„Elterngeld hat unerwünschte Nebenwirkungen“

„… Die Lust der Väter auf eine Babypause wächst. Wie die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen, nimmt mittlerweile fast jeder Vierte von ihnen Elternzeit. In Sachsen, Bayern und Berlin liegen die Quoten am höchsten. Doch das 2007 eingeführte Elterngeld hat das Familienleben nicht nur in den ersten Monaten nach der Geburt verändert. Dass die Effekte viel nachhaltiger und in Teilen auch unerwünscht sind, zeigt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI).
(mehr …)

„Ein Vaterschaftstest erspart vielen ein Drama“

Ludger Pütz, Betreiber des Kuckucksvater-Blogs und unlängst bereits eine Meldung der Schweizer Zeitschrift „20 Minuten“ wert, gab in „Die Welt“ ein ausführliches Interview zu den Hinter- und Beweggründen seines Engagements:

„… Die Welt: Warum haben Sie einen Vaterschaftstest verlangt?

Pütz: Die Mutter des Kindes hat mehrmals unter Beweis gestellt, dass sie zu allem fähig ist. Irgendwann habe ich mich dann gefragt, warum ich davon ausgegangen bin, dass der Kleine meiner ist. Er hat keinerlei Ähnlichkeiten mit mir. Als ich dann drauf und dran war, in den Ort zu ziehen, in dem der lebt, wollte ich Gewissheit haben. (mehr …)

Schutzambulanz Fulda: Zahl hilfesuchender Männer stieg von 15 auf 25 Prozent

„Im Jahr 2013 suchten 165 von Gewalt betroffene und/oder ratsuchende Menschen Kontakt zur Schutzambulanz. Im Jahr zuvor waren es 157 Personen. Der Anteil der hilfesuchenden Männer stieg von 15 auf 25 Prozent. Kernaufgabe der Einrichtung ist die gerichtsverwertbare Dokumentation sichtbarer Verletzungsfolgen. Darüber hinaus vermittelt die Ambulanz auch an Beratungs- und Unterstützungsstellen.“

Quelle: Fuldaer Zeitung

Zum kompletten Artikel bitte hier entlang.

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Enormes Qualitätsgefälle bei deutschen Rechtsanwälten

„… Der Berufsstand ist zwar weiterhin ein Magnet für gute und sehr gute Juristen. In weit stärkerem Maß aber ist er zu einem Sammelbecken für schlechte Rechtsvertreter geworden. Die Bundesrechtsanwaltskammer und der Deutsche Anwaltverein geben zwar Qualitätsprobleme in Randbereichen der Anwaltschaft zu. Tatsächlich aber reichen die Missstände bis in die Mitte der Anwaltschaft. Durchschnittlich 27 Prozent der Absolventen bestehen das zweite Examen mit „ausreichend“ und haben aufgrund des Überangebots von Juristen auf dem Markt keine Chance. In einigen Bundesländern sind es sogar 40 Prozent. Die meisten von ihnen haben keine Alternative zum Anwaltsberuf, können zum Beispiel nicht Richter werden. Viele Prüfer gestehen hinter vorgehaltener Hand, dass sie von solchen Juristen nicht beraten werden wollten. …“

Quelle / gesamter Artikel: Die Welt

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

Elterliche Sorge: Neues gesetzliches Leitbild

„… Das OLG stellte das neue gesetzliche Leitbild der am 19.5.2013 Kraft getretenen Gesetzesreform heraus, wonach die elterliche Sorge grundsätzlich auch bei nicht verheirateten Kindeseltern auf beide Eltern gemeinsam zu übertragen sei, wenn dies dem Kindeswohl nicht widerspreche, § 1626 a  Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 BGB. Hiernach habe das Gericht nur noch eine so genannte negative Kindeswohlprüfung vorzunehmen, d.h., nur wenn das Kindeswohl negativ beeinflusst werde, sei von der gemeinsamen Sorge Abstand zu nehmen. Der Gesetzgeber stelle damit gemäß den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) klar, dass die Ausübung einer gemeinsamen elterlichen Sorge dem Kindeswohl am ehesten entspreche (BVerfG, Urteil v. 29.1.2003, 1 BvL 20/99). (mehr …)

Datenbank für Betroffene von Straftaten eingerichtet

Wir weisen Opfer insbesondere häuslicher (sexueller, körperlicher oder seelischer) Gewalt auf die neu eingerichtete Datenbank „ODABS (Online Datenbank für Betroffene von Straftaten)“ hin, welche hauptsächlich als Datenbank für Opferhilfeeinrichtungen dient. Die Suchfunktion bildet das Zentrum des Angebots. Es werden jedoch auch anonymisierte Betroffenenerfahrungen erfasst*. ODABS beinhaltet einen kleinen Abschnitt mit diversen Informationen, die Betroffenen von Straftaten nützlich seien könnten. Für alles weitere und umfassendere wird auf die Arbeit der Opferhilfsstellen verwiesen.Verantwortlich für die Datenbank zeichnet der „Kriminologische Zentralstelle e. V.“ als Forschungs- und Dokumentationseinrichtung des Bundes und der Länder.

*Allerdings zeigt die Datenbank ersten Rückmeldungen zufolge bei der Eingabe von „männlich“ und „körperliche Gewalt“ durch männliche Betroffene Frauenberatungsstellen an.

