„Doppeltes Zuhause“

„… „Bei den Beratungsstellen gibt es immer noch viele Vorbehalte gegen die Doppelresidenz“, sagt Johannes Zink. Die häufigsten: Doppelresidenz ginge nicht, wenn die Kommunikation der Eltern schlecht sei oder wenn das nicht beide Eltern wünschten. „Dabei ist es üblich und zu erwarten, dass die Kommunikation zwischen Trennungseltern nicht die beste ist“, sagt Zink. Das treffe für jedes Betreuungsmodell zu. Es sei daher unsinnig, elterliches Einvernehmen oder konfliktfreie Kommunikation ausschließlich für die Doppelresidenz einzufordern.

„Gerade wenn Eltern sich nicht einigen können“, sagt Zink, „bietet streng paritätische Doppelresidenz die beste Gewähr für eine dauerhaft tragfähige Bindung des Kindes zu beiden Eltern.“ Dieses müssten die zuständigen Institutionen wie Ämter, Beratungsstellen oder Gerichte endlich auch in Deutschland als Betreuungsmodell präferieren – zum Wohle des Kindes. „In der Praxis von Familienberatung und Rechtsprechung ist es hierzulande die Regel, dass ein Elternteil als reiner Versorger angesehen wird, während der andere Teil die Betreuung überwiegend alleine erhält“, sagt Zink. Für die Kinder bedeute dies den Verlust der Möglichkeit, von den unterschiedlichen Erziehungsbeiträgen beider Eltern profitieren zu können. …“

Quelle / gesamter Artikel: WELT
__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: