Diskriminierende Plakatwerbung für Hotline für Opfer häuslicher Gewalt

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Wer unsere Arbeit aufmerksam verfolgt weiß, daß „häusliche Gewalt“ als ein sich mit Trennungskonflikten sehr häufig überschneidendes Themenfeld zu unseren Handlungsschwerpunkten zählt. Insbesondere unter dem Aspekt steter Professionalisierung stellt es sich als Herausforderung dar, die teilweise massiven Defizite, Aussparungen sowie vielfach einseitig agierenden Interventionsstrukturen auf einer Ebene zu kommunizieren, die abweichende Positionen einschließt und eine sachliche Auseinandersetzung aller involvierten Fachkräfte ermöglicht.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es in seriösen Wissenschaftskreisen längst kein Geheimnis mehr ist, dass häusliche Gewalt gleichermaßen von Frauen und Männern ausgeübt wird und sich lediglich die Methoden unterscheiden, ist es für uns absolut nicht nachvollziehbar, dass im Zuge der Freischaltung einer Bundeshotline für Opfer häuslicher Gewalt aus Steuergeldern nunmehr auch noch mit einer Plakatkampagne (hier am Beispiel Hamburg) der Mann und Vater unmißverständlich als alleinig gewalttätig anskizziert wird. Eine Farce für Kinder und Männer, die selbst Zeuge oder Opfer häuslicher Gewalt durch Frauen wurden.

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