„Man muss den Mann als Mutter denken“

Nachfolgend verlinken wir einen hervorragenden Artikel des Autoren und Journalisten Ralf Bönt in der „Welt“:

„… Augenfälligerweise findet man unter den Genderfans auch kaum Eltern, man ist meist kinderlos. Mit Kindern hat man auch erfahren, was Geschlecht bedeutet.

Was keineswegs heisst, dass man die sozial konstruierten Zuweisungen an Vater und Mutter, Frau und Mann nicht revolutionieren kann, soll oder muss. Ganz im Gegenteil! Der Vater gehört dann aber zwingend auch dazu, das ergibt sich nicht nur aus der Arithmetik von Tageslänge, Anzahl zu leistender Arbeitsstunden und glücklicher Kinderbetreuung, sondern auch aus der Einsicht, dass Gesundheit in der Familie entsteht. Vor allem, weil man den biologischen Vater überhaupt erst erfinden muss, denn unser Rechtssystem kennt ihn quasi nicht. Er ist eine zivilisatorische Idee, aber noch keine Errungenschaft, wie Millionen Männer und Kinder wissen und nicht zu sagen wagen. Kardinalfehler in der jahrzehntealten Debatte ist, die Frau als Boss denken zu können, den Mann aber nicht als Mutter. Dabei ist es der Vater, der fehlt.

Den biologischen Vater als Rechtssubjekt zu installieren war nicht zufällig eine der ersten Forderungen der Urfeministin Olympe de Gouges, die wegen ‚paranoia reformatoria‘ von den Jakobinern geköpft wurde. In einem Pawlowschen Reflex bezeichnen heute aber viele feministisch bewegte Autoren, etwa bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, gern jeden, der auf Benachteiligungen von Männern und Vätern hinweist als frauenfeindlich, politisch rechtsaussen oder reaktionär. Schließlich machen sie sich für Starke stark, die Männer. …“

Quelle / gesamter Artikel: Die Welt
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