„Kinder und Jugendliche: Bei Jungen ist alles auffälliger“

„… „Jungen sind im Vergleich zu Mädchen das häufigere Geschlecht“, sagte Peter Lehndorfer vom Vorstand der BPtK. Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut präsentierte zunächst viele Zahlen und Fakten, die die BPtK aus diversen Studien (BELLA, KiGGS, Statistisches Bundesamt) zusammengestellt hatte. Häufiger seien bei Jungen tödliche Verletzungen, der plötzliche Kindstod und die Anzahl der gelungenen Suizidversuche. Jungen verursachten 20 Prozent höhere allgemeine Krankheitskosten und bei den psychischen Erkrankungen sogar doppelt so hohe wie Mädchen.

Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) würden bei Jungen viermal so häufig wie bei Mädchen diagnostiziert und entsprechend werde häufiger Methylphenidat verordnet. „Hier sollte die Genderperspektive eine deutlich stärkere Rolle spielen“, forderte Lehndorfer.

[…]

„Viele Studien weisen darauf hin, dass Jungen mehr emotionale Sicherheit brauchen als Mädchen“, berichtete Walper. Sie seien empfindlicher und vulnerabler bei Familienkonflikten, Ablehnung durch Peers, bei Umzügen oder bei inkonsistenter Erziehung. „Umso wichtiger ist es, dass Jungen erziehungskompetente Eltern und fürsorglich-engagierte Männer als Vorbilder haben, an denen sie sich orientieren können.“ Dies seien im Idealfall die Väter beziehungsweise andere Männer in der Familie oder im Umfeld der Mutter. …“

Quelle / gesamter Artikel: Ärzteblatt
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