„Papst: „Liebe Väter, seid aufmerksamer!““

Wir verweisen auf die unlängst geäußerten Ausführungen des Papstes zur Vaterschaft. Wenngleich seine Ausführungen sehr allgemein gehalten sind und wesentliche Probleme nicht beim Namen nennen, ist es dennoch umso erfreulicher, dass sich das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche auch diesem Thema annimmt:

„Die Abwesenheit der Väter ist eines der schlimmsten Probleme unserer Zeit. Darauf verwies der Papst an diesem Mittwoch anlässlich der Generalaudienz in der Aula Paolo VI im Vatikan. Vor tausenden Pilgern und Besuchern ging Franziskus in seiner Katechese auf die Rolle der Väter in der Familie ein. Diesmal wolle er die Probleme aufzeigen, nächste Woche werde er dann die „schönen Seiten“ der Vaterschaft präsentieren, kündigte er an.

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„Karlsruhe wurde missverstanden“

Das Bundesverfassungsgericht hat zuletzt mehrfach zugunsten von Eltern geurteilt – doch das Elternrecht wurde nicht gestärkt.

Auffallend häufig hat das Bundesverfassungsgericht im Vorjahr zugunsten von Eltern entschieden, denen das Jugendamt die Kinder weggenommen hatte. Bei Jugendämtern und Familiengerichten kam die Botschaft an, künftig müsse das Elternrecht stärker gewichtet werden.

[…]

Die für Familienrecht zuständige Verfassungsrichterin Gabriele Britz hat […] klargestellt, dass es 2014 gar keine ungewöhnliche Häufung von elternfreundlichen Entscheidungen gab und der Maßstab nicht verschärft wurde. In einem Beitrag für die Fachzeitschrift Das Jugendamt wies Britz darauf hin, dass die Hälfte der erfolgreichen Klagen bereits 2013 einging und aus diversen Gründen erst 2014 entschieden wurde. Nur deshalb gab es eine scheinbare Ballung erfolgreicher Verfassungsbeschwerden.

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„Steigender Bedarf bei Vater-Kind-Kuren – Informationskampagne für Arztpraxen“

„In diesen Tagen wendet sich das Müttergenesungswerk (MGW) erstmals mit einer großen Informationskampagne zu Vater-Kind-Kurmaßnahmen an alle niedergelassenen AllgemeinmedizinerInnen, KardiologInnen und InternistInnen in Deutschland. Ziel ist es, spezifische Fachinformationen über den Zugang zu den ganzheitlichen und väterspezifischen Gesundheitsmaßnahmen zu verbreiten, denn für die Inanspruchnahme der Kurmaßnahme ist die Attestierung der Kurbedürftigkeit durch einen Arzt oder eine Ärztin erforderlich.

Die Informationskampagne wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit rd. 48.000 Euro unterstützt. Bundesministerin Manuela Schwesig betont „Partnerschaftliche Aufteilung der Kindererziehung und Familienarbeit bedeutet auch, Verantwortung und Belastungen zu teilen. Medizinische Vater-Kind-Kuren zur Vorsorge oder Rehabilitation sind eine Chance für Väter. Dafür ist die Information der Ärzte und Ärztinnen wichtig.“

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„Kinderpsychotherapeutin im Interview: „Jungs brauchen Männer““

„… Frau Dr. Wiedenhöft, warum benötigen Kinder, insbesondere Jungs, männliche Bezugspersonen? 

Wiedenhöft: Männer und Frauen nehmen das Leben unterschiedlich wahr und geben Anforderungen unterschiedlich weiter. Diese Vielfalt ist für Kinder entwicklungsfördernd. Das ist aber nicht ausschließlich am Geschlecht festzumachen.

Das heißt, unterschiedliche und mehrere Bezugspersonen reichen aus?

Wiedenhöft: Ja und nein. Es gibt sehr feminine Männer und sehr maskuline Frauen. Das hat nicht unbedingt mit dem Geschlecht zu tun. Aber es gibt schon einen grundsätzlichen Unterschied zum Beispiel beim Spielen, der Entdeckung der Welt und der Wahrnehmung von Situationen.

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„Kinder von Samenspendern – Die schmerzhafte Suche nach dem Vater“

„… Es ist ein merkwürdiges Gefühl, aus tiefgefrorenem Spendersamen entstanden zu sein. In meinem Bekanntenkreis kamen dazu auch mal Kommentare wie: „Was, das sieht man Dir aber gar nicht an!“

Ich würde so gerne die Lücke füllen und meinen leiblichen Vater finden. Deshalb habe ich den Arzt auf Herausgabe der Spenderdaten verklagt, vor ein paar Wochen war die Verhandlung. Er sagte mir dabei, dass es ihm leid tue, wenn er mir seelischen Schaden zugefügt habe. Ich will kein Mitleid von ihm, ich will meine Wurzeln! Der Arzt behauptete, er habe alle Spenderunterlagen vor langem vernichtet. Nachfragen von Anwalt und Richter ergaben nichts.

