichtlich bestellte Gutachter können Familien zerstören. Leidtragende sind Mütter und Väter, die den Kontakt zu ihren Kindern verlieren – und natürlich die Kinder selbst. Offenbar liegt der Fehler im System. “

Zu Wort kommen unter anderem auch der ehemalige Familienrichter Jürgen Rudolph und der Professor für Entwickungpsychologie Wassilios Fthenakis. Zum Mitschnitt von knapp 26 Minuten geht es hier entlang.
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„Umgangsrecht: Umgangsvereitelung kann zu Schadensersatzpflicht führen“

„Streitigkeiten über den Umgang mit den Kindern sind für alle Beteiligten äußerst unangenehm. Heftig gerungen wird um die Frage, was dem Wohl des Kindes entspricht. Hoch emotional wird verhandelt und durch gerichtliche Entscheidung oder – was zum Glück öfter der Fall ist – durch einen Vergleich geregelt, wann der Umgang mit den Kindern stattfindet. Und doch wird diese Regelung nicht immer umgesetzt.

Meist ist es die Mutter, bei denen die Kinder nach der Trennung weiter leben. Dann begehrt der Vater den entsprechenden Umgang. Gibt es in der Umsetzung Probleme, wirft meist der Vater der Mutter vor, sie torpediere die Kontakte. Und er habe keine Chance, wenn die Kinder gegen ihn beeinflusst werden. Das Gegenargument der Mutter ist dann oft, dass die Vorwürfe nicht zuträfen – die Kinder wollen einfach nicht zum Vater, dagegen könne sie auch nichts machen.

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„Familienausschuss: Absage an Bundesgesetz für Kitas“

„Die Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sind mit ihren Forderungen nach einem größeren finanziellen Engagements des Bundes beim Kita-Ausbau und nach gesetzlichen Regelungen des Bundes zur Qualität der Kindesbetreuung gescheitert. Die entsprechenden Anträge (18/2605, 18/1459) lehnte der Familienausschuss am 18. März mit der Stimmenmehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD ab.

Die Linke hatte in ihrem Antrag konkret eine Erhöhung des Sondervermögens des Bundes für den Ausbau der Kindertagesbetreuung um jährlich eine Milliarde Euro gefordert. Zudem müsse der Bund in einem Kita-Qualitätsgesetz bundesweit verbindliche Mindeststandards unter anderem für die Anzahl der Kinder pro Betreuer, die Aus- und Weiterbildung der Betreuer, die Größe und Ausstattung von Kitas sowie die Qualität der Essensversorgung festschreiben. Für die Festlegung einer verbindlichen Betreuer-Kind-Relation hatten sich auch die Grünen in ihrem Antrag ausgesprochen, ebenso für eine Erhöhung der Bundesmittel für den Kita-Ausbau. Eine konkrete Summe nannten die Grünen jedoch nicht.

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Statement zum Kuckuckskind-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Zum von uns am 18. 03. 2015 verlinkten Kuckuckskind-Urteil des Bundesverfassungs- gerichts, welches an Vaterfeindlichkeit kaum noch zu überbieten ist, liegt nunmehr eine Stellungnahme des Betreibers des „Kuckucksvater“-Blogs vor:

„… Durch das Urteil des BVerfG wird die Intimsphäre der Kuckucksmütter über den Schutz vor Betrug der Scheinväter und dem Identitätsraub an den Kuckuckskindern gestellt. Das Bundesverfassungsgericht ignoriert, nein, leugnet damit nicht nur das finanzielle Leid der Scheinväter und deren Bedürfnis auf zumindest finanzielle Reparaturen, sondern auch deren persönliches Leid. Das Leid durch den Verlust des Vaterseins und den Identitätsverlust der Kinder. Ein Verlust, der viele Scheinväter und Kuckuckskinder in schwere Identitätskrisen stürzt. Schwere Depressionen sind die Folge und bei einigen besteht sogar Suizidgefahr. Schmerzensgeldzahlungen an die Opfer seitens der Kuckucksmutter – wie in Großbritannien – wären angebracht, doch davon können die Opfer in Deutschland nicht einmal träumen. Sie dürften schon feuchte Augen bekommen, wenn sie erfahren dürften, wer denn der leibliche Vater sein könnte. …“

Quelle / gesamter Artikel: Kuckucksvater-Blog
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„LEIDbild Elternschaft? Zerrissen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

„Junge Erwachsene in Deutschland haben überhöhte Ansprüche ans Elternsein: So glauben über 80 % der 20-bis 39-Jährigen, dass man bei der Erziehung viel falsch machen kann. Zudem stimmt ein Viertel der Befragten persönlich der Aussage zu, wonach Eltern ihre Bedürfnisse komplett denen ihrer Kinder unterordnen sollten. Innerhalb der Gesellschaft nimmt sogar knapp die Hälfte einen starken Druck auf Eltern wahr, sich aufzuopfern. Diese und weitere Ergebnisse stehen im Fokus der repräsentativen bundesweiten Leitbildstudie am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), in der die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Familienleitbilderin Deutschland identifiziert werden. Diese kulturelle Dimension ist in der Diskussion um den demografischen Wandel zu selten in den Mittelpunkt gerückt worden, obwohl sie hilft, das anhaltend niedrige Geburtenniveau in Deutschland besser zu verstehen und die (Familien-)Politik bedürfnisorientierter zu gestalten.

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