„Die väterliche Hemmschwelle“

Wir verweisen nachfolgend auf einen Artikel über den Berliner „Papaladen„, eine der wenigen staatlich geförderten Begegnungsstätten für Väter:

„… Mann braucht Hilfe bei Erziehung und Trennung – aber sie soll, bitteschön, am besten nicht so heißen. Das hat eine neue Studie ergeben. Demnach kommen 14 Prozent der Männer, weil ihre Frauen sie geschickt haben.

Der Senat von Berlin, der die Einrichtung fördert, hat den Papaladen evaluieren lassen. Solche Gutachten riechen immer nach einer bestellten Rechtfertigung eigener Investitionen, doch die Studie des Soziologen Stefan Reuyß sagt mehr über die Männer aus als über den Laden.

„Vielen Vätern fällt nach wie vor der Schritt nicht leicht, bewusst in eine solche Einrichtung zu gehen“, schreibt Reuyß vom privaten Forschungsinstitut SowiTra. Es gebe eine regelrechte Hemmschwelle.

[…]

„Getrennt vom Kind – stark und verantwortlich.“ Trennungen sind Alltag, auch im Papaladen, bei dem Männer aus ganz Berlin anfragen. Offenbar ist es den Vätern wichtig, dass dabei kein Schwarz-Weiß herrscht. Der Papaladen fahre „zum Glück keinen antifeministischen Kurs, bei denen die Frauen die Bösen und die Männer die Opfer sind“, sagte ein Vater den Forschern im Interview.

[…]

Es gehe um gute Beratung – und das Aufbrechen von Mustern. „Im Streit um Kind und Unterhalt haben wir es mit erstaunlich tief verankerten Selbstverständnissen zu tun. Mütter sind gefangen in einer Symbiose mit dem Kind und der daraus resultierenden Versorgungsmentalität, Väter in ihrer Rolle als Ernährer.“ Im Grunde geht es im Papaladen nicht um Männerberatung, sondern um Familienbildung. Die ist aber eben sonst nur in Verbindung mit Frauen zu haben….“

Quelle / gesamter Artikel: Spiegel
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