Männerhaus in Osterode eröffnet

Das unserem Erfahrungsstand nach erste öffentlich finanzierte Männerhaus Deutschlands nahm am 1. Mai in Osterode seine Arbeit auf:

„… Dass auch Männer Opfer Häuslicher Gewalt werden können, zählt zu den letzten gesellschaftlichen Tabus. Auch „Täter“, die beispielsweise nach dem Gewaltschutzgesetz ihrer ehelichen Wohnung verwiesen werden oder auch sonst aus dem Teufelskreis ihres gewalttätigen Verhaltens aussteigen wollen, finden hier Zuflucht, Obdach und unbürokratische Hilfe. In enger Anlehnung an die Konzepte und Finanzierung von Frauenhäusern, schloss der Verein Gleichstark mit dem Landkreis Osterode eine Vereinbarung für diese „besondere soziale Notlage“, wie es im Sozialgesetzbuch heißt.

Lange Verhandlungen

Die Vereinbarung, die neben Finanzierung auch Konzept und Qualität des Männerhauses regelt, trafen der Vorsitzende von „Gleichstark“, Daniel Koppe, mit dem Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales vom Landkreis Osterode, Manfred Heidergott.

Über ein halbes Jahr liefen die Gespräche und Vorverhandlungen für dies innovative Projekt, das zunächst auf drei Jahre erprobt wird. …“

Quelle / gesamter Artikel: Harzkurier

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Darüber hinaus wird nun auch aus dem niederrheinischen Kleve über gestiegenen Bedarf eines Gewaltschutzangebotes für Männer berichtet:

„… Beim Thema häusliche Gewalt entsteht schnell das dazugehörige Bild: Der Mann ist der Täter, die Frau das Opfer. Unzählige Untersuchungen belegen diese Vorstellung mit Zahlen und machen sie greifbar – so suchen jährlich etwa 40 000 Frauen Schutz in Frauenhäusern, um die 400 gibt es davon in Deutschland derzeit. Einer gepeinigten Frau zu helfen und sie aus ihrem gewalttätigen Umfeld zu befreien, ist heute deutlich besser machbar als noch vor einigen Jahren – zum Glück. Doch Männer werden ebenfalls Opfer von häuslicher Gewalt, sei es psychisch oder physisch, auch das belegen Studien. Gerd Engler, Leiter der Beratungsstellen für Suchtfragen des Caritasverbandes Kleve sieht Bedarf: „Nachdem das Augenmerk lange Zeit auf der Frau lag, sollte man nun vielleicht auch männerspezifische Themen angehen“, sagt er. Seiner Meinung nach sollten bestehende Gewaltberatungsstellen auf die Bedürfnisse männlicher Hilfesuchender ausgeweitet werden. …“

Quelle / gesamter Artikel: RP online

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Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Vielen herzlichen Dank!

 

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