„Internationaler Rat für die Paritätische Doppelresidenz“ gegründet

„… Vor dem Hintergrund des alarmierenden Anstiegs von psychosozialen Problemen und Entwicklungsstörungen bei Kindern getrennt lebender Eltern trafen sich am 21.-23. Februar 2014 in Bonn, Deutschland, 26 führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, familialen Professionen und Zivilgesellschaft, um eine neue internationale Organisation zu gründen, die sich der Forschung und Praxis der Paritätischen Doppelresidenz (Wechselmodell) als gangbarer und förderlicher Lösung für Kinder widmet.

Die neue Vereinigung führt den Namen Internationaler Rat für die Paritätische Doppelresidenz (International Council on Shared Parenting – ICSP). Paritätische Doppelresidenz bedeutet gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden Eltern. Der Zweck der Vereinigung besteht zum einen in der Verbreitung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Rechte („Kindeswohl“) von Kindern getrennt lebender Eltern und zum anderen in der Formulierung von Empfehlungen zur Umsetzung der Paritätischen Doppelresidenz in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse….“

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Auswertung der Petitionsübergabe an Beiersdorf AG

Am 30. 12. 2013 schlossen wir uns der Petition gegen den vaterlosen „Nivea“-Werbespot der Beiersdorf AG an. Heute nun liegt uns die Auswertung / Zusammenfassung einiger Väter vor, die zur Übergabe der Unterschriftenliste geladen waren. Ein Auszug:

„… Nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde, des auf 45 Minuten terminierten und dann immerhin ca. 75 Minuten dauernden Gesprächs, informierte uns Herr Tanger über die Entstehungsgeschichte und Zielsetzungen des Muttertags- und Weihnachtsspots sowie über das Gesamtkonzept und der Idee dahinter. Er selbst sei verantwortlich für diese Spots.

Demnach war der Muttertags Spot als erster einer Reihe von Spots geplant, die die Bindung des Kindes zu diversen Familienmitgliedern darstellen soll – im ersten Spot vornehmlich zur Mutter und im Weihnachtsspot besonders zu den Großeltern. Der terminliche Anlass des ersten Spots war der Muttertag 2013 und der geplante vaterzentrierte Spot solle nun zum Vatertag 2014 erscheinen. Herr Tanger legte ganz besonderen Wert darauf, dass Beiersdorf eine „Familienmarke“ sei und auch in Zukunft diesen wesentlichen Charakter der Marke weiter in den Vordergrund stellen wird. Beiersdorf wolle sich gerade hiermit deutlich am Markt abgrenzen.

Herr Tanger betonte ausdrücklich, dass es niemals die Absicht von Beiersdorf war, einen Elternteil zu diskriminieren und er von der Reaktion der Öffentlichkeit überrascht wurde. Da die negative Resonanz auf YouTube (nach Ausfilterung unsachlicher Beiträge) mit 13% so groß war, überzeugte ihn dies zusätzlich von der Wichtigkeit unseres Gesprächs im Rahmen der Petitionsübergabe. …“

Die vollständige Auswertung entnehmen Sie bitte diesem Link.

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„Wir leben in weiblich dominierter Erziehungswelt“

Wir verweisen im Folgenden auf ein interessantes Interview aus Österreich, das in weiten Teilen auch für Deutschland zutrifft:

„… STANDARD: In Ihrer neuen Studie haben Sie untersucht, welche Wirkung männliche Pädagogen auf die von ihnen betreuten Kinder haben. Mit welchen Ergebnissen?

Aigner: Zunächst haben wir keine Bevorzugungen des einen oder anderen Geschlechts der Kinder durch verschiedengeschlechtliche Kindergartenpädagogen gefunden. Wenn man sagt, die Buben sind durch das Fehlen von Kindergärtnern benachteiligt, heißt es oft, man würde den weiblichen Fachkräften unterstellen, die Buben zu benachteiligen. Das tun sie natürlich nicht. Niemand macht das absichtlich.

