„Lebenszufriedenheit von Eltern – Die Wiege des Glücks“

„… Der Nachwuchs macht das Leben bunt, in positiver wie negativer Hinsicht.

Dies ist noch das aussagekräftigste Ergebnis einer kürzlich erschienenen Studie, für die US-Wissenschaftler die Daten von fast drei Millionen Menschen aus 161 Ländern ausgewertet haben. So stattlich die Zahl der Teilnehmer, so wenig Klarheit bringt die Analyse in der Frage, ob Kinder nun mehr Glück oder doch mehr Anstrengung bedeuten. Gemittelt über arme wie reiche Länder, über Staaten mit und ohne Zugang zu Verhütungsmitteln kam am Ende heraus, dass es für die Zufriedenheit weitgehend egal ist, ob der Mensch mit oder ohne Nachkommen lebt.

Ein universelles Glücksrezept sind Kinder auch dann nicht, wenn man nur die Situation in den wohlhabenden westlichen Ländern untersucht. Nach einer Erhebung belgischer Wissenschaftler aus dem vergangenen Jahr haben kleine Kinder in diesen Staaten keinen Einfluss auf die allgemeine Lebenszufriedenheit ihrer Eltern. …“

„… Wie sehr Kinder beglücken, hängt außerdem vom Alter der Mütter und Väter ab. Die große Gruppe jener Deutschen, die irgendwann zwischen 23 und 34 Jahren die Elternschaft antreten, erlebt einen Aufschwung des Lebensglücks. Schon lange vor der Geburt steigt ihr Wohlbefinden. Allerdings fällt es, noch bevor der Nachwuchs aus den Windeln heraus ist, wieder auf das Niveau vor der Schwangerschaft. Ein ähnliches Muster hatte bereits eine im vergangenen Jahr erschienene Studie ergeben. Verglichen wurden hier nicht die Empfindungen von Eltern vor und nach der Geburt ihrer Kinder, sondern die Stimmungen von Eltern und Kinderlosen. Deutsche Eltern entpuppten sich dabei als glücklicher als Erwachsene ohne Nachkommen, doch der Unterschied hielt nur bis zum vierten Lebensjahr des Kindes an.

Dennoch gilt auch diese Glückskurve nicht für alle. Wer schon sehr jung Verantwortung für Tochter oder Sohn übernimmt, erlebt das im Durchschnitt eher negativ – und zwar langfristig, ergab die Auswertung von Myrskylä. Wer hingegen sein erstes Kind mit 35 Jahren oder später bekommt, erfährt ein größeres und anhaltendes Glücksgefühl. …“

Quelle / gesamter Artikel: Süddeutsche Zeitung

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