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„Wohnprojekt für männliche Gewaltopfer – Ort der Zuflucht“

„… Seit Bestehen der WG, es gibt sie seit 2001, steht das Telefon von Walter Dinninghoff und seinen Kollegen nicht still. Bis auf wenige Renovierungsphasen sei die Wohnung ständig bewohnt gewesen. Nahezu täglich erreichen ihn Anrufe von Männern und Beratungsstellen aus ganz Deutschland, die an einem Platz interessiert sind. Wirklich einziehen können am Ende aber nur solche Suchenden, die ihren Lebensmittelpunkt in Oldenburg haben und mindestens 25 Jahre alt sind.

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„Papa zahlt – Mama kocht“

„Auch wenn Väter nach der Scheidung willig sind, einen Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen, müssen sie dennoch den gesamten Unterhalt zahlen. Für Eltern, die sich Betreuung und Unterhalt teilen möchten, haben die Gerichte noch kein Modell entwickelt.

[…]

Heute sind viele Väter willig, einen Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen. Aber das Unterhaltsrecht macht engagierten Vätern einen Strich durch die Rechnung. Denn dass sich die Eltern nach der Scheidung mit der Betreuung der Kinder hälftig abwechseln, ist vom Gesetz her nicht vorgesehen. Wer seine Kinder nach einer Trennung auch nur einen einzigen Tag weniger betreut als sein Ex-Partner, muss den vollen Unterhalt zahlen. Und das ist nicht immer, aber häufig, der Vater. …“

Quelle / gesamter Artikel: Bayerischer Rundfunk
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Öffentliche Hand 2013: 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe

„Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2 Prozent gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2 Prozent.
Der größte Teil der Bruttoausgaben (65 Prozent) entfiel mit rund 23,0 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das waren 13,0 Prozent mehr als 2012. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 21,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 13,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Rund ein Viertel der Bruttoausgaben (25 Prozent) – insgesamt mehr als 8,7 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,7 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 785 Millionen Euro.
Knapp 5 Prozent der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,7 Milliarden Euro auf.“

Weitere Informationen: Statistisches Bundesamt

Quelle: Newsletter der Deutschen Liga für das Kind
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Überlange Sorgerechtsverfahren – bringt Untätigkeitsbeschwerde Abhilfe?

„Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) begrüßt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), der die Einführung einer Untätigkeitsbeschwerde fordert (Kuppinger : Deutschland – Nr. 62198/11 vom 16.1.2015). Hintergrund der Entscheidung ist, dass streitige Sorge- und Umgangsrechtsentscheidungen in Deutschland vielfach zu lange dauern. Die Untätigkeitsbeschwerde soll verhindern, dass sich Verfahren unangemessen in die Länge ziehen, weil beispielsweise immer wieder Termine abgesagt oder ein Gutachten nicht rechtzeitig angefertigt wird oder von Seiten des Gerichts das Verfahren nicht vorangetrieben wird. Der In der Vertretung von Kindschaftssachen erfahrene Bielefelder Rechtsanwalt Georg Rixe, der auch diese Entscheidung vor dem EGMR erreicht hat, erwartet von der Untätigkeitsbeschwerde einen „effektiveren Rechtsschutz, der verfassungsrechtlich garantiert ist. Jetzt ist der Gesetzgeber gefordert, die Entscheidung zügig umzusetzen.“ ISUV fordert, dass die Verpflichtung aus dem Urteil – Einführung einer Untätigkeitsbeschwerde – schnell umgesetzt wird.

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„Kindererziehung – Und alle reden mit“

Leider differenziert auch dieser Artikel mit keinem Wort, beispielsweise hinsichtlich elterlicher Souveränität und Intuition, und verliert sich in Teilen in Polemik:

„… Es gibt Kitas und Kindergärten, die ihre Öffnungszeiten mehr an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren als an den Bedürfnissen der Kinder. Wer arbeiten muss, um sich das Großstadtleben leisten zu können, und wer arbeiten will, um seinen Alltag nicht auf die Kinder zu beschränken, bucht auch mal 40 Betreuungsstunden in der Woche; die zumindest zeitweise Fremderziehung gehört da zum Familienkonzept. Ein wirklich schönes Wort aber ist Fremderziehung auch nicht, es ist so ein Wort, das bei einigen Eltern zu wütendem Herzrasen führt, wenn sie es in den Mund nehmen, denn es ist ja so: Selten haben die Eltern ihre alleinige Hoheit über ihre Kinder und darüber, welche individuellen Werte sie ihnen vermitteln, als derart unverhandelbar betrachtet wie heutzutage.

[…]

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