Allerdings gibt es einen anderen Umgang von Männern mit den Kindern, der auch von den Fachkolleginnen selbst bestätigt wird. In bestimmten Bereichen sind sie geduldiger: Sie stoppen nicht so schnell wegen Gefahr. Sie tolerieren den Bewegungsdrang leichter. Sie fördern die Mobilität der Buben. In rein weiblich geleiteten Kindergartengruppen hocken die Buben schneller einmal am Rand.

STANDARD: Heißt das, Buben „können“ besser mit männlichen Fachkräften?

Aigner: Es gibt einen Bub-Mann-Effekt in der Hinsicht, dass Blick- und Körperkontakte zwischen ihnen häufiger sind als in Gruppen, die von zwei Frauen geleitet werden – in beide Richtungen, vor allem aber von den Buben selbst. Bei ihrem explorativen Verhalten suchen Buben die Unterstützung bei männlichen Fachkräften.
(mehr …)

„Unterhaltsrecht: Das Rabeneltern-Urteil ist ein bisschen typisch“

„… Für Nicht-Juristen ist es eine Entscheidung, die sich nur schwer nachvollziehen lässt: Erwachsene Kinder müssen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) unter Umständen auch dann für die Pflege ihrer Eltern aufkommen, wenn es zu einem tiefen und schon lange bestehenden Zerwürfnis zwischen Eltern und ihrem Nachwuchs gekommen ist. In dem Fall, über den der BGH nun entschieden hat, hatte es zwischen einem Vater und seinem Sohn über vier Jahrzehnte hinweg keinen Kontakt gegeben. Vor zwei Jahren verstarb der Vater in einem Heim. Die Stadt Bremen forderte daraufhin etwa 9000 Euro Heimkosten von dem Sohn des Mannes. Der weigerte sich zu zahlen – zu Unrecht, wie das oberste deutsche Zivilgericht nun entschied. Weil es in der Sache um das gestörte Verhältnis zwischen Eltern und Kindern geht, wird dieses Urteil von manchen auch Rabeneltern-Urteil genannt. …“

Quelle / gesamter Artikel: Web.de

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„25 Dinge, die Väter über ihre kleinen Mädchen wissen sollten“

Berührende Zeilen, die sich problemlos auch auf die jeweils andere Perspektive übertragen lassen:

„… Im Namen aller kleinen Mädchen, die noch nicht alt genug sind, um es ihren Papas zu sagen, sage ich euch, was wir uns von euch wünschen:

1. Wie Du mich liebst, so werde ich mich selbst lieben.

2. Frag mich, wie es mir geht und hör Dir meine Antwort an. Ich muss wissen, dass Du mich wertschätzt, bevor ich mich selbst wertschätzen kann.

3. Mein Maßstab dafür, wie ich behandelt werden sollte, ist wie Du Mama behandelst, egal ob ihr verheiratet seid oder nicht.

4. Ich spüre, wenn Du sauer auf mich bist, auch wenn ich es nicht verstehe, also erklär es mir bitte.

5. Jedes Mal, wenn Du mich oder jemand anderen gut behandelst, lerne ich, der Welt mehr zu vertrauen.

6. Ich muss lernen, dass ich Deiner körperlichen Stärke vertrauen kann, damit ich auch anderen Männern körperlich vertrauen kann.

