Titelthema der heutigen „Zeit“: „Not am Mann“

Wer unsere Arbeit kennt, weiß dass wir nicht an Geschlechtergrenzen entlang handeln, sondern den Brückenschlag und Dialog suchen. Nichts desto trotz liegt unser Hauptaugenmerk allein aus statistischen Gründen der Trennungselternschaft auf der männlichen Eltern- und damit Beziehungsrolle. Zudem wirken sich Problemlagen häufig direkt oder indirekt auf das Familiengefüge und damit Konfliktpotential aus. Vor diesem Hintergrund verweisen wir auf das obengenannte Titelthema der heutigen „Zeit„, welches sich der zunehmenden Probleme des männlichen Geschlechts widmet.

Der Artikel in statistischen Werten: zwei Drittel der Sonder- und Förderschüler sind männlich, zwei von drei Gewaltopfern sind Männer, Männer sterben 5 Jahre früher als Frauen, ihre Suizidrate ist durch alle Altersgruppen hinweg dreimal so hoch wie die der Frauen und oftmals in einer schwierigen Beziehung zum Vater bedingt, 75% der Obdachlosen sind männlich, dreimal so viele Männer wie Frauen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums; während eine Frau mit psychischen Problemen 9 Monate benötigt, um sich für professionelle Hilfe zu entscheiden, sind es beim Mann 70 Monate – oftmals von einer Frau dazu überredet. Und selbst dann fällt es der Mehrheit der therapeutischen Patienten schwer, über ihre statt die Bedürfnisse der Partnerin zu sprechen. Hinzu kommt, dass sich selbst für emanzipierte Frauen mit dem Wunsch, in die Gefühle ihres Partners einbezogen zu werden, ein Problem der Augenhöhe offenbart, wenn dieser sich negative Gefühle wie Depressionen eingesteht. Auch kommt der Artikel neben weiterführenden Erklärungsansätzen auf die häufig fatalen Folgen einer nahezu flächendeckend fehlenden Jungenpädagogik zu sprechen.

Einziger Wermutstropfen des sehr zeitgemäßen Essays der beiden Journalistinnen Tanja Stelzer und Elisabeth Raether ist die im Artikel ausgeblendete Tatsache, dass die Familienpolitik nach wie vor deutlich zulasten der männlichen Elternteile geht und diese sich eben oftmals nicht einfach nur „nicht mehr blicken lassen“. Dennoch lesenwert!

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