__

(mehr …)

„Eine Woche bei Mama, eine bei Papa“

„… Doch trotz aller Komplikationen versuchen sich heute mehr Familien denn je an der Logistik des gerechten Pendelns. „Alle Fachleute berichten, dass es einen Wechselmodell-Boom in Deutschland gibt“, sagt Hildegund Sünderhauf. Die Professorin für Familienrecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg hat für ihr Buch „Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis“ Studien der Trennungsfolgenforschung aus über 30 Jahren aufgearbeitet.

Eine wichtige Erkenntnis: Nicht die Scheidung der Eltern an sich belaste die Kinder, sondern neben den Streitigkeiten zwischen Mutter und Vater vor allem der Verlust des Kontakts zu einem Elternteil. Deshalb hält sie es für richtig, dass Mütter und Väter sich die Betreuungszeit möglichst gerecht aufteilen. Und freut sich, dass Gerichte immer öfter in diesem Sinne entscheiden.

[…]

(mehr …)

Tschechisches Verfassungsgericht: Gemeinsames Sorgerecht beste Lösung zum Wohl der Kinder

„… In Tschechien ist es üblich, dass die Gerichte bei einer Scheidung die Kinder der Mutter zusprechen. Am Donnerstag hat das Verfassungsgericht aber zwei Urteile gefällt, die diese Praxis ändern könnten. In beiden Fällen ging es um Eltern, die sich das Sorgerecht teilen. Jedoch waren die Entfernungen der Orte, in denen sie heute leben, sehr groß. Zum Beispiel 268 Kilometer zwischen dem nordböhmischen Česká Lipa / Böhmisch Leipa und Olomouc / Olmütz in Mähren. Daraufhin hatten Gerichte entschieden, den Müttern das Sorgerecht zuzusprechen. Jetzt aber hat das Verfassungsgericht der Beschwerde eines Vaters stattgegeben, der trotz der großen Entfernung auf sein Sorgerecht beharrt hatte. Kateřina Šimáčková war Richterin in diesem Fall:

„Im besten Interesse der Kinder ist es, dass ein Kind auch nach der Scheidung nicht auf die Betreuung eines der Elternteile verzichten muss. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass das überarbeitete Gesetz das gemeinsame Sorgerecht als beste Lösung zum Schutz des Kindeswohls betrachtet. Natürlich nur, wenn Mutter und Vater gute Eltern sind.“ ...“

Quelle / gesamter Artikel: Radio Prag

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

„Jedes Baby soll zum Vaterschaftstest“

„… Experten schätzen, dass in jeder Schulklasse mindestens ein Kuckuckskind sitzt. Deshalb fordert Ludger Pütz, Gründer des «Kuckucksvaterblogs» und einer Facebook-Selbsthilfegruppe auf Facebook, dass der Staat bei der Geburt jedes Kindes einen Vaterschaftstest durchführt. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Kinder erfahren, wer sie sind und woher sie kommen: «Scheinväter und Kuckuckskinder entwickeln eine Beziehung zueinander und, eines Tages, kommt – warum auch immer – die Wahrheit zu Tage und alles steht in Frage.» Dies würde eine emotionale Katastrophe auf beiden Seiten auslösen, erklärt Pütz. Zudem hätten leibliche Väter nahezu keine Möglichkeiten, ihre Kinder zu sehen, wenn bereits ein anderer Mann als gesetzlicher Vater eingetragen ist und die Kindsmutter den Kontakt verbietet.

«Damit wären viel Streit und Diskussionen aus der Welt»

Oliver Hunziker, Präsident des Vereins verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV), würde die automatischen Vaterschaftstests begrüssen: «Damit wären viel Streit und Diskussionen aus der Welt.» …“

Quelle / gesamter Artikel: 20 Minuten

Eine Richtigstellung der weithin falsch dargestellten Positionierung des Schweizerischen VeV zum Thema ist hier zu finden.

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

„Reduzierung des Unterhalts bei zeitintensivem Umgangsrecht“

Nimmt der barunterhaltspflichtige Elternteil ein weit über das übliche Maß hinausgehendes Umgangsrecht wahr, kann dies zu einer Umstufung in der Düsseldorfer Tabelle führen. Leistungen an das Kind im Zuge dieses Umgangsrechts können den Unterhaltsbedarf des Kindes mindern.

Der Kindesvater und die Kindesmutter streiten nach rechtskräftig durchgeführter Scheidung um die Höhe des vom Kindesvater zu leistenden Kindesunterhalts. Hinsichtlich der Betreuung des Kindes hatten die Parteien vereinbart, dass das gemeinsame Kind sich in einem zweiwöchigen Rhythmus von Freitag bis Sonntag und darüber hinaus wöchentlich an zwei weiteren Tagen bei dem Antragsgegner aufhalten soll, im übrigen bei der Mutter. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens hatte zunächst die Kindesmutter den Antragsgegner auf Kindesunterhalt in Anspruch genommen, nach rechtskräftiger Scheidung hat das Kind, vertreten durch die Kindesmutter, den Eintritt ins Verfahren erklärt. Die Parteien streiten darüber, ob die von ihnen praktizierte Betreuung einem Wechselmodell mit etwa gleichen Betreuungsanteilen entspricht. Das Amtsgericht (AG) hat den Kindesvater zur Zahlung von Kindesunterhalt in Höhe von 120 % des Mindestunterhalts verurteilt, das Oberlandesgericht (OLG) hat den zu zahlenden Unterhalt auf 115 % des Mindestunterhalt reduziert . Der Kindesvater verfolgte sein Begehren, den Unterhaltsantrag vollständig abzuweisen, bis zum Bundesgerichtshof (BGH). …“

Quelle / gesamter Artikel: Haufe.de

__

Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!