„Männer im Zeugungsstreik“

„Als Gründe für die Nachwuchsabstinenz nennt die Studie lange Ausbildungszeiten und Unterhaltsregelungen wie das Kindergeld und Bildungsförderungsmodelle wie das Bafög, die sich beide an Eltern orientieren. Darum seien junge deutsche Erwachsene deutlich länger abhängig als anderswo. Die nach hinten verschobene Selbständigkeit, verbunden mit dem späten Auszug aus dem „Hotel Mama“, trägt dazu bei, dass Paare spät zueinander finden. Dadurch schrumpft die Zeitspanne für ein oder mehrere Kinder enorm. Zwar haben junge Männer Beziehungen mit wechselnden Partnerinnen, aber sie betrachten diese eher als Spiel. Sind sie dann selbständig und denken über eine feste Bindung nach, sind sie meist Mitte dreißig, die in Frage kommenden Partnerinnen ebenfalls – und bei diesen tickt dann schon die biologische Uhr.

Die Hamburger Journalistin Meike Dinklage hat in ihrem Buch „Zeugungsstreik“ (Diana Verlag) belegt, dass noch andere Gründe zur Kindesverweigerung führen. Ständig ist von 40 Prozent Akademikerinnen die Rede, die auf der Karrierelaufbahn für ein Kind keine Zeit haben. Ihnen gegenüber stehen aber Männer aller Ausbildungswege – vom Handwerker über den Angestellten bis zum Manager – im Zeugungsstreik. „Weil sie ihr Leben nicht ändern wollen. Weil sie den sozialen Abstieg fürchten. Weil sie ja noch später Väter werden können. Weil ihnen ein positives Familienbild fehlt“, so Dinklage. …“

Das Fehlen des „positiven Familienbildes“ in Form von erheblichen Umgangs-, Sorgerechts- und Unterhaltsproblemen, die Eltern nach Trennung oftmals begegnen, wird bedauerlicherweise in vorliegendem Artikel nicht beim Namen genannt.

Quelle / gesamter Artikel: Freie Presse

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