„Kindererziehung – Und alle reden mit“

Leider differenziert auch dieser Artikel mit keinem Wort, beispielsweise hinsichtlich elterlicher Souveränität und Intuition, und verliert sich in Teilen in Polemik:

„… Es gibt Kitas und Kindergärten, die ihre Öffnungszeiten mehr an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren als an den Bedürfnissen der Kinder. Wer arbeiten muss, um sich das Großstadtleben leisten zu können, und wer arbeiten will, um seinen Alltag nicht auf die Kinder zu beschränken, bucht auch mal 40 Betreuungsstunden in der Woche; die zumindest zeitweise Fremderziehung gehört da zum Familienkonzept. Ein wirklich schönes Wort aber ist Fremderziehung auch nicht, es ist so ein Wort, das bei einigen Eltern zu wütendem Herzrasen führt, wenn sie es in den Mund nehmen, denn es ist ja so: Selten haben die Eltern ihre alleinige Hoheit über ihre Kinder und darüber, welche individuellen Werte sie ihnen vermitteln, als derart unverhandelbar betrachtet wie heutzutage.

[…]

„Eltern wissen selbst am besten, wann es geboten ist, sich gegenüber anderen zurückzuhalten“, sagt die Oldenburger Familiensoziologin und Universitätsprofessorin Corinna Onnen. Vieles ist außerdem eine Frage des Tonfalls und der Wortwahl. Dass aber auch sinnvolle Hinweise im Bekanntenkreis oft als unerhörtes Einmischen empfunden werden, liege auch an der generellen Wandlung des Familienbegriffs in den vergangenen Jahrzehnten, sagt Onnen: „In der Nachkriegszeit gab es viel lockerer gefasste Familienverbünde als heute“. …“

Quelle / gesamter Artikel: Süddeutsche Zeitung
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