7. Bitte sprich über Sex nicht wie ein Teenager, sonst denke ich, dass es etwas Schmutziges ist.

8. Wenn Du sanft mit mir sprichst, kann ich viel besser verstehen was Du sagst. …“

Quelle / gesamter Artikel: Huffington Post

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„Gerichtsgutachten: oft wird die Tendenz vorgegeben“

„Der Fall „Gustl Mollath“ hat deutschlandweit eine heftige Diskussion ausgelöst. Mollath wurde infolge eines psychiatrischen Gutachtens als „für die Allgemeinheit (. . .) gefährlich“ (1) eingestuft und sieben Jahre in einer psychiatrischen Klinik untergebracht (2). Im August 2013 wurde die Wiederaufnahme des Verfahrens durch Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg veranlasst (3). Dieser und weitere Fälle führten in der Öffentlichkeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begutachtungswesen. Ein besonders sensibler Punkt dabei ist die Frage, inwieweit Gutachten objektiv, unabhängig und neutral sind (4). …“

Quelle / gesamter Artikel: Ärzteblatt
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Artikel zum Zusammenhang von Bindungsstörung und Frühsexualisierung

Ein ebenso interessanter wie beunruhigender Artikel zur zunehmenden Frühsexualisierung erschien vor wenigen Tagen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Unter anderem kommt er auf den Zusammenhang mit Bindungsstörungen zu sprechen sowie auf den distanzlosen und unverantwortlichen Aufklärungsunterricht von beispielsweise Pro Familia:

„…Die vulgäre Sprache und die Banalisierung der Sexualität können ein Symptom für seelische Verletzungen sein. Das Schamgefühl wird verletzt, wenn emotionale Probleme entstehen, in denen die Bindung zu oder zwischen den Eltern gestört wird. Kinder, die sich in der Liebe geborgen fühlen, die ihre Eltern füreinander empfinden, haben in der Regel ein gesundes Schamgefühl. Verlieren sie diese Geborgenheit, spiegelt sich ihre innere Blöße auch im Verhalten wider. Wenn Eltern sich immerzu streiten oder scheiden lassen, trifft dies Kinder in ihrem Selbstwertgefühl. Sie stellen sich unbewusst selber in Frage: Bin ich das Ergebnis einer großen Lüge? Bin ich schuld? Wenn Kinder mitbekommen, dass der Vater Pornos guckt oder die alleinerziehende Mutter wechselnde Liebhaber hat, verlieren sie den Respekt für ihre Eltern und lieben sie dennoch. Ihnen obliegt es, die Enttäuschung ihrer Eltern zu kompensieren und sich in ihrer Kränkung neu zu orientieren. Manche Kinder wirken auf einmal distanzlos oder sehr selbständig und entwickeln eine Verantwortlichkeit für ihre Eltern, etwa für die alleinerziehende Mutter, andere verkriechen sich im symbiotischen Bindungsgeflecht einer Clique, oder sie flüchten sich in eine frühere Beziehung, in der sie intensive Ersatznähe suchen und alles besser machen wollen als die Eltern. …“
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„Väter 2014: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

„… Das sind die Widersprüche der berufstätigen Väter von heute: 43 Prozent von ihnen hätten gern mehr Zeit für die Familie, 15 Prozent haben sogar das Gefühl, weder im Beruf noch in der Familie allen gerecht zu werden – und trotzdem ist die Mehrheit nicht bereit, in Teilzeit zu arbeiten.

Zwar nehmen immer mehr Väter Elternzeit – bei den Vätern mit Kindern bis sechs Jahre sind es sogar 44 Prozent. Doch die große Mehrheit von ihnen (80 Prozent) nimmt nur zwei Monate. Lediglich elf Prozent nutzen die Möglichkeit, sich länger als sechs Monate ums Kind zu kümmern.

Ist es Sorge um den Job? Immerhin vermuten 41 Prozent der abhängig beschäftigten Väter, die Elternzeit wirke sich „sehr oder eher negativ“ auf die Karriere aus. 40 Prozent glauben nicht, dass die Elternzeit eine Rolle spielt und immerhin zehn Prozent sehen die Auswirkung einer Elterzeit sogar „eher oder sehr positiv“. Diese Wahrnehmung hat sich seit 2011 etwas verschoben. Damals waren 45 Prozent von negativen Konsequenzen ausgegangen und 35 Prozent glaubten, eine Elternzeit habe keinen Einfluss auf die Karriere. …“ (mehr …)