„Die ohnmächtigen Väter“

Ein Blick in die Schweiz:

„… Mit Schweizer Augen betrachtet, ist es mehr als erstaunlich, welch familienfreundliche Rahmenbedingungen Schweden als Teil der staatlichen Infrastruktur gewährleistet – und zwar mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der wir in der Schweiz den Halbstundentakt der SBB als «normal» empfinden. Zurück zu Hause wartet die nüchterne Realität: Vaterschaftsurlaub null. Elterngeld null. Und ein Kindergeld, das nicht mal für zwei Monate Kinderkrippe reicht.

«Die Politik betreibt eine äusserst wirkungsmächtige Politik, indem sie keine Politik macht. Mit dem Verzicht auf einen gesetzlich verankerten Vaterschaftsurlaub begünstigt sie vom ersten Lebenstag eines kleinen Kindes an die väterliche Entfremdung aus dem familiären Bereich.» Das habe ich im Januar 2013 im Manuskript meines Buches «Co-Feminismus» geschrieben.

Drei Monate später bin ich zum ersten Mal Vater geworden. In der Zwischenbilanz nach einem guten Jahr praktischer Überprüfung komme ich zum Schluss: Ich habe keineswegs übertrieben. Im Gegenteil. Der Verzicht auf eine staatlich garantierte und solidarisch finanzierte Väterzeit ist mehr als eine gleichstellungspolitische Unterlassung. Er ist Ausdruck einer doppelzüngigen Geringschätzung der Erziehungs- und Beziehungsarbeit von Vätern. …“

Quelle / gesamter Artikel: Tagesanzeiger

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: